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Verliert der HSV einen Hoffnungsträger ablösefrei?

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Alexander Berthold
Elegant, kraftvoll, spielfreudig: Faride Alidou (l.) gehört zu den größten Entdeckungen in der Zweiten Liga. Doch wie lange bleibt er noch beim HSV?

Elegant, kraftvoll, spielfreudig: Faride Alidou (l.) gehört zu den größten Entdeckungen in der Zweiten Liga. Doch wie lange bleibt er noch beim HSV?

Foto: Witters

Faride Alidou ist der Aufsteiger der vergangenen Wochen. Mittlerweile haben ihn auch Bundesliga-Clubs auf dem Zettel.

Hamburg. Prominenter hätten die Zuschauer beim Debüt von HSV-Talent Faride Alidou (20) für die deutsche U-20-Nationalmannschaft kaum sein können. Beim 3:2-Sieg der DFB-Auswahl gegen Frankreich saßen die Superstars Kylian Mbappé (22), Paul Pogba (28) und Antoine Griezmann (30) in Clairefontaine auf der Tribüne und sahen einen Hamburger Flügelstürmer, der auf sich aufmerksam machte.

Alidou glänzt bei der U-20-Nationalmannschaft

Einen Elfmeter herausgeholt, zum 2:1 selbst getroffen - Alidou knüpft an seine ganz starke Form beim HSV auch auf internationaler Ebene an. Und genau das dürften die sportlichen Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen sehen. Der Vertrag von Alidou läuft zum 30. Juni 2022 aus, er könnte den Zweitligisten also ablösefrei verlassen. Seit Wochen laufen die Gespräche für eine Vertragsverlängerung. Eine Einigung gab es trotz der Tatsache, dass sich die sportliche Leitung sehr um Alidous Verbleib bemühen soll, bisher nicht.

Bundesligaclubs locken Alidou mit Geld

Sportvorstand Jonas Boldt (39) und Sportdirektor Michael Mutzel (42) geben sich bislang gelassen bei der Alidou-Frage. Die starke Entwicklung des gebürtigen Hamburgers plus der Fakt, dass das Toptalent ablösefrei zu haben ist, ist aber auch einigen Bundesligaclubs nicht verborgen geblieben. Angeblich haben schon einige Clubs Anfragen bei Alidous Agenten hinterlegt.

Bis zum Ende des Jahres, so hofft man beim HSV, kann man die Personalie Alidou unter Dach und Fach bringen. Ganz aussichtslos ist die angestrebte Verlängerung nicht, schließlich fühlt sich der Wilhelmsburger grundsätzlich in Hamburg wohl und ist dem Verein und Trainer Tim Walter (46) dankbar, dass er von der U-21-Mannschaft in den Profibereich hochgezogen wurde. Mit der Perspektive Bundesliga kann der HSV aber wohl erstmal nicht dienen.

Ein Abgang ohne Ablösesumme wäre für den finanziell schwer angeschlagenen HSV ein Gau. Und auch sportlich wäre ein Verlust des Publikumslieblings ein weiterer Rückschlag in der ohnehin schon nicht besonders erfolgreichen Entwicklung des Clubs.

HSV vor Einigung mit U-19-Kapitän Krahn

Während bei Alidou noch viel Arbeit vor Boldt und Mutzel liegt, steht ein weiteres Nachwuchstalent vor einer Vertragsverlängerung. Am Donnerstag spielte U-19-Kapitän Elijah Krahn (18) im Test gegen den FC Nordsjaelland als einziger Spieler 90 Minuten durch. In Kürze soll der U-18-Nationalspieler seinen auslaufenden Vertrag beim HSV verlängern. Krahn soll einen Vertragsspielerkontrakt bekommen, der sich nach bestimmten Leistungen in einen Profivertrag umwandelt.

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