Alzheimer

Ex-HSV-Profi Furtok erkennt eigenes Spiegelbild nicht mehr

Jan Furtok in seinen Glanzzeiten als HSV-Torjäger.

Jan Furtok in seinen Glanzzeiten als HSV-Torjäger.

Foto: WilfriedWitters / WITTERS

Der Gesundheitszustand des Polen, der in zwischen 1988 und 1993 Publikumsliebling beim HSV war, hat sich stetig verschlechtert

Hamburg.  Der ehemalige HSV-Profi Jan Furtok ist nach Angaben seiner Ehefrau Anna Furtok an Alzheimer erkrankt. Anna Furtok schilderte dem Internetportal „Sportowefakty“ die schrittweise Verschlechterung des Zustands des früheren Nationalspielers. Anfangs habe er nur Kleinigkeiten vergessen, inzwischen erkenne er sein eigenes Spiegelbild nicht mehr. Diagnostiziert wurde die Krankheit bei dem ehemaligen Stürmer bereits im Jahr 2015, bekannt wurde es erst jetzt.

Ehefrau Anna pflegt den ehemaligen HSV-Stürmer

Seine Frau Anna kümmert sich mittlerweile fast rund um die Uhr um Furtok. Die Autoschlüssel sind versteckt, die Haustür ist zugesperrt. „Im Moment schreitet die Krankheit voran, ich werde ihn nirgendwo alleine hingehen lassen“, sagt sie. „Er wüsste nicht, wo er ist", sagte die Ehefrau des Stürmers in der "Welt".

Zu Hause hat Anna Furtok die Wände mit Bildern und Zeitungsausschnitten aus einer besseren Zeit geschmückt, damit die Erinnerung an bessere Zeiten präsent sind. So gut es geht. Und um ihrem Mann zu zeigen, was einmal war.

Furtok ging auch für Eintracht Frankfurt auf Torejagd

Der inzwischen 59 Jahre alte Furtok wurde 1988 bis 1993 als HSV-Stürmer (50 Tore in 135 Bundesligaspielen) auch in Deutschland populär und spielte danach noch für Eintracht Frankfurt, ehe er in seine polnische Heimat zurückkehrte und wieder für GKS Katowice spielte.

( HA/dpa )

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