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Kapitän Schonlau will mit dem HSV zurück nach oben

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Sebastian Schonlau gehört bisher zu den besten Profis beim HSV. Der Innenverteidiger kam ablösefrei aus Paderborn.

Sebastian Schonlau gehört bisher zu den besten Profis beim HSV. Der Innenverteidiger kam ablösefrei aus Paderborn.

Foto: Witters

Der Abwehrchef und Führungsspieler spricht über den Saisonstart, das größte Manko und sein Saisonziel mit den Hamburgern.

Hamburg. Am Wochenende fuhr Sebastian Schonlau nach Paderborn. Der HSV-Kapitän nutzte die zwei freien Tage, um seine Familie zu besuchen, bevor am Montagnachmittag im Volkspark die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den SV Sandhausen am kommenden Sonnabend (20.30 Uhr) beginnt. Ganz abschalten vom HSV konnte Schonlau aber nicht.

Im Talk mit „Bild live“ sprach der Verteidiger am Sonntag über den Saisonstart mit dem HSV. Mit sechs Punkten liegen die Hamburger nach fünf Spieltagen in der Zweiten Liga nur auf dem zehnten Platz. „Natürlich hätten wir gerne mehr Punkte“, sagte der 27-Jährige. „Man muss aber festhalten, dass wir einen neuen Trainer mit einer neuen Spielidee haben und sich solche Dinge erst entwickeln müssen. Das kannst du nicht in sechs Wochen Vorbereitung lernen. Wir versuchen aber immer mehr Sachen umzusetzen.“ Das 0:0 zuletzt beim FC Heidenheim sieht Schonlau als Schritt in die richtige Richtung. „Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht und es nur verpasst, ein Tor zu schießen.“

Schonlau kritisiert Chancenverwertung des HSV

Die vergebenen Torchancen sieht Schonlau derzeit als größtes Manko. Keine Mannschaft der Liga hat sich in den ersten Spielen mehr Chancen herausgespielt, keine Mannschaft ist mehr gelaufen, keine Mannschaft hatte mehr Ballbesitz als der HSV. „Die Statistiken beschreiben unser Spiel ganz gut. Wir brauchen extreme Bereitschaft für unser Spiel. Wir wollen mutig und von hinten heraus spielen. Und fehlt vorne noch die letzte Überzeugung und der letzte Wille, das Ding mit aller Entschlossenheit zu machen.“

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So wie Schonlau selbst bei seinem Kopfballtreffer im Heimspiel gegen Darmstadt 98 (2:2). In jener Partie wurden aber auch die Mängel in der defensiven Absicherung besonders deutlich. Daran müsse der HSV arbeiten. „Bei der Art und Weise, mit der wir spielen, ist es wichtig, dass wir immer wach sind und auch an Ballverluste denken. Wir haben noch viel zu tun.“

Trotz HSV-Fehlstart: Schonlau schaut in der Tabelle nach oben

Schonlau kam vor der Saison ablösefrei vom SC Paderborn. Mit elf Punkten ist sein Ex-Club aktuell Tabellenzweiter hinter Jahn Regensburg und vor Dynamo Dresden und dem FC St. Pauli. Ein Tabellenbild, mit dem wohl niemand gerechnet hat. Auf die Frage der „Bild live“-Redaktion, wer am Ende der Saison auf den ersten vier Plätzen landet, sagte Schonlau: „Schalke wird oben mitmischen. Für Paderborn würde ich mich freuen, wenn sie oben bleiben. Ich hoffe natürlich, dass wir Erster werden.“

Bis dahin habe der HSV aber noch viel zu tun. Schonlau selbst hat bislang einen überzeugenden Saisonstart hingelegt, ist als Kapitän und Abwehrchef der große Leistungsträger. Keine Selbstverständlichkeit, nachdem er auf Anhieb in Hamburg zum Kapitän ernannt wurde.

Kapitänsamt erfüllt HSV-Profi Schonlau mit Stolz

Zuvor hatte Schonlau fast sein gesamtes Fußballerleben in Paderborn verbracht und war dort ebenfalls Kapitän. „Natürlich ist es eine andere Hausnummer, beim HSV Kapitän zu sein. Der HSV ist für mich einer der größten Vereine in Deutschland, auch wenn es sportlich in den vergangenen Jahren nicht mehr so gut lief“, sagt Schonlau. „Es macht Riesenspaß. Ich bin noch mehr im Fokus. Genau das wollte ich. Es bedeutet mir sehr viel, für so einen großen Verein als Kapitän aufzulaufen. Mich erfüllt dieses Amt mit Stolz.“

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