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Glatzel versteht die Pfiffe der Fans, mahnt aber zur Geduld

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Alexander Berthold

HSV-Stürmer Glatzel: "Wir müssen geduldig bleiben"

Robert Glatzel analysiert das rasante 2:2 gegen Darmstadt und blickt schon auf den kommenden HSV-Gegner Heidenheim – seine alte Liebe.

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Der Torjäger des HSV fordert von sich und seinen Mitspielern mehr Kaltschnäuzigkeit. In Heidenheim trifft Glatzel auf alte Bekannte.

Hamburg. Robert Glatzel tat sich auch am Tag nach dem 2:2 des HSV gegen Darmstadt schwer, die ereignisreiche und bisweilen wilde Partie einzuordnen. "Wir müssen ein, zwei Dinger konsequenter nutzen. Vorne wie hinten fehlte ein wenig die Kaltschnäuzigkeit", bilanzierte der 27-Jährige, der das Spiel in der ersten Halbzeit als "geiles Fußballspiel" wahrgenommen hatte.

Alles andere als "geil" ist bisher der Saisonstart der Hamburger verlaufen. Fünf Punkte aus vier Spielen bedeutet den schlechtesten Zweitligastart der Vereinsgeschichte. Doch es sind nicht nur die nackten Zahlen, die wenig Grund zur Freude bieten. Auch die Art und Weise, wie der HSV in den fünf Pflichtspielen auftrat, war wenig überzeugend.

HSV fehlt es an Konstanz in den Spielen

Eine starke Halbzeit zum Auftakt gegen Schalke 04 (3:1), starke 45 Minuten gegen Dynamo Dresden (1:1), dazu die enttäuschenden Auftritte im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig (2:1) und im Derby beim FC St. Pauli (2:3). Und nun zuletzt extrem wechselhafte 90 Minuten gegen Darmstadt.

Der HSV tut sich derzeit schwer, ein komplettes Spiel lang sein vorhandenes Potenzial abzurufen. "Es ist extrem bitter, dass wir uns zurückkämpfen, das 2:1 machen und kurz vor der Halbzeit dann das Gegentor bekommen", blickte Glatzel zurück.

HSV: Glatzel versteht die Pfiffe der Fans

Dass es in der zweiten Halbzeit gegen Darmstadt sogar Pfiffe von den eigenen Fans gab, konnte Glatzel dabei sogar verstehen. Die Geduld ist nach den vielen Enttäuschungen in den vergangenen Jahren bei vielen Anhängern verschwunden. Zudem fremdeln die Fans noch mit der ballbesitzlastigen Spielweise, die immer wieder Rückpässe zum Torwart beinhaltet.

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"Man kann es ein wenig verstehen. Die Fans wollen, dass wir nach vorne spielen und gewinnen. Aber wir müssen Geduld haben. Das ist unser Spiel. Wir hatten die Chancen, Tore zu machen. Die Fans haben uns aber auch nach vorne gepeitscht", sagte Glatzel, der aus den Pfiffen keine große Sache machen wollte.

Heidenheim lehrte Glatzel Zweitliga-Fußball

Sein Blick geht viel mehr auf das kommende Wochenende, wenn der HSV am Sonnabend beim 1. FC Heidenheim gastiert (13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de).

Bei einem Verein, der Glatzel viel bedeutet. "Ich habe eine besondere Beziehung zu dem Club. Das ist ein wichtiger Karriereschritt gewesen. Ich habe von Trainer Frank Schmidt gelernt, was in der Zweiten Liga gefragt ist", sagte der HSV-Torjäger.

"Es zählt aber nur der Sieg", so Glatzel, der gleich eine kleine Kampfansage an den Club richtete, bei dem er von 2017 bis 2019 in 55 Spielen 17 Tore erzielte. "Nach den zwei Misserfolgen wollen wir unbedingt gewinnen. Ich habe richtig Bock auf das Spiel", erklärte Glatzel.

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