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Nur drei deutsche Clubs werden von den Fans weniger gemocht

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2019 brachten Fans des FC St. Pauli ihre Ablehnung für den HSV mit einem Emoji zum Ausdruck.

2019 brachten Fans des FC St. Pauli ihre Ablehnung für den HSV mit einem Emoji zum Ausdruck.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Der HSV ist laut einer Erhebung im eigenen Land weniger beliebt als Lokalrivale FC St. Pauli. Im Ausland ist der Ruf besser.

Hamburg. Am HSV scheiden sich auch gut drei Jahre nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga noch immer die Geister der Fans. 25 Prozent der Fans in Deutschland mögen den Hamburger Traditionsclub nicht oder hassen ihn sogar. Das geht aus dem "European Football Benchmark" hervor, den die Hamburger Datenplattform Statista zusammen mit dem Vermarkter Sportfive erhoben hat. Dafür wurden 18.700 Fußballfans in insgesamt sieben Ländern befragt, darunter 2600 Anhänger der Bundesliga.

Von Letzteren werden demnach nur drei deutsche Clubs weniger gemocht als der HSV. 32 Prozent der befragten Deutschen gaben Rekordmeister FC Bayern eine negative Bewertung, gefolgt vom aktuellen Absteiger Schalke 04 (29) und RB Leipzig (26).

Der Anteil der einheimischen Fans, die den HSV lieben oder zumindest mögen, liegt mit insgesamt 24 Prozent knapp unter dem derer, die den Club ablehnen. Das ist der 14.-beste Wert aller deutschen Clubs.

HSV vor allem bei amerikanischen Fans beliebt

Allerdings: Im Ranking der absoluten Lieblingsclubs der Fans schneiden die Hamburger als Achter deutlich besser ab. Für drei Prozent der Befragten gibt es nur den HSV. Klarer Spitzenreiter ist hier der FC Bayern mit 25 Prozent. Auch bei der Zugkraft liegen nur sieben deutsche Clubs vor dem HSV: 13 Prozent aller deutschen Fans gaben an, das Geschehen rund um den Volkspark zu verfolgen.

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Auf deutlich mehr Sympathie stoßen die Hamburger im Ausland. In China wird der HSV von 43 Prozent der Befragten positiv gesehen, das ist der zwölftbeste Wert aller deutschen Clubs. Nur 13 Prozent stehen im Reich der Mitte dem HSV ablehnend gegenüber. In Amerika kann der Traditionsverein offenbar noch mehr vom Erfolg vergangener Tage zehren. Hier ist der HSV mit 54 Prozent auf der Beliebtheitsskala als Gesamtsiebter bester Zweitligist. Lediglich neun Prozent der Fans in Übersee gefällt der sechsmalige deutsche Meister nicht.

HSV weniger beliebt als FC St. Pauli

Auch der FC St. Pauli lässt in der Sympathie-Tabelle manchen Bundesligaclub hinter sich – und läuft im eigenen Land dem Stadtrivalen den Rang ab. 34 Prozent der befragten Fans sehen den Kiezclub positiv. In Deutschland finden nur Borussia Dortmund (53) die Bayern (50), Borussia Mönchengladbach (37) und Eintracht Frankfurt (35) mehr Gefallen. 17 Prozent der Fans gaben an, den FC St. Pauli nicht zu mögen oder gar zu hassen. Allerdings ist er auch nur für ein Prozent der ausdrückliche Lieblingsclub (Platz 13).

In zwei von 15 ausgewerteten Kategorien wird der FC St. Pauli von den deutschen Fußballfans sogar als Klassenbester angesehen: "Soziales Engagement" (17 Prozent) und "Unkonventionell" (19 Prozent). Der HSV schafft es bei zwei Image-Attributen auf einen Podestplatz: Bei "Traditionsreich" müssen sich die Rothosen mit 46 Prozent nur knapp dem FC Schalke (47) geschlagen geben. In puncto "Internationale Bekanntheit" (16 Prozent) sehen die deutschen Fans nur die Bayern (42) und Dortmund (30) weiter vorn.

Tatsächlich hat der HSV im Ausland in Sachen Image noch etwas Vorsprung auf den Lokalrivalen. Die chinesischen Fans sehen St. Pauli zu 40 Prozent positiv und zu 15 Prozent negativ, bei den Anhängern in Amerika liegt das Verhältnis bei 42:16.

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( leo )

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