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HSV und St. Pauli: Wer wird mehr geliebt, wer mehr gehasst?

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Da gab es noch Hoffnung auf den Derbysieg: HSV-Fans am vergangenen Freitag im Millerntorstadion des FC St. Pauli.

Da gab es noch Hoffnung auf den Derbysieg: HSV-Fans am vergangenen Freitag im Millerntorstadion des FC St. Pauli.

Foto: Imago/Lobeca

Umfrage bringt die "meistgehassten" deutschen Fußballvereine zu Tage. Die Rangliste liest sich durchaus überraschend.

Hamburg. Die Rivalität zwischen den Fangruppen des HSV und FC St. Pauli ist hinlänglich bekannt und wurde gerade erst wieder beim jüngsten Stadtderby auf die Probe gestellt. Während es vor dem Spiel in Altona zu handfesten Auseinandersetzungen innerhalb der Szene kam, blieb es auf den Rängen im Stadion friedlich. Gleichwohl berichteten HSV-Anhänger von Schikanierungen durch das Sicherheitspersonal des Kiezclubs.

Dass derlei Schilderungen die Sympathiewerte für den jeweiligen Stadtrivalen nicht unbedingt steigern dürften, liegt auf der Hand. Und, dass die gegenseitige Zuneigung unter den Fans generell nicht sonderlich hoch ist, ebenso. Wie aber ist es eigentlich um die bundesweite Beliebtheit der beiden größten Hamburger Fußballvereine bestellt? Der Beantwortung dieser Frage kommen Interessierte mit einer aktuellen Studie etwas näher.

Fans "hassen" den FC Bayern am meisten

Zum Beginn der Bundesligasaison hat das Portal sportwettentest.net beim Datenanalysten "Research Without Barriers" eine Umfrage unter Fußballfans zu dem unbeliebtesten Verein der ersten drei deutschen Profiligen in Auftrag gegeben. Das wenig überraschende Ergebnis: Auch den weniger klangvollen Titel "Meistgehasster Verein der Liga" sichert sich mit großem Abstand der Rekordmeister FC Bayern München.

Satte 24,0 Prozent der zwischen dem 6. und 12. August befragten 2000 Teilnehmer lehnen den Krösus strikt ab. Dahinter folgen die Ruhrpott-Rivalen Borussia Dortmund (9,5 Prozent) und FC Schalke 04 (7,2). Die Ost-Vertreter Dynamo Dresden (5,3) und RB Leipzig (3,8) sowie Drittligist Türkgücü München (3,5) und der 1. FC Köln (3,0) folgen auf den Plätzen sieben und acht.

HSV und St. Pauli polarisieren in der Fanszene

Und die Hamburger Clubs? Folgen direkt danach: Der HSV war den Umfragenteilnehmern mit 2,5 Prozent ablehnender Haltungen dabei noch einen Tick unsympathischer als der FC St. Pauli (2,3). Doch wo viel Feind, da auch viel Ehr: Immerhin 4,0 Prozent der Befragten gaben an, den HSV zu unterstützen – Platz vier hinter den Bayern, dem BVB und Köln. St. Pauli hielten 2,1 Prozent der Umfragenteilnehmer die Daumen (Platz 12).

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Und was lernt der gemeine Fußballfan daraus? Vermutlich nichts. Außer vielleicht, dass sowohl der HSV (mehr als 85.000 Mitglieder/bundesweit Platz 7; über 1000 Fanclubs weltweit) als auch der FC St. Pauli (mehr als 30.000 Mitglieder/Platz 12; über 400 Fanclubs) ligaunabhängig wohl auch in Zukunft über den Stadtrand hinaus große Aufmerksamkeit erfahren und polarisieren werden.

( jdr )

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