Einzelkritik der HSV-Profis

Reis mit Spielfreude, aber Rohrs Größe reichte nicht

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Jubel im Dauerregen: Ludovit Reis (M.) freut sich über seinen ersten Pflichtspieltreffer für den HSV.

Jubel im Dauerregen: Ludovit Reis (M.) freut sich über seinen ersten Pflichtspieltreffer für den HSV.

Foto: dpa

Beim Gegentor sahen HSV-Kapitän Schonlau und Joker Rohr nicht gut aus. Kinsombi fehlten häufig nur Zentimeter.

Hamburg. Der Traumstart in die Zweite Liga ist dem HSV nicht gelungen. Gegen den Aufsteiger Dynamo Dresden kam das Team von Trainer Tim Walter nicht über ein mageres 1:1 (0:0) hinaus. Vor allem in der Offensive klemmte es bei den Hamburgern. Die Spieler in der Einzelkritik:

Heuer Fernandes: Nicht jeder Pass kam an, aber das mutige Aufbauspiel machte ihm sichtlich Spaß. Mit den Händen kaum gefordert.

Gyamerah: Walters neuer Spielmacher leitete fast jeden Angriff von hinten ein und war auch im richtigen Moment mit einer Grätsche zur Stelle.

David: Schüttelte seine anfängliche Nervosität schnell ab und gewann viele Zweikämpfe. Einziger Schönheitsfehler: Verursachte die Ecke vor dem 1:1.

Schonlau: Der neue Kapitän hatte das HSV-Schiff lange Zeit im Griff. Beim Ausgleich steckte er mit drin.

Leibold: Begann bärenstark, bis die Beine schwerer und schwerer wurden.

Meffert (bis 61.): Hatte nicht die große Bindung zum Spiel. Machte aber auch nichts groß falsch. Verletzte sich dann am Kopf und musste raus.

Rohr (ab 61.): Ließ sich beim Ausgleich von Knipping am Sprung hindern.

Reis (bis 69.): Nach seinem frühen Tor sprühte der Niederländer vor allem bei Balleroberungen vor Freude. Später ließen auch bei ihm die Kräfte nach.

Heyer (bis 69.): Als verkappter Rechtsaußen machte er noch einmal Druck. Allein es reichte nicht mehr.

Kinsombi: Machte immer mal wieder richtig gute Sachen. Am Ende fehlte ihm vorne oft nur eine Fußspitze.

Jatta (bis 79.): Brauchte ein wenig, um sich im Walter-System zurechtzufinden. Als er Räume bekam, wurde er besser.

Kaufmann (ab 79.): Der Däne durfte sich am Ende nur noch über seine Heimspielpremiere freuen.

Glatzel: Verpasste in der starken Phase des HSV, das 2:0 zu machen.

Wintzheimer (bis 69.): Legte das frühe 1:0 auf und hätte mit einem schönen Schuss schon früh alles klar machen können. Machte er aber nicht.

Kittel (ab 69.): Versuchte viel, aber anders als auf Schalke fanden seine Bälle nicht mehr den richtigen Mann.

Die Statistik:

  • HSV: Heuer Fernandes – Gyamerah, David, Schonlau, Leibold – Meffert (60. Rohr) – Kinsombi, Reis (69. Heyer) – Wintzheimer (69. Kittel) – Jatta (79. Kaufmann), Glatzel.
  • Dresden: Broll – Schröter (74. Aidonis), Sollbauer, Knipping, Löwe (60. Akoto) – Stark, Herrmann, Kade (46. Mörschel) – Königsdörffer (71. Hosiner), Daferner, Borello (46. Vlachodimos).
  • Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
  • Tore: 1:0 Reis (5.), 1:1 Knipping (68.).
  • Gelbe Karten: Wintzheimer, Rohr, Leibold, Kaufmann – Daferner, Herrmann
  • Zuschauer: 17.100 (ausverkauft)
  • Torschüsse: 18:7
  • Ecken: 8:3
  • Ballbesitz: 61:39 %
  • Zweikämpfe: 117:99

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