HSV-Talent

Wechselt Onana nach Rennes? Warum ein Transfer möglich ist

| Lesedauer: 3 Minuten
Ein Herz, aber für wen? Amadou Onana könnte den HSV in diesem Sommer verlassen. Wechselt er zu Stade Rennes?

Ein Herz, aber für wen? Amadou Onana könnte den HSV in diesem Sommer verlassen. Wechselt er zu Stade Rennes?

Foto: Witters

Der HSV will Onana zu Geld machen. An Interessenten mangelt es nicht. Rennes könnte sich auch die aufgerufenen Ablöse leisten.

Hamburg. Bringt ein Wechsel von Amadou Onana (19) den erhofften Millionenerlös für den HSV? Laut französischen Medienberichten soll Stade Rennes das Werben um den belgischen U-21-Nationalspieler intensiviert haben. Demnach wolle der Tabellensechste der abgelaufenen Ligue-1-Saison den belgischen Nationalspieler Jérémy Doku (19) als Vermittler einsetzen. Rennes' Rechtsaußen kennt Onana noch aus der belgischen U-17-Auswahl – ein Vorteil im Transferpoker um das HSV-Talent?

HSV: Warum ein Onana-Wechsel nach Rennes möglich ist

Onana, der seit Jahren von seiner Schwester Melissa beraten wird, ist neben Eigengewächs Josha Vagnoman (20) der einzige Spieler des aktuellen Kaders, der bei einem Abgang eine nennenswerte Ablöse brächte. Während sich bei Vagnoman ein Verbleib andeutet, gilt beim HSV – wie berichtet – ein Verkauf Onanas als wahrscheinlicher. Das Preisschild, das die Club-Verantwortlichen ihrem Youngster umgehängt haben, beträgt acht bis zehn Millionen Euro.

Mehr zum Thema:

Eine Summe, die bislang als schwer zu realisieren galt. Doch für Rennes dürfte die Finanzierung eines solchen Transfers bald kein Problem mehr sein. Denn der Club, der an der Europa Conference League teilnimmt, steht seinerseits vor einem Verkauf seines Toptalents Eduardo Camavinga (18).

Nach Abendblatt-Informationen ist an den Gerüchten an einem Onana-Wechsel nach Rennes allerdings nichts dran. Es gibt zwar Anfragen aus Frankreich, Rennes gehört aber (noch) nicht dazu. Stattdessen will Onana zum französischen Meister OSC Lille wechseln, doch die Ablöse ist noch der Knackpunkt.

HSV: Onana-Transfer nach Rennes hängt an Camavinga

Camavinga fühlt sich wie Onana im Zentrum am wohlsten. Mit seinen Leistungen hat das französische Mittelfeld-Juwel Interesse zahlreicher europäischer Topclubs auf sich gezogen. Neben Paris St. Germain, Real Madrid und Manchester United – um nur ein paar der ganz großen Wettbewerber zu nennen – soll sich auch der FC Bayern mit einem Transfer beschäftigen.

Nannte Rennes Präsident Nicolas Holveck vor zwei Monaten noch den 28. Juni als spätestmöglichen Zeitpunkt für einen Abgang seines Toptalents, ruderte er inzwischen wieder zurück. „Eine unserer Prioritäten ist es, den Kader zu verkleinern. Es laufen immer noch Gespräche, alles ist offen, sowohl ein Abschied in diesem Transferfenster – sofern ein passendes Angebot kommt – als auch eine Vertragsverlängerung“, sagte Holveck dem französischen Hörfunksender RMC.

Lesen Sie auch:

HSV: Onana-Wechsel erst Ende August?

Camavingas Marktwert wird auf 55 Millionen Euro taxiert. In etwa in dieser Größenordnung dürfte auch ein Wechsel in diesem Sommer zustande kommen. Viel Geld, das Rennes wiederum in die Verpflichtung Onanas investieren könnte.

Doch der Poker könnte sich noch bis weit in den August hinein hinziehen – sowohl bei Camavinga als auch bei Onana.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV