Corona-Pandemie

Riskante Einsätze: HSV-Spieler erwartet Inzidenz von 677

| Lesedauer: 2 Minuten
Die HSV-Profis Klaus Gjasula (l.) und Amadou Onana sind mit ihren Nationalmannschaften auf Reisen.

Die HSV-Profis Klaus Gjasula (l.) und Amadou Onana sind mit ihren Nationalmannschaften auf Reisen.

Foto: Imago / Picture Point LE

Vier HSV-Profis sind mit ihren Nationen auf Reisen. Die Sorge vor einer Corona-Infektion bleibt. Müssen sie in Quarantäne?

Hamburg. Nach Stephan Ambrosius und Josha Vagnoman (U21) wird der HSV in der anstehenden Länderspielpause zwei weitere Profis abstellen. Wie am heutigen Sonntag bekannt und vom Club bestätigt wurde, sind auch Klaus Gjasula (Albanien) und Amadou Onana (U21 Belgiens) von ihren Nationen berufen worden.

Beide Nominierungen sind durchaus überraschend: Für Onana ist es die erste Berufung für den belgischen U-21-Nachwuchs. Gjasula wiederum hat seit seinem kurz vor dem Jahreswechsel erlittenen Innenbandriss im Knie erst eine Minute bei den HSV-Profis gespielt – beim 2:0-Sieg vor einer Woche in Bochum. Doch nennenswerte Wettkampfpraxis scheint für den albanischen Nationaltrainer Edoardo Reja offensichtlich kein Kriterium für eine Nominierung zu sein.

HSV-Profi erwartet Corona-Inzidenz von 677

Und so sind in der kommenden Woche gleich vier Profis auf Reisen, während in ganz Europa die Infektionsfälle mit dem Coronavirus steigen.

  • Bei der U-21-EM in Ungarn und Slowenien erwarten Ambrosius und Vagnoman nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts beispielsweise eine 552er- (Ungarn) beziehungsweise 272er-Inzidenz (Slowenien), welche die Anzahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt.
  • Da sich die belgische U-21-Nationalmannschaft nicht für die EM qualifiziert hat, steht für Onana in der Heimat bei einer 195er-Inzidenz ein Freundschaftsspiel gegen den belgischen Zweitligisten KVC Westerlo an.
  • Gjasula spielt mit Albanien (129er-Inzidenz) in der WM-Qualifikation zunächst zu Hause gegen England (28. März) und drei Tage später in San Marino bei einer Corona-Inzidenz von 677. Ein immens hoher Wert nach Ansicht der Virologen.

In Quarantäne müsste übrigens keiner der vier HSV-Profis nach der Rückkehr von der Nationalmannschaft. Die Sorge vor einer Ansteckung mit Covid-19 reist dennoch mit.

Lesen Sie auch:

( wal/hja )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV