Machtkampf

Katja Kraus lässt eine Rückkehr zum HSV offen

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Katja Kraus (Archiv) saß von 2003 bis 2011 schon einmal im HSV-Vorstand.

Katja Kraus (Archiv) saß von 2003 bis 2011 schon einmal im HSV-Vorstand.

Foto: Witters

Das 50 Jahre alte ehemalige Vorstandsmitglied äußert sich zu Berichten über ein mögliches Comeback in den Führungsgremien.

Hamburg. Das frühere Vorstandsmitglied Katja Kraus hat eine mögliche Rückkehr in die Führungsgremien des HSV offengelassen.

„Ich hatte wunderschöne Jahre beim HSV und einiges hoffentlich verändert in dieser Zeit. Dafür bin ich sehr dankbar, dass ich die hatte“, sagte die einstige Fußball-Nationaltorhüterin am Sonntagabend im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens. „Aber das ist lange her, und in den vergangenen zehn Jahren habe ich aus Respekt vor den handelnden Personen nie über den HSV gesprochen.“

Mehr ließ sich die geschäftsführende Gesellschafterin der Hamburger Sportmarketingagentur Jung von Matt nicht entlocken. Die 50-Jährige war von 2003 bis 2011 Vorstandsmitglied beim HSV. Das Abendblatt hatte bereits in der vergangenen Woche über eine mögliche Rückkehr von Kraus berichtet. Auf Anfrage hatte sich Kraus aber nicht zu dem Thema äußern wollen.

HSV: Kraus-Intimus Hoffmann dementiert

Seit einigen Tagen wird in der Öffentlichkeit außerdem spekuliert, ob mit Kraus' ehemaligem Wegbegleiter Bernd Hoffmann eine weitere Führungsperson zum HSV zurückkehren könnte. Der Ex-Vorsitzende hatte das kürzlich dementiert. „Ich werde auch in Zukunft dem HSV verbunden bleiben, stehe aber für eine Vorstandsaufgabe innerhalb der HSV Fußball AG nicht mehr zur Verfügung“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

Hintergrund der Spekulationen sind Streitigkeiten im Präsidium des über 30 Sparten umfassenden Gesamtvereins HSV e.V. Zwischen Präsident Marcell Jansen und seinen Stellvertretern Moritz Schaefer und Thomas Schulz besteht Uneinigkeit über die Aufstellung von zwei Nachrückern für den Aufsichtsrat der ausgegliederten Profifußballabteilung sowie die grundsätzliche Ausrichtung der Aktiengesellschaft.

HSV-Mitglieder erhalten Einladung zur MGV

Am Sonnabend hatte sich Vize Schaefer im Machtkampf des Präsidiums erneut zu Wort gemeldet und seinen Wunsch nach Veränderungen im Aufsichtsrat der HSV AG bekräftigt. „Wir haben längst überfällige Governance-Richtlinien für die Besetzung des Aufsichtsrats erarbeitet“, schrieb Schaefer bei Facebook.

Namen der Kandidaten nannte er nicht. Unter anderem soll es sich um Ex-Kon­trollchef Max Köttgen, Rechtsanwältin Katrin Sattelmair und Ex-Capo Henrik Köncke handeln.

Am Dienstag sollen die Mitglieder nun zur außerordentlichen, digitalen Mitgliederversammlung eingeladen werden, die Anfang März stattfindet.

( dpa/HA )

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