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Jansen gegen Schulz: Entscheidung im Machtkampf naht

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Thomas Schulz (v. l.), Marcell Jansen und Moritz Schaefer

Thomas Schulz (v. l.), Marcell Jansen und Moritz Schaefer

Foto: Witters

Das HSV-Präsidium will in Kürze zur außerordentlichen Mitgliederversammlung einladen. Die Abstimmung erfolgt in spätestens fünf Wochen.

Hamburg. So friedlich ging es im Präsidium des HSV e. V. lange nicht zu. Konstruktiv sollen sich Marcell Jansen und seine Vizepräsidenten Thomas Schulz und Moritz Schaefer am Donnerstagabend über die außerordentliche Mitgliederversammlung verständigt haben.

Nachdem der Ehrenrat des Vereins in der vergangenen Woche einen Abwahlantrag gegen Schulz gestellt hatte, sollen nun die Mitglieder im ersten Schritt darüber entscheiden, wie es in dem zerstrittenen Präsidium mit Jansen auf der einen sowie Schulz und Schaefer auf der anderen Seite weitergeht.

HSV-Abstimmung in fünf Wochen geplant

Am Donnerstag sollen sich die drei in einer Sitzung darüber verständigt haben, wie die digitale Mitgliederversammlung durchgeführt werden kann. Aktuell werden noch Einzelheiten geprüft. In Kürze sollen dann die Mitglieder eingeladen werden. Spätestens in fünf Wochen wird es dann zur Abstimmung kommen.

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Offiziell äußern will sich derzeit keines der Präsidiumsmitglieder. Präsident Marcell Jansen war vor zweieinhalb Wochen in die Offensive gegangen und hatte erstmals öffentlich über den Streit innerhalb des Gremiums gesprochen. Schulz und Schaefer reagierten daraufhin jeweils mit einem Facebook-Post, deuteten darin aber nur ihren Wunsch nach grundsätzlichen Veränderungen an (Schaefer) beziehungsweise wiesen die Vorwürfe des Ehrenrats zurück (Schulz).

Ehrenrat wirft Schulz vor, eigene Ziele zu verfolgen

Der Ehrenrat hatte zuvor ermittelt und Schulz vorgeworfen, Entscheidungen innerhalb des Präsidiums nicht zum Wohle des HSV zu treffen, sondern eigene Ziele zu verfolgen. Was genau gemeint ist, werden die Mitglieder spätestens auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung erfahren. Dann will auch Schulz ausführlich zu den Vorwürfen Stellung nehmen und seine Sicht erklären. Einen Rücktritt lehnte er ab.

Nach wie vor geht es in diesem Richtungsstreit vordergründig um die Besetzung von zwei offenen Posten im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG. Verständigen konnten sich die Mitglieder des zuständigen Präsidiums bislang nur auf die Adidas-Aufsichtsrätin Kathrin Menges. Diskussionen gab es dagegen um den von Jansen vorgeschlagenen Berenberg-Sprecher Hans-Walter Peters. Die beiden waren die einzigen von sechs Kandidaten, die es durch die Prüfung des Beirats geschafft hatten.

Spekulationen zu Suche nach HSV-Aufsichtsratskandidaten

Aktuell machen immer wieder Spekulationen die Runde, wonach Schulz und Schaefer weitere Aufsichtsratskandidaten suchen, die vor allem dem früheren Vorstandschef Bernd Hoffmann nahestehen. Äußern will sich dazu aber niemand. Die Zeit naht, dass die Fakten endlich auch benannt werden.

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