HSV-News

Stadtderby terminiert – Verleih von Amaechi geplatzt?

Thioune will die HSV-Serie gegen Nürnberg ausbauen

Daniel Thioune erklärt den Hauptgrund für die aktuelle HSV-Erfolgsserie und beschreibt, was er vom Gegner Nürnberg erwartet.

Beschreibung anzeigen

Horst Hrubesch legt beim Nachwuchs den Finger in die Wunde. Wechselt Hinterseer nach Belgien? Und: Onana fällt aus.

Die HSV-News am Donnerstag, den 7. Januar 2021:

Die aktuellen HSV-News lesen Sie hier

Stadtderby HSV beim FC St. Pauli am Montag

Das Rückspiel des Stadtderbys zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV findet an einem Montag statt. Die Partie wird am 1. März um 20.30 Uhr ohne Zuschauer im Millerntor-Stadion ausgetragen (Hinspiel: 1:1). Das ergab die termingenaue Ansetzung der DFL für die Spieltage 19 bis 23.

Die nun angesetzten Spieltage:

  • 19. Spieltag: HSV – Paderborn, 30. Januar (Sa. 13 Uhr).
  • 20. Spieltag: Aue – HSV, 5. Februar (Fr. 18.30 Uhr)
  • 21. Spieltag: HSV – Fürth, 13. Februar (Sa. 13 Uhr)
  • 22. Spieltag: Würzburg – HSV, 21. Februar (So. 13.30 Uhr)
  • 23. Spieltag: St. Pauli – HSV, 1. März (Mo. 20.30 Uhr)

Doch kein Verleih? Amaechi muss in Quarantäne

HSV-Talent Xavier Amaechi befindet sich seit Weihnachten in seiner Heimat in Großbritannien, wohin er nach eigenem Wunsch und dem des HSV verliehen werden soll. Doch dieses Bestreben hat sich zunächst einmal zerschlagen. Der 20-Jährige kehrt nun vorerst von der Insel zurück und muss sich gemäß der Corona-Regeln in Quarantäne begeben. Sollte ein Covid-19-Test nach fünf Tagen negativ sein, darf er diese verlassen und wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. Zuerst hatte die „Mopo" darüber berichtet. Das Ziel bleibt es aber, Amaechi in dieser Wintertransferperiode zu verleihen.

Hrubesch legt beim Nachwuchs den Finger in die Wunde

Der mäßige Ertrag der Nachwuchsarbeit beim HSV ist seit Jahren ein Thema. Viele hoffnungsvolle Talente haben den Club mangels Perspektive für wenig Geld verlassen, um woanders durchzustarten. Das ist auch Horst Hrubesch nicht entgangen, weshalb die Club-Ikone nun den Finger in die Wunde gelegt hat. „Beim Übergang vom Nachwuchs zu den Profis ist in diesem Verein über die Jahre einiges schiefgelaufen", kritisierte der Nachwuchschef in einem Interview auf der Webseite des DFB, für den er 20 Jahre lang tätig war. „Man hat hier Top-Spieler gehabt – von Änis Ben-Hatira über Eric Maxim Choupo-Moting bis hin zu Jonathan Tah. Aber es ist nicht gelungen, diese Spieler an den Verein zu binden."

Unter Hrubesch, der seit Juli 2020 am HSV-Campus soll sich dieser schier endlose Negativkreislauf nun ändern. „Wir möchten dem eigenen Nachwuchs die Möglichkeit bieten, hier lange zu spielen." Damit dies gelingen kann, verfolgt der 69-Jährige einen speziellen Aufstiegsplan für die U21, die aktuell in der Regionalliga antritt. „Vielleicht wäre es auch interessant, die zweite Mannschaft langfristig in die 3. Liga zu bringen und dadurch einen noch besseren Übergang zu haben.“ Denn dann sei der Schritt zur ersten Mannschaft nicht mehr so groß, wie das Beispiel FC Bayern zeige.

Die Münchner sind in der vergangenen Saison Drittligameister geworden. Mit den Talenten Jamal Musiala (17) und Chris Richards (20) kommen zwei Youngster in dieser Spielzeit regelmäßig bei den Profis zum Einsatz.

Hinterseer von Belgien-Club umworben

Verlässt Lukas Hinterseer den HSV schon in diesem Winter? Der Stürmer (Vertrag bis zum Sommer) hat keine Perspektive mehr in Hamburg. Unter Trainer Daniel Thioune kam er in dieser Saison erst 29 Minuten zum Einsatz. Was dem HSV-Coach missfällt, ist, dass Hinterseer sich im Training nicht aufdrängt, nicht um seinen Platz im Team kämpft. Weil auch der Österreicher weiß, dass in Hamburg nur noch sein Gehalt stimmt, sondiert sein Management den Markt.

Wie die „Mopo" berichtet, soll es mit dem belgischen Erstligisten KV Mechelen bereits einen konkreten Interessenten geben. Allerdings soll der Tabellen-13. knapp bei Kasse sein und darauf spekulieren, dass der HSV Hinterseer sowohl ablösefrei ziehen lässt, als auch Teile seines Gehalts übernimmt. Fraglich, ob sich die Hanseaten darauf einlassen.

Lesen Sie auch:

Onana fällt gegen Nürnberg aus

Die Zeit bis zum Nürnberg-Spiel am kommenden Sonnabend reicht nicht aus für Amadou Onana (Adduktorenprobleme), um fit zu werden. Das 19 Jahre alte Mittelfeldtalent fehlte auch am Donnerstag beim Training des HSV. Damit steht fest: Der Sechser fällt für die Partie beim Club aus. Trainer Daniel Thioune hatte bereits am Mittwoch nicht mehr mit einem Einsatz von Onana gerechnet und eine Teilnahme am heutigen Donnerstagstraining als einzige Chance für eine Kadernominierung bezeichnet. Doch dafür reichte die Zeit nicht.

Thioune erklärt die HSV-Erfolgsserie

Auf fünf Siege zum Start folgten fünf sieglose Spiele, ehe die aktuelle (dritte) Serie von vier Erfolgen gestartet wurde. Keine Frage, der HSV ist so etwas wie der Serientäter der Liga. „Wir haben in den jüngsten Spielen die individuellen Fehler abgestellt, die uns vorher öfter unterlaufen sind", nennt Trainer Thioune den Hauptgrund für den momentanen Höhenflug. „Im Moment machen wir vieles gut. Es ist ein Entwicklungsprozess, den wir jetzt fortführen müssen.“

Und weiter: „Wichtig wird sein, dass wir die Balance der vergangenen Wochen hinbekommen, hart zu arbeiten und Spaß am Spielgerät zu haben. Wir müssen in einigen Situationen dominanter und konstanter sein und die Intensität hochhalten."

Was HSV-Coach Thioune von Nürnberg erwartet

Geht es nach der Ansicht des HSV-Coaches darf die Erfolgsserie gerne weiter ausgebaut werden, also auch am Sonnabend gegen den 1. FC Nürnberg (13 Uhr/Sky und im Abendblatt-Liveticker). Was aber erwartet Thioune für ein Spiel? „Ich glaube, dass die Nürnberger – wenn sie ihr Maximum abrufen können – in der Lage sind, jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen“, sagte der 46-Jährige. Die Qualität der einzelnen Akteure sei besser als der aktuelle elfte Tabellenplatz dies vermuten lasse. Es werden – Achtung, Floskel! – ein schwieriges Spiel.

Wie geht es eigentlich Lasogga?

Der ehemalige HSV-Torjäger Pierre Michel Lasogga hat über seine Zukunft in Katar noch nicht entschieden. „Grundsätzlich bin ich für alles offen, aber ich besitze hier noch einen laufenden Vertrag bis 2022, danach muss man sehen, was passiert“, sagte der 29-Jährige bei Sky. Wenn sich noch mal gute Möglichkeiten in Europa anböten, „bin ich sicherlich dafür aufgeschlossen“. Er würde es „den Leuten gerne zeigen, noch einmal zurückzukommen.“

Nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg des HSV 2019 war der Mittelstürmer zum katarischen Erstligisten Al-Arabi gewechselt. In seiner ersten Saison hatte er sieben Tore erzielt, zuletzt warf ihn eine Fußverletzung zurück, nun will er aber wieder angreifen. „Es ist im Moment sicherlich nicht die beste Situation“, sagte er. Dennoch bereut er den Wechsel in das umstrittene Gastgeberland der WM 2022 nicht. „Das war absolut der richtige Schritt, unabhängig vom Sport fühlen wir uns als Familie hier pudelwohl.“

Er vermisse aber auch Deutschland, wo er „leider Gottes“ schon längere Zeit nicht mehr gewesen sei. Seinen ehemaligen Verein HSV verfolge er weiter. „Hoffentlich schaffen sie dieses Jahr endlich den Aufstieg, dieser Club gehört einfach in die Bundesliga“, meinte er. „Trotzdem ist es nach den vielen turbulenten Jahren auch ganz gut, ein bisschen Abstand dazu gewonnen zu haben.“

Wichtige HSV-Themen im Überblick