HSV-News

Zwei Stammspieler fallen aus – reagiert HSV mit Transfers?

| Lesedauer: 5 Minuten
HSV-Trainer Thioune berichtet über Verletzungsschock

HSV-Trainer Thioune berichtet über Verletzungschock

Das Jahr beginnt nicht optimal für den HSV. Wie im Heimspiel gegen Regensburg dennoch ein Sieg gelingen soll.

Beschreibung anzeigen

Sozialversicherung: Vorwürfe gegen HSV-Präsident Marcell Jansen. Und: Club hofft auf Onana, Fortschritte bei van Drongelen.

Die HSV-News am Freitag, den 1. Januar 2021:

Sozialversicherung: Vorwürfe gegen HSV-Präsident Jansen

In seiner aktuellen Ausgabe geht der "Spiegel" der Frage nach, wie sehr Fußballprofis nach ihren Karrieren von Entschädigungen durch die Sozialversicherungen profitieren. Einer der Protagonisten der Geschichte "Geldsegen für Millionäre" ist HSV-Präsident Marcell Jansen. Dem Bericht zufolge sollen ihm nach einer Schulterverletzung Ansprüche auf Entschädigungen wegen einer Minderheit seiner Erwerbsfähigkeit um 50 Prozent zustehen. Jansen selbst lehnte dem "Spiegel" gegenüber eine Stellungnahme ab. Sein Anwalt habe darauf hingewiesen, dass seine Daten "durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht geschützt" seien.

HSV-Duo Gyamerah und Gjasula fällt aus

Vor dem Jahresauftakt gegen den SSV Jahn Regensburg (Sonntag, 13.30 Uhr/im Liveticker auf abendblatt.de) hat der HSV Verletzungsprobleme zu beklagen. Wie eine MRT-Untersuchung ergab, stehen Mittelfeldspieler Klaus Gjasula (Innenbandriss im Knie) und Rechtsverteidiger Jan Gyamerah (Innenbandverletzung im Sprunggelenk) vorerst nicht zur Verfügung. "Klaus wird einige Wochen ausfallen", sagte Trainer Daniel Thioune, der hofft, dass zumindest Gyamerah nicht allzu lang fehlen wird. "Seine Ausfallzeit wird sicherlich kürzer sein als bei Klaus."

Beide Profis, die zum Stammpersonal beim HSV zählen, haben sich bei Zweikämpfen im Training verletzt. Gjasula gehörte zuletzt viermal in Folge der Startelf an, Gyamerah spielte in neun von 13 Partien von Beginn an. Thioune: "Es sind zwei schwere Ausfälle, die wir aber als Mannschaft auffangen können." So könnte nun Gideon Jung, der eigentlich als Wechselkandidat gilt, plötzlich mehr Einsatzzeit erhalten als zuletzt. Gleiches gilt für David Kinsombi.

Gjasulas erster Vertreter Amadou Onana, der am Donnerstag das Training wegen einer "kleinen Blessur" (Thioune) abbrechen musste, darf ebenfalls auf einen Einsatz im Volksparkstadion hoffen. "Ama kann noch nicht optimal sprinten, aber das wird sich bestimmt bis Sonntag erledigen", sagte der HSV-Coach. Derweil hat Stürmer Lukas Hinterseer seine Erkältung vollständig auskuriert und ist damit zumindest eine Option für den Kader.

Reagiert der HSV mit Transfer auf Gjasula-Ausfall?

Der langfristige Ausfall von Klaus Gjasula könnte nicht nur intern aufgefangen werden. Möglicherweise wird der HSV auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv. "Jeder, der uns qualitativ besser macht und der uns unseren Zielen näherbringt, ist willkommen", gab Trainer Daniel Thioune preis, reichte die Frage nach Neuzugängen aber zugleich an Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel weiter: "Damit müssen sich die Verantwortlichen im sportlichen Bereich auseinandersetzen."

Van Drongelen macht weiter Fortschritte

Gute Fortschritte macht Abwehrspieler Rick van Drongelen, der nach seiner Kreuzbandoperation vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining steht. Der 22 Jahre alte Niederländer soll im Laufe der Spielzeit sein Comeback bei den Hanseaten geben und könnte im Kampf um die Rückkehr ins Oberhaus ein weiterer Trumpf für den HSV sein.

"Wir müssen geduldig sein und eine Balance finden", kündigte Daniel Thioune an. "Er hat eine besondere Mentalität, will gerne schnell zurück. Aber vermutlich können wir erst Anfang Februar definieren, wann es für einen Kaderplatz reichen könnte."

Jahn-Kapitän kehrt gegen HSV zurück

Bei Gegner Regensburg ist der Respekt vor dem HSV groß. Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic spricht von einer „brutalen Herausforderung“ beim Gastspiel in Hamburg. Das Team um Toptorjäger Simom Terodde (14 Treffer) besitze Bundesliga-Format. „Sie haben einen Kader, der eigentlich in der Lage ist, jedes Spiel zu gewinnen. Diese Mannschaft gehört eigentlich nicht in diese Liga“, sagte Selimbegovic in der Pressekonferenz vor dem Spiel.

„Trotzdem fahren wir nach Hamburg und wollen versuchen, unsere Chancen zu nutzen“, betonte der 38-Jährige. Der lange verletzte Kapitän Benedikt Gimber steht dem Tabellen-13. wieder zur Verfügung. „Er war fleißig und ist körperlich fit“, berichtete Selimbegovic. Ob Gimber gleich wieder in der Startelf stehen wird, ließ er offen. Er nannte den Defensivakteur aber „ein Sinnbild für unser Spiel“.

Regensburg: Hinten hui, vorne pfui

Ihre Defensivstärke bewiesen die Regensburger zuletzt bei zwei 0:0-Spielen in der Liga und dem Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Nach vorne fehlte es dafür an Durchschlagskraft. Selimbegovic wünscht sich darum „noch mehr Gier und Galligkeit im Spiel nach vorne, so wie gegen den Ball“. Die Spielpause zwischen Weihnachten und Neujahr sei zwar kurz gewesen, „schön war's trotzdem“, sagte der Jahn-Trainer.

In Hamburg erwartet er 90 Minuten Schwerstarbeit: „Auf uns kommt sehr viel Wucht zu.“ Dazu habe der HSV in Terodde einen Angreifer, „der entscheidende Tore macht“. Unvergessen ist beim Jahn allerdings der 5:0-Sieg im September 2018 beim HSV.

HSV-Podcast: Alles außer Fußball, Herr Thioune
( HA )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV