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Einzelkritik: Herausragender Jatta, unsichtbarer Kinsombi

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Stefan Walther und Kai Schiller
Bakery Jatta war der Spieler des Spiels beim HSV-Sieg in Karlsruhe.

Bakery Jatta war der Spieler des Spiels beim HSV-Sieg in Karlsruhe.

Foto: imago / Carmele/tmc-fotografie.de

Leistner lieferte sich packende Zweikämpfe mit KSC-Torjäger Hofmann. Joker Kittel zeigt die richtige Reaktion.

Karlsruhe. Dank seiner Lebensversicherung Simon Terodde hat der HSV seinen Aufwärtstrend unmittelbar vor der Mini-Winterpause der 2. Bundesliga fortgesetzt. Ein spätes Tor des Angreifers in der 82. Minute sicherte dem HSV am Montagabend einen 2:1 (1:1)-Sieg beim Karlsruher SC. Die Einzelkritik der Hamburger:

Ulreich: Muss dringend besser Fußball spielen, wenn er weiterhin so viele Rückpässe erhalten soll.

Vagnoman: Vergaß in der ersten Hälfte offenbar die passenden Schuhe in der Kabine für den schlechtesten Platz der Liga. Rutschte hin und wieder weg, so auch folgenschwer vor dem 1:1.

HSV-Einzelkritik: Leistner träumt von Hofmann

Leistner: Sein Körper dürfte den Aushilfskapitän auch am Dienstag noch an die kernigen Zweikämpfe mit KSC-Koloss Hofmann erinnern. Hatte alle Hände und Beine voll zu tun.

Heyer: Nach einigen fehlerhaften Auftritten wählte er diesmal Sicherheitspässe im Aufbau. Läuft momentan seiner Form hinterher.

Gyamerah: Rückte kurzfristig für Kapitän Leibold in die Mannschaft. Brannte mit Vordermann Jatta ein Feuerwerk ab.

Gjasula (bis 75.): Der Mann mit dem Carbon-Helm schüttelte den Schlag auf seine gebrochene Nase ab, als wäre er der Mann mit der eisernen Maske.

Onana: (ab 75.): Sorgte für Stabilität.

Narey (bis 75.): Seine Standards werden immer besser. Jetzt muss er noch an seinen Kopfbällen arbeiten.

HSV: Kittel zeigt Reaktion, Kinsombi unsichtbar

Kittel (ab 75.): Zeigte mit seiner ersten Torvorlage die richtige Reaktion auf den Platzverweis gegen Hannover (0:1).

Kinsombi (bis 88.): Gab seine Startelfpremiere nach einem starken Auftritt gegen Sandhausen. Rechtfertigte dieses Vertrauen aber nicht. Unsichtbar.

Jung (ab 88.): Verteidigte mit.

Dudziak (bis 90.+2): Hätte früh für einen ruhigen Abend sorgen können. Tat er aber nicht.

Wood (ab 90.+2): Jubelte mit.

Jatta: Sein einziges Problem war, dass er vor leerer Kulisse spielen musste. Hätte nach den Pfiffen in der vergangenen Saison stehende Ovationen von jedem einzelnen KSC-Fan verdient gehabt. Ein herausragender Auftritt.

Terodde: Als es nach einem menschlichen Abend der personifizierten Tormaschine aussah, schlug er phänomenal zu.

Die Statistik:

  • HSV: Ulreich – Vagnoman, Leistner (C), Heyer, Gyamerah – Gjasula (74. Onana) – Narey (74. Kittel), Kinsombi (88. Jung), Dudziak (90.+1 Wood), Jatta – Terodde. Trainer: Daniel Thioune.
  • KSC: Gersbeck – Thiede, Bormuth (86. Gueye), Kobald, Heise – Wanitzek, Gondorf – Goller, Lorenz (79. Carlson) – Hofmann, Batmaz (76. Fröde). Trainer: Christian Eichner.
  • Schiedsrichter: Christof Günsch (Marburg)
  • Tor: 0:1 Jatta (3.), 1:1 Hofmann (14.), 1:2 Terodde (82.)
  • Gelb-Rot: Heise wegen Foulspiels (77.)
  • Gelbe Karten: Wanitzek (4) – Terodde (2), Kinsombi
  • Torschüsse: 12:17
  • Ecken: 5:7
  • Ballbesitz: 46:54 Prozent

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