Albanischer Nationalspieler

Warum HSV-Neuzugang Gjasula auf Länderspiele verzichtet

Neuzugang Klaus Gjasula soll den HSV im Mittelfeldzentrum stabilisieren. In Paderborn (4:3) blieb er diesen Beweis schuldig, nun soll er in Hamburg an seinem körperlichen Zustand arbeiten.

Neuzugang Klaus Gjasula soll den HSV im Mittelfeldzentrum stabilisieren. In Paderborn (4:3) blieb er diesen Beweis schuldig, nun soll er in Hamburg an seinem körperlichen Zustand arbeiten.

Foto: Witters

Klaus Gjasula bleibt in Hamburg: Der albanische Nationaltrainer Edoardo Reja kommt dem Wunsch des HSV nach.

Hamburg. Um an seiner körperlichen Fitness zu arbeiten, verzichtet HSV-Neuzugang Klaus Gjasula auf seine Länderspielreise. Eigentlich sollte der 30-Jährige am Montag zur Nationalmannschaft reisen. Schon am Mittwoch steht für Albanien das erste von drei Länderspielen in Armenien auf dem Programm. Am Sonntag geht es weiter mit dem Nations-League-Spiel in Kasachstan. Und wiederum drei Tage später geht es im selben Wettbewerb nach Litauen.

Gleich die ersten beiden Länder sind aktuell als Corona-Risikogebiete eingestuft. Für Gjasula und den HSV gab es daher am Montag gute Nachrichten: Der Mittelfeldspieler darf in Hamburg bleiben. In einem persönlichen Gespräch mit Nationaltrainer Edoardo­ Reja bat Gjasula darum, auf die Reisen zu verzichten. Diesem Wunsch kam Reja nach. Auch der albanische Verband stellte sich nicht mehr quer. „Infektionsrisiken und eine mögliche Quarantäneanordnung haben „Gjasu“ zu der Entscheidung bewogen“, teilte der HSV mit.

Gjasula soll beim HSV an seiner Fitness arbeiten

Erst vor vier Wochen musste Gjasula in zwei Risikogebiete reisen. Zunächst nach Weißrussland, dann in sein Heimatland Albanien. Nach seiner Rückkehr zum HSV wirkte der 30-Jährige müde, patzte zuletzt beim 4:3-Sieg in Paderborn zweimal schwer. Nun will Gjasula sich in Hamburg in eine gute körperliche Verfassung bringen. Zudem kann er sich um seine schwangere Frau Ina kümmern.

Während Gjasula am Donnerstag mit dem HSV gegen den dänischen Zweitligisten FC Frederica spielt, sind Manuel Wintzheimer und Stephan Am­brosius bereits am Sonntag ins Quartier der deutschen U-21-Nationalmannschaft gereist. Sie werden am Freitag in Chisinau das EM-Qualifikationsspiel in der Republik Moldau bestreiten. Auch das ist ein Corona-Risikogebiet.

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HSV-Youngster Amaechi kooperiert mit Jay-Z

Ebenfalls unterwegs ist Xavier Amaechi. Der 19-Jährige war auch ein Kandidat für ein Leihgeschäft, doch daraus wurde nichts. Amaechi, der sich am Montag der Management-Agentur von US-Hip-Hop-Superstar Jay-Z angeschlossen hat, spielt in einer Woche mit der englischen U-20-Auswahl gegen Wales­. Bevor die Nationalspieler Mitte nächster Woche beim HSV ankommen, müssen sie einen Corona-Test machen.

Der HSV geht kein Risiko ein und wird seine Spieler nach der Rückkehr von den Länderspielen nicht zu früh wieder mit den Kollegen trainieren lassen. Insbesondere nach dem Spielausfall am vergangenen Wochenende, als es beim FC Erzgebirge Aue zunächst zwei positive Corona-Fälle gab und die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Partie beim HSV offiziell absagte.

Die Nachtests, die am Sonntag nach der Rückkehr nach Aue durchgeführt wurden, fielen nun allerdings negativ aus. Noch in dieser Woche will die DFL mitteilen, wann die Partie im Volksparkstadion nachgeholt wird.