Corona-Sorgen

HSV droht Geisterspiel im Volksparkstadion gegen Aue

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Kai Schiller und Stefan Walther
Einer der 1000 Zuschauer beim HSV-Auftakt gegen Düsseldorf feuert seinen Verein an. Gegen Aue droht den Hamburgern nun wieder ein Geisterspiel.

Einer der 1000 Zuschauer beim HSV-Auftakt gegen Düsseldorf feuert seinen Verein an. Gegen Aue droht den Hamburgern nun wieder ein Geisterspiel.

Foto: Witters

Der HSV will im Heimspiel gegen Aue wieder vor 4500 Zuschauern spielen. Macht Corona einen Strich durch die Rechnung?

Hamburg.  Die Freude war groß, als der HSV vor fünf Tagen bekannt gegeben hatte, dass der Club beim Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr) immerhin wieder 4500 Zuschauer im Volksparkstadion zulassen könnte. Das zuständige Gesundheitsamt Altona und der HSV hatten sich nach 1000 Zuschauern im Eröffnungsspiel gegen Fortuna Düsseldorf darauf verständigt, eine schrittweise Anhebung der zugelassenen Kapazität vorzunehmen.

HSV zittert um Fans: Corona-Zahlen steigen

Ob dieser Plan auch am kommenden Sonntag so in die Tat umgesetzt werden kann, scheint seit diesem Dienstag fraglicher denn je. So ist der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz von Montag auf Dienstag in Hamburg von 28,9 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner auf 30,3 und damit um 1,4 gestiegen. Zur Erinnerung: Bei einem Überschreiten von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner müsste der HSV in einem leeren Stadion spielen.

Da bereits seit vergangenem Freitag das Infektionsgeschehen in Hamburg exponentiell steigt, gilt es derzeit als äußerst wahrscheinlich, dass bis zum Spitzenspiel des HSV gegen Aue der genehmigte Wert von 35 überstiegen wird. In den vergangenen Tagen hatte sich die Anzahl der Neuinfektionen von Hamburgern bei mehr als 80 eingependelt.

HSV und Zuschauer: Bangen bis zum Anpfiff

Der HSV und seine Fans, die bis Montag im Losverfahren die Möglichkeit zum Erwerb zweier Eintrittskarten erhalten hatten, müssen sich auf eine kurzfristige Entscheidung gefasst machen. So wurde beim Eröffnungsspiel der Bundesliga zwischen Bayern und Schalke erst am Spieltag den Zuschauern abgesagt, nachdem der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz erst über Nacht auf mehr als 35 geklettert war.

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Ähnlich lief es auch in Köln und bei Schalke ab, obwohl im Hygienekonzept der DFL der Montag vor dem Spieltag als Stichtag vorgesehen ist. Das sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel allerdings anders. Sie hatte am Dienstag die Corona-Prioritäten noch einmal betont: „Die Wirtschaft am Laufen halten, Schulen und Kitas offen halten – Fußball ist dabei erst einmal sekundär.“

Fans des HSV müssen sich also auf eine Entscheidung zum Ende der Woche gefasst machen. Bereits an diesem Mittwoch wissen die Spieler vom HSV Bescheid – über ihre Testergebnisse vom Vortag. Besonders Sonny Kittel, der sich derzeit in seiner Wohnung in Altona in Quarantäne befindet, weiß dann, ob er wieder mittrainieren darf.

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