HSV-News

Früherer HSV-Profi Vasilije Janjicic an Krebs erkrankt

Der frühere HSV-Spieler Vasilije Janjicic (21) ist an Krebs erkrankt. Das gab sein Club FC Zürich am Mittwoch bekannt.

Der frühere HSV-Spieler Vasilije Janjicic (21) ist an Krebs erkrankt. Das gab sein Club FC Zürich am Mittwoch bekannt.

Foto: Andreas Gora/dpa

"Kung-Fu-Daniel": HSV-Trainer Thioune wird Internet-Meme. Terodde hat Probleme. HSV pokert um Rohr. Hunt liebäugelt mit Ausland.

Die HSV-News am Mittwoch, den 2. September 2020:

Ex-HSVer Vasilije Janjicic hat Krebs

Der frühere HSV-Spieler Vasilije Janjicic (21) ist an Krebs erkrankt. Das gab sein Club FC Zürich am Mittwoch bekannt. Der Schweizer Mittelfeldspieler sei seit der Diagnose Anfang Juli in „intensiver Behandlung“. Nähere Angaben machte der Verein nicht.

„Bisher zeige ich gute Fortschritte in der Therapie. Ich glaube fest daran, den Kampf gegen den Krebs zu gewinnen, und werde alles daransetzen, wieder mit meinen Mannschaftskollegen auf dem Platz zu stehen“, sagte Janjicic.

Janjicic spielte früher in der Juniorenmannschaft des FC Zürich, war dann zum HSV gewechselt und kehrte August 2019 nach Zürich zurück. Für den HSV absolvierte Janjicic von 2017 bis 2019 insgesamt 38 Pflichtspiele.

FCZ-Präsident Ancillo Canepa kündigte „vollumfängliche Unterstützung“ für Janjicic an. Und auch der HSV wünschte seinem ehemaligen Profi eine "schnelle Genesung": "Bleib stark, Vasi!", twitterten die Hamburger.

Wieder Oberschenkel: HSV-Kleinfeldturnier ohne Terodde

Rückschlag für Simon Terodde: Der neu verpflichtete Topstürmer des HSV konnte am Mittwochnachmittag nicht am Kleinfeldturnier auf dem Trainingsplatz teilnehmen. Grund: Terodde (32) hat erneut Probleme mit dem Oberschenkel.

Schon die letzte Einheit beim Trainingslager vergangene Woche in Bad Häring (Österreich) hatte Terodde wegen Oberschenkelproblemen abbrechen müssen.

„Kung-Fu-Daniel“: HSV-Trainer Thioune wird Internet-Meme

Man hat wahrlich schon viele HSV-Trainer erlebt – aber nicht so: Daniel Thioune weckte bei der Einheit am Mittwochvormittag den ehemaligen Spieler in sich. Gegen Gideon Jung packte er die Grätsche aus. Aber es kam noch besser: Wie ein Kung-Fu-Kämpfer sprang Thioune mit ausgestrecktem Bein vor dem verdutzten Jonas David Richtung Ball.

Fotografin Valeria Witters hielt den Moment für die Nachwelt fest. Und der HSV forderte seine Follower bei Twitter dazu auf, mit dem Motiv ein bisschen zu spielen.

Die Photoshop-versierten Fans ließen sich nicht lange bitten. Nutzer "Baka" erkannte Parallelen zum legendären Tritt von Werder-Torhüter Tim Wiese gegen HSV-Stürmer Ivica Olic.

Nutzer Timo Schwarz verlegte die Szene ans Millerntor-Stadion, wo sich im vergangenen Jahr HSV-Torwart Tom Mickel nach dem Derbysieg mit einem Tritt gegen die Eckfahne unbeliebt machte – wobei 2011 der damalige St.-Pauli-Torwart Benedikt Pliquett im Volksparkstadion mit dem Ritual angefangen hatte.

Gleich mehrere Nutzer nahmen Anleihe bei der Attacke des früheren HSV-Profis Nigel de Jong im WM-Finale 2010 gegen Spaniens Xabi Alonso.

Noch vor dem ersten Pflichtspiel ist Thioune zum Internet-Meme geworden – das hat mancher Startrainer nicht geschafft. Fortsetzung folgt.

HSV-Frauen holen Bundesliga-Urgestein van Bonn

Die HSV-Frauen verzeichnen einen prominenten Zugang: Anne van Bonn, Deutschlands erfahrenste noch aktive Bundesliga-Spielerin, wechselt zu den Hamburgerinnen in die Regionalliga. Das teilte der HSV am Mittwoch mit. Die 34 Jahre alte Abwehrspielerin kommt vom SC Sand und hat 332 Bundesliga-Spiele bestritten. Nur Kerstin Garefrekes, die 2016 ihre Karriere beendete, hat mehr Partien absolviert. Van Bonn gewann mit dem FCR 2001 Duisburg im Jahr 2009 die heutige Champions League (damals Uefa-Cup), holte den DFB-Pokal und war mehrfach Vizemeisterin.

„Da ich in Hamburg in meinen Beruf als Bauingenieurin eingestiegen bin, habe ich für mich die Entscheidung getroffen, den bezahlten Profi-Fußball zu verlassen“, sagte van Bonn. „Ich möchte beim HSV versuchen, der jungen Mannschaft zu helfen und ihnen meine Erfahrungen zu vermitteln, um das angestrebte Ziel, den Aufstieg in die Zweite Bundesliga zu erreichen.“

HSV-Kapitän Hunt liebäugelt mit Wechsel ins Ausland

Der bisherige HSV-Kapitän Aaron Hunt schließt für seine restliche Karriere einen Vereinswechsel innerhalb Deutschlands aus. Der Vertrag des 33-Jährigen endet im Sommer 2021.

„Dann muss man sehen, was der Verein will“, sagte der frühere Nationalspieler im „Sport-Bild“-Interview. Er wolle auf jeden Fall noch ein paar Jahre spielen, so der Mittelfeldspieler weiter, vorstellen könne er sich die Türkei, die USA und Dubai.

HSV-Trainer Thioune packt die Grätsche aus

HSV-Trainer Daniel Thioune hat seine Mannschaft am Mittwoch in zwei Gruppen aufgeteilt. Zunächst kamen um zehn Uhr die Defensivspieler auf den Trainingsplatz, anschließend folgte eine Einheit mit der Offensive. Und dabei war Ex-Profi Thioune in ungewohnter Rolle zu erleben.

Klaus Gjasula und Josha Vagnoman nahmen nicht am Training teil, sie sind rund um das Wochenende für ihre Nationalmannschaften im Einsatz. Jan Gyamerah muss nach seiner Muskelverletzung weiter auf sein Comeback warten. Der rechte Verteidiger arbeitete stattdessen mit Reha-Trainer Sebastian Capel.

Die Routiniers Aaron Hunt, Simon Terodde und Ewerton waren nach muskulären Problemen bereits am Dienstag wieder ins Mannschaftstrainings eingestiegen.

HSV wirbt weiter um Jenas Rohr

Der HSV hat sein Interesse an Innenverteidiger Maximilian Rohr vom Regionalligaclub FC Carl Zeiss Jena noch einmal bestärkt. Nach Informationen der „Ostthüringer Zeitung“ wird hinter den Kulissen um den Transfer gepokert. Rohr würde demnach das Angebot des HSV gern annehmen.

Jena pocht auf eine Ablöse im mittleren sechsstelligen Bereich. Beim Drittliga-Absteiger vermutet man, dass der HSV entgegen eigenem Bekunden Rohr (25) nicht für die zweite Mannschaft einplant, sondern in der 2. Bundesliga einsetzen will – erst recht nachdem die Hamburger am Dienstag die Verpflichtung von St.-Pauli-Routinier Marc Hornschuh für die U21 perfekt gemacht haben. Der HSV hatte aber zunächst nur 100.000 Euro geboten.

Rohr gilt als vielseitig einsetzbar. In der vergangenen Drittliga-Saison war er nicht nur als Innenverteidiger aufgelaufen, sondern auch im defensiven sowie im zentralen Mittelfeld und sogar als Mittelstürmer.

Dutt: HSV sollte Hinterseer halten

Als Lukas Hinterseer im Sommer 2019 vom VfL Bochum zum HSV kam, kam er als Stürmer Nummer eins. Ein Jahr später ist der Österreicher in der Hierarchie auf Position drei abgerutscht – der neue Trainer Daniel Thioune zog ihm zuletzt Neuzugang Simon Terodde und Rückkehrer Manuel Wintzheimer vor. Jetzt steht eine Rückkehr Hinterseers zum VfL im Raum.

Doch Robin Dutt, der Hinterseer (29) erfolgreich in Bochum trainiert hat, glaubt nicht daran, dass Hinterseer kampflos aufgibt. „Lukas ist einer, der sich durchzubeißen weiß. Er wird nicht einfach abhauen“, sagte Dutt der „Bild“-Zeitung: „Er besitzt eine gute Balance zwischen Professionalität und Lockerheit – das wird ihm in dieser Situation helfen. Lukas, der charakterlich einwandfrei ist, wird sich der Konkurrenz in Hamburg stellen.“

Hören Sie hier den HSV-Podcast mit Co-Trainer Hannes Drews

Auch der HSV sei gut beraten, Hinterseer trotz der Verpflichtung von Topstürmer Terodde zu halten. Dutt: „Warum sollen beide Stürmer im Verlauf der Saison nicht ähnlich viel Spielzeit bekommen? Oder sogar mal gemeinsam als Doppelspitze agieren? Vieles ist vorstellbar.“ Hinterseer hatte in Bochum in 65 Pflichtspielen 35 Treffer erzielt, beim HSV sackte seine Quote deutlich ab (31 Spiele, zehn Tore).

Kein Sponsor – HSV muss Media Day verschieben

Der HSV musste den für diesen Donnerstag geplanten Medientag, bei dem sämtliche Mannschafts- und Einzelfotos für die Saison gemacht werden sollten, verschieben. Der Hintergrund: Noch immer fehlt ein neuer Hauptsponsor, dessen Schriftzug aufs Trikot gedruckt werden könnte.

Allerdings bleiben die Verantwortlichen zuversichtlich, dass man rechtzeitig vor dem ersten Pflichtspiel der Saison im Pokal bei Dynamo Dresden am 14. September einen Nachfolger für Emirates präsentieren kann. Die Fluglinie war nach 14 Jahren als Trikotsponsor ausgestiegen.

Dresden plant gegen den HSV mit Zuschauern

Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden möchte im DFB-Pokal-Spiel gegen den HSV am 14. September (18.30 Uhr) erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder Zuschauer ins Stadion lassen. Bereits seit einer Woche liege das Hygienekonzept beim Gesundheitsamt der Stadt vor. „Im Hintergrund haben wir unsere Hausaufgaben erledigt und entsprechende Konzepte erarbeitet, die eine Zuschauer-Rückkehr möglich machen sollten. Konkret werden wir in der Sache kommunizieren, sobald die letzten Details final geklärt werden konnten“, sagte der kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born in einer Presseerklärung.

Daher ist noch offen, wie viele Fans beim Pokalspiel gegen Hamburg dabei sein werden. Es wird mit 5000 bis 8000 gerechnet. Gästefans sind aber nicht zugelassen. Zuletzt hatte Dynamo bereits zu einzelnen Trainingseinheiten die Akademie für eine geringe Zahl von Zuschauern geöffnet.

HSV-Pokalgegner Dynamo kürt neuen Kapitän

Sicher ist, dass die Dresdner Mannschaft gegen den HSV von einem neuen Kapitän aufs Feld geführt wird. Abwehrspieler Sebastian Mai hat das Amt übernommen. Der 26 Jahre alte Neuzugang wurde wie sein Stellvertreter Yannick Stark von Cheftrainer Markus Kauczinski aus dem neuen Mannschaftsrat bestimmt.

„Für mich sind in den vergangenen Wochen ein paar Träume in Erfüllung gegangen, und mein Anspruch ist es nun, dass ich dieser Führungsrolle gerecht und das in mich gesetzte Vertrauen mit Leistung und Engagement zurückzahlen werde“, erklärte Mai in einer Vereinsmitteilung. Der gebürtige Dresdner gehört zusammen mit Stellvertreter Stark, Marco Hartmann, Chris Löwe und Patrick Wiegers dem neuen fünfköpfigen Mannschaftsrat an.

HSV-Idol Uwe Seeler lobt Transferpolitik

Uwe Seeler ist mit den bisherigen Transfers seines HSV hochzufrieden. „Ich habe mich über die letzten Zugänge wie Simon Terodde, Klaus Gjasula und Toni Leistner gefreut. Alles Jungs, die wissen, wie der Hase läuft. Und dann noch alle ablösefrei. Stark!“, sagte das HSV-Idol der „Bild“-Zeitung.

Seeler (83) hat im Kader eine gute Mischung aus Talenten und Routiniers ausgemacht. „Die Alten können die Jungen lenken. Die Talente die Erfahrenen antreiben. So war es schon bei uns, als wir die Meisterschaft 1960 gewannen, und ist bis heute nicht anders.“ Der aktuelle Altersschnitt des HSV (25,77 Jahre) sei aus seiner Sicht „optimal“. Was noch fehle, seien ein Flügelstürmer und ein Innenverteidiger.

Seeler hatte am Dienstag die deutsche U-20-Nationalmannschaft besucht, die sich in seinem Wohnort Norderstedt auf zwei Länderspiele gegen Dänemark vorbereitet.