Helden Cup

HSV schlägt Feyenoord Rotterdam dank Wintzheimer

Manuel Wintzheimer hat das 1:0 für den HSV gegen Rotterdam erzielt.

Manuel Wintzheimer hat das 1:0 für den HSV gegen Rotterdam erzielt.

Foto: Witters

HSV siegt nach drei Testspiel-Niederlagen in Folge gegen Feyenoord Rotterdam. Wird Wintzheimer der Gewinner der Vorbereitung?

Kufstein. Nach drei Testspiel-Niederlagen in Folge hat der HSV 1:0 gegen Feyenoord Rotterdam gewonnen. Im zweiten Spiel des Helden Cups agierten die Hamburger defensiv wesentlich konzentrierter als vor zwei Tagen gegen den VfB Stuttgart (2:3).

Gegen den Bundesliga-Aufsteiger hatten individuelle Fehler für die dritte Niederlage im vierten Vorbereitungsspiel gesorgt. „Es war in der Gesamtheit wahrscheinlich unser bester Auftritt in der Vorbereitung“, lobte Trainer Daniel Thioune die Leistung am Freitag gegen Feyenoord. „Wir waren sehr aktiv gegen und mit dem Ball."

Wintzheimer schießt HSV gegen Feyenoord zum Sieg

Denn diesmal spielte seine Mannschaft diszipliniert und geschlossen. Auch dem jungen Innenverteidiger-Duo Jonas David (20) und Stephan Ambrosius (21) unterliefen diesmal deutlich weniger Fehler. Möglicherweise wurde ihre Leistung beflügelt durch den neu verpflichteten Abwehrspieler Toni Leistner. Zu einer kompakteren Defensive trug aber auch die neu formierte Dreierkette (Vagnoman, David, Ambrosius) bei.

In der Offensive scheint sich Angreifer Manuel Witzheimer den inoffiziellen Status als Gewinner der Vorbereitung zu erarbeiten. Sein Siegtor gegen Feyenoord, bei dem er sich körperlich robust durchsetzte, war bereits sein dritter Testspieltreffer. „Er ist ein sehr fleißiger Spieler, der sich Spielzeit verdient hat", lobte Thioune seinen 21 Jahre alten Stürmer.

Thiounes Idee, mit Neuzugang Simon Terodde und Wintzheimer auf eine Doppelspitze zu setzen, brachte gleich im ersten Versuch Erfolg – wenngleich es natürlich nur ein Testspiel war. „Zwei Spitzen haben uns gutgetan", sagte der HSV-Coach nach der Partie. "Siege sind gut für den Kopf, aber wir wollen diesen Sieg auch nicht überbewerten."

Hie können Sie den Live-Blog des Abendblatts nachlesen:

HSV – Feyenoord Rotterdam 1:0 (0:0)

Hinterseer vergibt die letzte Chance

Jetzt wäre sogar fast Lukas Hinterseer noch zu seinem Tor gekommen. Doch der Stürmer scheitert am Torhüter mit seinem Schuss aus der Drehung. Direkt danach ist Schluss. Der HSV gewinnt nach einer überzeugenden Leistung mit 1:0 gegen Feyenoord Rotterdam.

HSV verteidigt eigene Führung

Die Hamburger konzentrieren sich mittlerweile weitestgehend auf das Verteidigen der eigenen Führung. Die Mannschaft geht diszipliniert zu Werke und agiert sehr kompakt. Wenn die Niederländer einmal durchkommen, ist spätestens im Strafraum ein Bein dazwischen. Soeben hätte sogar beinahe Leibold (79.) mit einem Freistoß auf 2:0 für den HSV erhöht.

HSV führt 1:0 gegen Feyenoord

Da ist das 1:0 für den HSV! Manuel Wintzheimer schießt die Hanseaten nach einem sehenswerten Pass von Gjasula gegen Rotterdam in Führung (52.). Der Stürmer setzt sich körperlich gegen Feyenoords Innenverteidigung durch und schiebt schließlich gekonnt am Torhüter vorbei ins Netz. Es ist bereits das dritte Testspieltor im fünften Einsatz für Wintzheimer.

Pollersbeck verhindert HSV-Rückstand

In den zurückliegenden Minuten hatte nun wieder Feyenoord die besseren Chancen. Erst prüfte Stürmer Jörgensen Keeper Pollersbeck nach einem Stellungsfehler von Jonas David (37.). Dann parierte der HSV-Schlussmann bärenstark gegen einen Schlenzer des dänischen Stürmers (41.). Und schließlich vergab erneut Jörgensen, der diesmal am Pfosten scheiterte (44.).

Ermöglicht wurde ihm diese Torchance durch einen groben Fehlpass vom ansonsten starken Pollersbeck. Somit geht es mit einem 0:0 in die Pause.

HSV nähert sich der Führung gegen Feyenoord

Der HSV findet inzwischen immer besser in die Partie. Mit zwei Freistößen von Leibold (21.) und dem sehr spielfreudigen Kittel (24.) waren die Hamburger einer Führung sogar näher als der niederländische Spitzenclub. Vor allem Thiounes Idee mit einer Doppelspitze scheint heute die richtige Variante zu sein.

Defensiv musste allerdings auch Torhüter Pollersbeck gegen Feyenoords Berghuis schon eine hochkarätige Chance aus kurzer Distanz vereiteln (29.). Vorausgegangen war ein Abwehrschnitzer von Neuzugang Gjasula.

HSV mit defensiver Dreierkette

Schon in der Anfangsphase ist zu erkennen, dass der HSV hier auf ein niederländisches Schwergewicht trifft. Feyenoord will Meister in der Eredivisie werden und schon in der ersten Minuten sieht man, warum. Rotterdam spielt schnell nach vorne und gewinnt viele Bälle durch hohes Pressing. Der HSV hält bislang gut dagegen.

Auffällig ist, dass Trainer Thioune auf eine Dreierkette in der Abwehr setzt. Namentlich bilden Vagnoman, David und Ambrosius das Defensivzentrum. Auf den Flügeln agieren Narey und Leibold. Wintzheimer darf heute als zweite Spitze neben Neuzugang Terodde ran.

Pollersbeck hütet HSV-Tor gegen Feyenoord

Im Tor steht diesmal Julian Pollersbeck. Die voraussichtliche Nummer eins der neuen Saison, Daniel Heuer Fernandes, bekommt einen freien Nachmittag. Als erster Vertreter zwischen den Pfosten nimmt Tom Mickel auf der Bank Platz.

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Im defensiven Mittelfeld vertraut Trainer Daniel Thioune nach mehreren Ausfällen auf Klaus Gjasula als alleinigen Sechser. HSV-Kapitän Aaron Hunt, Talent Amadou Onana und David Kinsombi hatten zuvor angeschlagen passen müssen. Im Sturm beginn wie erwartet der neue Torjäger Simon Terodde.

Die Aufstellung:

  • HSV: Pollersbeck (62. Mickel) – Vagnoman, David, Ambrosius (72. Jung) – Narey (90. Jatta), Gjasula, Dudziak, Kittel (62. Amaechi), Leibold (90. Opoku) – Wintzheimer (62. Wood), Terodde (62. Hinterseer).
  • Tor: 1:0 Wintzheimer (52.)