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Vertrag fix: HSV-Dino sucht Terodde – und findet ihn!

Typische Torpose: So will Simon Terodde künftig auch für den HSV jubeln.

Typische Torpose: So will Simon Terodde künftig auch für den HSV jubeln.

Foto: Witters

Lustiges Video zum HSV-Transfer. Manager Boldt und Terodde äußern sich. Und: Überraschende Fakten zu Hamburgs neuem Stürmer.

Die HSV-News am Donnerstag, den 20. August 2020:

HSV verkündet Transfer von Terodde mit Video

Mit einem rund einminütigen Video hat der HSV den Transfer von Torjäger Simon Terodde offiziell verkündet. In dem über die sozialen Netzwerke geteilten Clip sucht Dino Hermann das gesamte Gelände im Volkspark ab – bis er Terodde schließlich im Stadion findet. Die Suchpose von Dino Hermann ist eine Anlehnung an den salutierenden Torjubel von Terodde.

Wie der HSV mitteilte und das Abendblatt bislang stets berichtet hatte, hat der vom 1. FC Köln verpflichtete Angreifer einen Einjahresvertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Eine Ablöse wird nicht fällig, da Terodde zuvor eine Abfindung vom FC erhalten hat.

„Wir sind sehr froh, dass dieser Transfer geklappt hat. Simon Terodde kennt die Liga und hat eindrucksvoll bewiesen, dass er sehr genau weiß, wo das Tor steht", sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, der schon seit einem Jahr um die Dienste des Torjägers wirbt. „Simon ist heiß auf den HSV und auf die Aufgabe, unsere insgesamt sehr junge Mannschaft mit seiner Erfahrung und Qualität in ihrer Entwicklung zu unterstützen und besser zu machen."

Terodde: Darum wollte er zum HSV

Terodde selbst betont, ihm sei die Entscheidung für den HSV leichtgefallen. „Der Kontakt bestand schon länger, am Ende waren aber die Gespräche mit dem Trainer ausschlaggebend. Die Entscheidung für den HSV ist mir danach leichtgefallen.“

Seiner Führungsrolle innerhalb des Teams ist er sich bewusst. "Wir haben eine sehr junge und hungrige Mannschaft, die über großes Potenzial verfügt und der ich mit meiner Erfahrung in ihrer Entwicklung weiterhelfen will.

Gegen ein Team muss Terodde noch treffen

Der HSV ist sich mit Simon Terodde einig. Der Wunschstürmer vom 1. FC Köln ist am Donnerstag nach Hamburg gereist, um dort im UKE-Athleticum zunächst den Medizincheck zu absolvieren und anschließend seine Unterschrift unter den bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrag zu setzen.

Ein bisschen Spaß muss sein – hier ein paar sogenannte Fun Facts über HSV-Neuzugang Simon Terodde:

  • Geboren ist Simon Terodde im Jahr 1988. Damals lag sein Vorname noch voll im Trend. Zwischen 2006 und 2018 belegt "Simon" immerhin Platz 53 in den deutschen Charts. Umso erstaunlicher: Beim HSV ist Terodde tatsächlich der allererste Simon in den Profikadern von Erster und Zweiter Bundesliga. Die Hauptbedeutung des Vornamens: "Der Erhörte".
  • Mit 1,92 Meter besitzt Simon Terodde Gardemaß. Bemerkenswert: Alle bisherigen HSV-Neuzugänge für die Saison 2020/21 sind mindestens 1,90 Meter groß. Und Terodde ist dabei noch nicht einmal der Größte: Übertroffen wird er von Amadou Onana, der mit 1,95 Meter nun den kompletten Kader überragt. Klaus Gjasula misst indes 1,90 Meter.
  • In 220 Zweitligaspielen hat Simon Terodde bislang 118 Tore erzielt, damit rangiert er in der ewigen Torjägerliste bis dato auf Platz sechs. Walter Krause (119), Sven Demandt (120) und Theo Gries (123) sollte er wohl noch knacken. Um Karl-Heinz Mödrath (151) und Ex-HSVer Dieter Schatzschneider (154 Tore für Hannover 96) zu überflügeln, muss er sich allerdings schon mehr strecken. Und vielleicht auch mal gegen Osnabrück treffen – der einzige aktuelle Zweitligist, gegen die Terodde noch überhaupt nicht erfolgreich war. Vielleicht zeigt Ex-VfL-Coach Daniel Thioune dem Stürmer nun, wo an der Bremer Brücke das Tor steht...
  • Teroddes Lieblingsgegner unter den momentanen Ligarivalen ist übrigens der FC St. Pauli: Gegen den Stadtrivalen des HSV traf der dreifache Torschützenkönig in zwölf Duellen acht Mal. Ebenso oft war er gegen Aue erfolgreich, wofür er sogar nur zehn Spiele benötigte. Teroddes absoluter Favorit ist dagegen gerade aufgestiegen: Gegen Arminia Bielefeld hat "Torodde" eine absolute Traumquote (sieben Spiele/13 Treffer).
Wann kommt Terodde zum HSV, Herr Thioune?

Wird Kittel fit für Randers?

Beim Test gegen den FC Midtjylland (17 Uhr/live auf dem YouTube-Kanal des HSV) ist Simon Terodde noch nicht dabei, und auch für Gideon Jung, Ewerton und Sonny Kittel kommt das Spiel gegen den dänischen Meister noch zu früh.

Zumindest bei Kittel (Adduktorenzerrung) besteht aber die Chance, dass er am Sonnabend beim nächsten Test gegen Randers FC (live bei YouTube), ebenfalls dänischer Erstligist, dabei sein kann.

Jung (Muskelfaserriss) und Ewerton (Tumor-Operation) sollen nach ihren Verletzungen dagegen in Ruhe aufgebaut werden.

Gyamerah-Diagnose steht aus

Ebenfalls fehlen in den nächsten Tests werden Abwehr-Talent Lukas Pinckert (Faserriss im Oberschenkel) und Jan Gyamerah. Der Rechtsverteidiger pausierte am Mittwoch mit einer Oberschenkelverhärtung. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Midtjylland will vom HSV lernen

Während Daniel Thioune den Test – gerade auch nach dem geplatzten Spiel gegen Lübeck in der vergangenen Woche – für weitere Experimente und der Verbesserung des Umschaltspiels nutzen möchte, stehen bei Midtjylland andere Dinge im Fokus.

Für den dänischen Titelträger ist das Spiel die Generalprobe für das K.o.-Duell in der Qualifikation zur Champions League gegen Ludogorez Rasgrad (Bulgarien) am nächsten Dienstag.

Entsprechend plant Midtjylland-Trainer Brian Priske, etliche Spieler auch länger einzusetzen als im vorangegangen Test gegen Stade Reims (1:3). "Wir müssen uns der Startelf und dem Stamm nähern, der es nächste Woche für uns richten soll", sagte Priske im Vorfeld. Von der "schnelleren" Spielweise des HSV erhofft sich der Coach einen weiteren Lerneffekt.

Beim HSV könnten einige Profis indes ebenfalls mehr Einsatzzeit erhalten als zuletzt. "Alle gesunden Spieler sollen ihre Zeit bekommen, vielleicht auch über einen längeren Zeitraum", kündigte Thioune an. "Also nicht wie gegen Rostock jeweils 45 Minuten, sondern auch mal 60 Minuten."

Thioune lässt Standards üben

Vor dem Testspiel ging es für die HSV-Profis am Donnerstag noch einmal auf den Trainingsplatz. In der Vormittagseinheit standen neben Athletik auch Standardsituationen auf dem Programm.

Volksparkstadion: Millionenkosten für den HSV

Auf den HSV kommen weitere Millionenausgaben zu: In einem internen Thesenpapier zu notwendigen Sanierungsarbeiten am Volksparkstadion gehen die Club-Verantwortlichen im Hinblick auf die EM 2024 von "Grobkosten" von 20 bis 30 Millionen Euro aus.

Das in die Jahre gekommene Stadion, dessen Eigentümer der HSV ist, braucht Instandsetzungsarbeiten in gleich neun Bereichen. Unter anderem geht es um den Austausch der Dachmembranen, ein neues LED-Flutlicht, die Erweiterung des Zutrittskontrollsystems und die IT-Infrastruktur.

Lesen Sie auch den Kommentar:

Der HSV-Hoffnung, dass die Stadt dem klammen Club finanziell unter die Arme greift, erteilt Christoph Holstein, Staatsrat der Behörde für Inneres und Sport, vorerst eine Absage. Es gehe schließlich um das Geld der Steuerzahler. Einen ausführlichen Bericht zum Thema lesen Sie hier.