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HSV-Zugang fürs Tor: Was kann der Neue von Union Berlin?

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Leo Oppermann (18) trainierte bereits am vergangenen Freitag beim HSV-Nachwuchs.

Leo Oppermann (18) trainierte bereits am vergangenen Freitag beim HSV-Nachwuchs.

Foto: Witters

Interessante Personalie im Volkspark. Erhält der HSV Millionen durch den Verkauf weiterer Anteile? Ligarivale will Hinterseer.

Die HSV-News am Dienstag, den 28. Juli 2020:

HSV-Zugang fürs Tor: Was kann Oppermann?

Fast schon still und heimlich hat der HSV einen neuen Torhüter verpflichtet. Leo Oppermann (18) kommt von Bundesligist Union Berlin, wo sein Vertrag am 30. Juni ausgelaufen war, und verstärkt zunächst die U21. Dort gab es Handlungsbedarf nach den Abgängen von Joshua Wehking (20, spielt jetzt beim niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard) und Kevin Harr (vereinslos). Doch was kann der neue (Opper-)Mann?

Der 1,91 Meter große Torwart war in der vergangenen Saison die Nummer vier bei Union Berlin. Er besaß zwar einen Profivertrag, stand aber nicht einmal im Kader der Bundesliga-Mannschaft und kam ausschließlich in der U19 der Berliner zum Einsatz. Dort zeigte er durchaus beachtliche Leistungen: In 17 von 18 Spielen stand er in der Startelf. Dabei kassierte er lediglich 24 Gegentore und spielte dreimal zu null.

Als die Saison nach 20 Spieltagen wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie abgebrochen wurde, lag Union mit 40 Punkten auf einem starken vierten Platz – sechs Punkte vor RB Leipzig und zehn vor dem HSV. Und das bei zwei Spielen weniger als die Konkurrenz. Daran hatte auch Oppermann seinen Anteil. Nun soll er im Volkspark zeigen, was er kann. Entwickelt er sich weiterhin gut, könnte der Torhüter bei Bedarf als Nummer drei zu den Profis aufrücken.

HSV: Millionen durch Verkauf von Anteilen?

Steigt ein neuer Investor beim HSV ein? 23,81 Prozent von möglichen 24,9 Prozent der AG-Anteile hat der Club bereits verkauft, somit könnten noch 1,09 Prozent veräußert werden. Laut der "Bild" sollen nun bereits erste Gespräche mit Interessenten geführt worden sein. Demnach soll es um einen Betrag von rund vier Millionen Euro für die verbleibenden 1,09 Prozent an der HSV Fußball AG gehen.

Damit läge die finanzielle Bewertung der AG allerdings deutlich über dem Niveau, an dem der Anteilsverkauf an Investor Klaus-Michael Kühne zu Bundesliga-Zeiten orientiert worden war. 2015 zahlte der Logistikunternehmer 18,75 Millionen Euro für 7,5 Prozent an der AG (2,5 Millionen pro 1 Prozent). Später kamen weitere 3,5 Prozent für 9,25 Millionen Euro (2,64 Millionen Euro pro 1 Prozent) hinzu. Als Kühne im Jahr 2017 seine Anteile auf insgesamt 20,6 Prozent aufstockte, soll sich die Summe an dem vorherigen Preis orientiert haben.

Ob es nun wirklich zu einem weiteren Anteilsverkauf zu den kolportierten Konditionen kommt, darf daher bezweifelt werden.

Zweitligist will HSV-Stürmer Hinterseer

Was wird aus HSV-Stürmer Lukas Hinterseer? Der Angreifer spielte in der Schlussphase der abgelaufenen Saison sportlich keine Rolle mehr. Der Club würde ihn nun gerne verkaufen, doch der Neun-Tore-Mann will mangels Alternativen offenbar bleiben. Bei dem vor zwei Wochen berichteten „konkreten Angebot" für Hinterseer soll es sich laut der österreichischen „Kronen Zeitung“ um einen deutschen Zweitligisten handeln.

Die Offerte scheint aber nicht lukrativ genug zu sein, um Hinterseer von einem Wechsel zu überzeugen. Der Österreicher will zum Trainingsauftakt in der kommenden Woche den neuen Trainer Daniel Thioune von seinen Qualitäten überzeugen. Ein möglicher Abgang wird die Hamburger und den Stürmer selber aber wohl noch die komplette Transferphase beschäftigen.

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Was macht eigentlich Tobias Schweinsteiger?

Um die Frage zu beantworten, braucht man nur einen Blick auf den Instagram-Kanal von Til Schweiger (56) zu werfen. Dort posiert der ehemalige HSV-Co-Trainer Tobias Schweinsteiger (38) gemeinsam mit dem Schauspieler sowie seinem Bruder Bastian (35) und dessen Frau Ana Ivanovic (32) auf Mallorca. Bastian Schweinsteiger und Schweiger sind schon länger befreundet. Letzterer ist auch der Produzent des Amazon-Prime-Dokumentarfilms „Schw31ns7eiger: Memories – Von Anfang bis Legende“.

Schweinsteigers Bruder Tobias wird weiterhin als Cheftrainer des Drittliga-Meisters FC Bayern II gehandelt.

Früheres HSV-Talent wechselt für stolze Summe

Beim HSV wurde er ausgebildet, nun wechselt der bosnische U-21-Nationalstürmer Ermedin Demirovic (22) vom spanischen Erstligisten Deportivo Alaves zum SC Freiburg. Laut dem Portal „Transfermarkt" soll die Ablöse rund 4 Millionen Euro betragen. Eine stolze Summe in Corona-Zeiten, die durch Boni sogar auf 5,5 Millionen Euro ansteigen könne. Ob der HSV, bei dem Demirovic bis zur U16 spielte und dann zu RB Leipzig ging, als Ausbildungsverein finanziell von dem Wechsel profitiert, ist noch unklar.

Demirovic ist derzeit noch an den FC St. Gallen verliehen, wo er in 26 Spielen 13 Tore erzielte. Die Schweizer Liga endet erst am 3. August.

Becker zieht Parallelen zwischen HSV und Dresden

Ralf Becker blickt versöhnlich auf seine Zeit als Sportvorstand beim HSV zurück. „Ich habe trotz des etwas unglücklichen Endes tolle Erfahrungen in Hamburg sammeln dürfen“, sagte der 49-Jährige der „Mopo“. Becker musste im Mai 2019 nach dem verpassten Aufstieg nach nur einem Jahr wieder gehen.

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals kommt es zum Wiedersehen mit Beckers altem Arbeitgeber. Im September muss der HSV beim Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden antreten. Bei den Sachsen ist Becker seit wenigen Wochen Geschäftsführer Sport. „Ich will das gar nicht so hoch hängen. Aber natürlich ist das aufgrund der Tatsache, dass der HSV mein letzter Club war, etwas Spezielles“, sagte der frühere Profi.

Becker soll Dynamo Dresden in den nächsten zwei Jahren wieder zurück in die 2. Bundesliga führen. „Dynamo und der HSV sind sich ähnlich. Zwei große Vereine mit hochemotionalem Umfeld. Wie der HSV so hat auch Dynamo eine enorme Wucht“, meinte er.

( wal )

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