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Jatta-Anwalt erhebt konkrete Forderung an Staatsanwaltschaft

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Kann sich Bakery Jatta nun endlich auf Fußball beim HSV konzentrieren?

Kann sich Bakery Jatta nun endlich auf Fußball beim HSV konzentrieren?

Foto: Witters

HSV bekommt weniger TV-Geld-Millionen. Früherer Flop Halilovic vor nächstem Wechsel. Weg frei für Tobias Schweinsteiger?

Die HSV-News am Montag, den 27. Juli 2020:

Jatta-Anwalt erwartet Einstellung des Verfahrens

Bakery Jattas Anwalt Thomas Bliwier rechnet mit einer baldigen Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den HSV-Profi. „Wir hatten Akteneinsicht und werden der Staatsanwaltschaft unsere Stellungnahme in den nächsten 14 Tagen zukommen lassen“, sagte Bliwier. „Die Vorwürfe sind zu Unrecht erhoben worden.“ Jatta wird vorgeworfen, er habe sich bei seiner Einreise nach Deutschland im Jahr 2015 zwei Jahre jünger gemacht und hieße eigentlich Bakary Daffeh.

Bei Jatta wurde vor knapp vier Wochen eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Dabei waren elektronische Datenträger wie Handy und Laptop beschlagnahmt worden. Die Staatsanwaltschaft untersucht den Verdacht, ob Jatta gegen das Aufenthaltsgesetz verstoßen haben könnte.

Die Staatsanwaltschaft Bremen und das Hamburger Bezirksamt Mitte hatten im Spätherbst vergangenen Jahres ihre Ermittlungen eingestellt, weil auch gambische Behörden die Identität Jattas bestätigt hatten. Doch im Januar war das Verfahren wieder aufgenommen worden, nachdem es einen anonymen Brief der „Gemeinschaft Besorgter Bürger" mit einer Strafanzeige gegen den HSV, den damaligen Trainer Dieter Hecking und den DFB gegeben hatte.

Endgültiger Freispruch für Jatta?

Sollte das Verfahren nun eingestellt werden, würde der Fall nach Abendblatt-Informationen endgültig zu den Akten gelegt werden. Ein anonymer Brief verbunden mit einer Anzeige wie im Januar würde dann nicht für eine Wiederaufnahme des Verfahrens reichen, da es sich anders als beim ersten Mal, als es um ein Verwaltungsverfahren ging, diesmal um ein strafrechtliches Verfahren handelt.

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TV-Geld: HSV bekommt 20,15 Millionen

In der kommenden Saison wird der HSV rund zwei Millionen Euro weniger aus dem Topf der TV-Vermarktung erhalten. Laut dem "Kicker" erhalten die Hamburger künftig 20,15 Millionen Euro, in der zurückliegenden Saison hatte der Club 22,17 Millionen Euro kassiert. Der Verteilerschlüssel belohnt hauptsächlich die Bundesligazugehörigkeit und das Abschneiden der vergangenen fünf Jahre. Eine Regel, die dem HSV nach zwei verpassten Aufstiegen nun zum Verhängnis wird.

Zum Vergleich: Erstligist Union Berlin erhält künftig 33,37 Millionen Euro an TV-Geld. Die Aufsteiger Arminia Bielefeld (29,80 Millionen Euro) und VfB Stuttgart (39,09 Millionen Euro) kassieren ebenfalls deutlich mehr als der HSV. Vereine wie Augsburg (42,87 Millionen Euro), Mainz (46,20 Millionen Euro) und Freiburg (51,50 Millionen Euro) sind den Hamburgern längst enteilt.

Früherer HSV-Flop Halilovic vor nächstem Wechsel

Wandervogel Alen Halilovic steht vor seinem nächsten Abenteuer: Laut dem stets gut informierten Transfermarktexperten aus Italien, Gianluca Di Marzio, soll der frühere HSV-Flop nun vor einem Wechsel zu Benfica Lissabon stehen. Portugal wäre bereits das siebte Land in der bewegten Karriere des offensiven Mittelfeldspielers.

Halilovic steht noch ein Jahr beim AC Mailand unter Vertrag, hat dort aber keine Zukunft mehr. In der vergangenen Saison war der Kroate in die Niederlande an den SC Heerenveen verliehen, wo er 17 Ligaspiele (ein Tor, drei Vorlagen) absolvierte.

Fix! Hecking ist Sportvorstand in Nürnberg

Nun ist es offiziell: Ex-HSV-Trainer Dieter Hecking ist neuer Sportvorstand des 1. FC Nürnberg. Der 55-Jährige hat einen Dreijahresvertrag bis 2023 beim Ligarivalen der Hamburger unterschrieben. Hecking war von 2009 bis 2012 schon einmal Trainer beim FCN und kehrt nun als Nachfolger des freigestellten Robert Palikuca zurück. „Wir freuen uns, einen derart renommierten und hoch angesehen Fußball-Fachmann wie Dieter Hecking für unseren Club gewonnen zu haben“, sagte Aufsichtsratschef Thomas Grethlein. Als neuen Trainer könnte Hecking den früheren HSV-Profi Dimitrios Grammozis verpflichten.

Hecking hatte nach seinem HSV-Aus eigentlich betont, seine Zukunft in der Bundesliga zu sehen. "Ich habe immer gesagt, dass ich nur für den HSV in die Zweite Liga gegangen bin", sagte er unmittelbar nach seinem Abschied in Hamburg. Allerdings ist es auch schon länger sein Wunsch, einmal als Sportchef zu arbeiten. Diese Möglichkeit hat er nun in Nürnberg, wo er das Umfeld bestens kennt.

Nimmt Hecking Bremser mit nach Nürnberg?

Mit Heckings Abschied beim HSV endete die auch die Zeit von Co-Trainer Dirk Bremser im Volkspark. Nachdem beide Trainer seit fast zwei Jahrzehnten zusammengearbeitet haben, könnten ihre Wege nun auch in Nürnberg wieder zusammenführen. Wie die „Mopo" spekuliert, könnte Bremser Sportdirektor unter Hecking werden. Ob der Club aber tatsächlich auf Manager-Ebene zwei bisherigen Trainern vertraut, darf allerdings bezweifelt werden.

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Weg frei für Ex-HSV-Co-Trainer Schweinsteiger!

Sebastian Hoeneß, Sohn von Bayern-Patriarch Uli Hoeneß, ist wie erwartet als neuer Trainer von 1899 Hoffenheim präsentiert worden. Damit ist der Weg frei für den nächsten Karriereschritt des ehemaligen HSV-Co-Trainers Tobias Schweinsteiger. Denn Sebastian Hoeneß hatte bisher die zweite Mannschaft des FC Bayern betreut. Schweinsteiger könnte nun sein Nachfolger werden.

( wal )

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