HSV-News

HSV-Transfer perfekt! Das sagen Gjasula und Mutzel

| Lesedauer: 6 Minuten
Das Volksparkstadion wird für HSV-Neuzugang Klaus Gjasula nun zur Heimat.

Das Volksparkstadion wird für HSV-Neuzugang Klaus Gjasula nun zur Heimat.

Foto: Witters

Neuer Mittelfeldspieler für den HSV. Neue Erkenntnisse im Fall Jatta – und neuer Job für Hecking in der Zweiten Liga?

Die HSV-News am Mittwoch, den 15. Juli 2020:

Gjasula zum HSV: Das sagt Mutzel

Um 17.51 Uhr verkündete auch der HSV über die sozialen Netzwerke den Transfer von Klaus Gjasula (30). In einem 39-sekündigen Videoclip pries der Club den neuen defensiven Mittelfeldspieler als zweikampfstark, beidfüßig, flexibel und erfahren an. "Klaus soll unsere Defensive als wichtiger Stabilisator verstärken, verfügt neben seinen Defensivqualitäten als beidfüßiger Spieler aber ebenfalls über einen flexiblen Spielaufbau", ließ sich Sportdirektor Michael Mutzel zitieren. "Wir sind überzeugt, dass seine Mentalität und auch seine Persönlichkeit der Mannschaft guttun werden."

Gjasula kommt ablösefrei vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn, wo sein Vertrag ausgelaufen war. Nachdem der Deutsch-Albaner am Vormittag den Medizincheck im UKE überstanden hatte, unterschrieb er einen Zweijahreskontrakt bis 2022 beim HSV. „Ich habe in der vorletzten Saison hier im Volksparkstadion mit Paderborn gespielt und die Atmosphäre hat mich nachhaltig gepackt", sagte der neue Sechser voller Vorfreude. "Der HSV war seitdem ein besonderer Verein, den ich fortlaufend verfolgt habe."

HSV holt Gjasula: Das können Fans erwarten

Mit Gjasula erhofft sich der HSV mehr Robustheit im Mittelfeld – dies wurde intern als Schwachstelle der Vorsaison ausgemacht. Er gilt als fannaher Typ, der auf und neben dem Platz wichtige Akzente für eine Mannschaft setzen kann. Gjasula ist nach Hoffenheims Mittelfeldtalent Amadou Onana (18) der zweite Neuzugang im Volkspark.

Gjasula, der seit einem Jochbeinbruch vor sieben Jahren mit einem grauen Helm aufläuft, machte sich in der abgelaufenen Bundesligasaison einen Namen als "Karten-Klaus". In 29 Einsätzen sammelte er 17 Gelbe Karten und stellte damit einen Rekord auf. Die meisten Verwarnungen kassierte der Mittelfeld-Abräumer durch das Unterbinden von Kontern. Trotz der vielen Gelben Karten kassierte er nicht einmal einen Platzverweis. Nun darf sich der HSV auf einen kompromisslosen Zweikämpfer freuen.

Fall Jatta: Staatsanwaltschaft überprüft Kontobewegung

Nachdem die Hamburger Staatsanwaltschaft im Fall Bakery Jatta (22) Computer und Handys sichergestellt hat, wurde auch die Kontobewegung des HSV-Profis überprüft. „Im Zuge der routinemäßigen Ermittlungen haben wir unter anderem die Kontobewegungen von Herrn Jatta überprüft und sind hier auf Kontakte gestoßen, die für uns nicht nachvollziehbar waren", sagte Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, der "Bild".

Gegen Jatta wird ermittelt, ob er sich bei der Einreise nach Europa möglicherweise zwei Jahre jünger gemacht hat und in Wahrheit Bakary Daffeh (24) heißt. Neue Beweise sollen nun belegen, dass Jatta kleinere Summen an frühere Mitspieler von Daffeh überwiesen haben soll. In welchem Verhältnis steht Jatta zu diesen Personen? Diese Frage muss nun geklärt werden. Weitere Hintergründe zum Fall Jatta und warum die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden, lesen Sie hier.

Neuer Job für Hecking bei Nürnberg?

Nur eineinhalb Wochen nach seinem Abschied beim HSV soll Dieter Hecking vor einem neuen Engagement stehen. Laut der "Bild" soll der bisherige Trainer als Sportvorstand zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg zurückkehren. Dort hatte Hecking bereits von 2009 bis 2012 als Trainer gearbeitet. Beim Club soll der 55-Jährige der Topkandidat auf die Nachfolge des entlassenen Managers Robert Palikuca sein.

Hecking hatte nach seinem HSV-Aus eigentlich betont, seine Zukunft in der Bundesliga zu sehen. "Ich habe immer gesagt, dass ich nur für den HSV in die Zweite Liga gegangen bin", sagte er erst vor zehn Tagen. Allerdings ist es auch schon länger sein Wunsch, einmal als Sportchef zu arbeiten. Diese Möglichkeit hätte er nun in Nürnberg, wo er das Umfeld bestens kennt.

HSV reduziert Gehaltsobergrenze drastisch

Nach dem erneut verpassten Aufstieg reduziert der HSV offenbar seine Gehaltsobergrenze um 40 Prozent für Neuzugänge. Wie die "Sport Bild" berichtet, will der Club neuen Spielern von nun an maximal 600.000 Euro (exklusive Prämien) per annum zahlen. Vor einem Jahr hatte Ex-Sportvorstand Ralf Becker erstmals eine Gehaltsobergrenze beim HSV eingeführt und die Summe auf eine Million Euro gedeckelt.

Wegen der Corona-Krise und dem dritten Zweitligajahr in Folge müssen die Hamburger nun aber weiter sparen. Als Beispiel für den neuen Hamburger Weg dient das Gehalt von Trainer Daniel Thioune: Er soll rund 500.000 Euro verdienen – und damit knapp die Hälfte im Vergleich zu Vorgänger Dieter Hecking.

Mehr zum Thema:

HSV sucht Trainingslager in Österreich

Der HSV prüft aktuell verschiedene Optionen für ein Trainingslager im August. Aus wirtschaftlichen Gründen würde der Club eigentlich gerne in Deutschland bleiben. Wegen fehlender Testspielgegner wird die Mannschaft aber voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte nach Österreich fliegen. Dort werden wohl die meisten deutschen und österreichischen Clubs unterwegs sein.

Zu teuer für den HSV: Terodde nach Nürnberg?

Für den HSV ist er wohl zu teuer, nun könnte Torjäger Simon Terodde vom 1. FC Köln zum 1. FC Nürnberg wechseln. Der 32-Jährige will Köln verlassen und steht nun in Kontakt mit den Franken. Auch in Hamburg hatte man sich mit dem Namen Terodde beschäftigt, einen möglichen Transfer aber wegen des hohen Gehalts schnell verworfen.

( wal/hja )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: HSV