Transfer?

Verliert der HSV Dudziak an einen Bundesligisten?

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Jeremy Dudziak spielte sich beim HSV mit seiner Dynamik in den Vordergrund.

Jeremy Dudziak spielte sich beim HSV mit seiner Dynamik in den Vordergrund.

Foto: Witters

Dem HSV wären bei einem Wechsel von Jeremy Dudziak die Hände gebunden. Wie schwer der Abgang wiegen würde.

Hamburg. Verlässt Jeremy Dudziak den HSV? Laut der "Bild" soll sich Bundesligist VfL Wolfsburg mit einem Transfer des Mittelfeldspielers beschäftigen. In seinem noch zwei Jahre gültigen Vertrag besitzt Dudziak eine Ausstiegsklausel, die dem Bericht zufolge bei zwei Millionen Euro liegen soll. Bislang war von einer Summe in Höhe von drei Millionen Euro ausgegangen worden.

Wolfsburg will seinen Kader offenbar breiter aufstellen, um für die Dreifachbelastung Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal gerüstet zu sein. Dudziak würde also in erster Linie als Ergänzung zum vorhandenen Spielerpersonal kommen. Stellt sich der 24-Jährige dieser Herausforderung oder kämpft er lieber als Stammspieler beim HSV um den Aufstieg?

Dudziak-Abgang beim HSV würde schwer wiegen

Dudziak verfügt über eine Qualität, die kein anderer im aktuellen HSV-Kader besitzt. Mit seiner Dynamik und seiner Gabe, Situationen handlungsschnell zu erkennen, entwickelte er sich zur positiven Überraschung der abgelaufenen Saison.

Sein Manko ist zweifellos noch die Effektivität im torgefährlichen Raum: In 28 Einsätzen sammelte er drei Tore und zwei Vorlagen – eine ausbaufähige Quote für einen zentralen Mittelfeldspieler mit Offensivdrang. Für Hamburgs neuen Trainer Daniel Thioune verfüge Dudziak deshalb über ein "brutales Potenzial".

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So wichtig ist Dudziak für den HSV

Wie wichtig Dudziak für den HSV ist, wurde vor allem deutlich, als er fehlte. Als er sich im Februar beim 1:1 in Hannover einen Innenbandanriss im Knie zuzog, drohte ihm zwischenzeitlich sogar das Saison-Aus. Dank der Corona-Pause verpasste der "Achter" letztlich aber nur drei Spiele: Gegen Ex-Club St. Pauli (0:2), in Aue (0:3) und beim Zittersieg gegen Regensburg (2:1).

In allen drei Partien fehlte dem HSV eine klare Struktur im Mittelfeld. Diese war erst wieder zu erkennen, als Dudziak nach der Zwangspause beim unglücklichen 2:2 in Fürth zurückkehrte und sich prompt mit einem Tor einfügte.

Mit seinen Leistungen spielte sich Dudziak auch in die Notizbücher einiger Bundesligisten. Schlägt nun der VfL Wolfsburg zu?

( wal )

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