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Lukas Hinterseer und sein vertragliches Horrorszenario

Der Eindruck täuscht: Bislang war HSV-Stürmer Lukas Hinterseer in dieser Saison vergleichsweise treffsicher.

Der Eindruck täuscht: Bislang war HSV-Stürmer Lukas Hinterseer in dieser Saison vergleichsweise treffsicher.

Foto: Witters

Der zweitbeste HSV-Torschütze der unterbrochenen Saison muss gleich in mehrerer Hinsicht auf günstige Umstände hoffen.

Hamburg. In Zeiten der Coronakrise drohen Vereinen und Spielern der Fußball-Bundesligen ohnehin schon manch komplizierte Vertragsfragen. Beim HSV und seinem Profi Lukas Hinterseer ist die Lage noch einmal vertrackter. Wie die Sport Bild am Mittwoch berichtete, ist in dem Arbeitspapier des Stürmers eine besonders kuriose Klausel verankert.

Demnach würde sich der bis zum 30. Juni 2021 gültige Vertrag des bislang zweitbesten HSV-Schützen (neun Treffer) automatisch um ein Jahr verlängern, sollte Hinterseer mit mindestens 20 Saisoneinsätzen zu einem möglichen Aufstieg beitragen. Diese Regelung gelte sowohl für die laufende Spielzeit als auch für die kommende Saison 2020/21.

Eine HSV-Bedingung hat Hinterseer erfüllt

In der aktuellen Runde, der trotz der Pläne der Deutschen Fußball Liga und positiver Signale aus der Politik noch immer auch ein Abbruch drohen könnte, hätte Hinterseer mit 23 von 26 möglichen Spielen das erste Soll bereits erfüllt.

Nur der Aufstieg müsste also noch gelingen - ein Szenario, das für den Tabellen-Dritten aus Hamburg allerdings nicht nur aus sportlicher Sicht, sondern eben auch coronabedingt mehr denn je in den Sternen steht.

Hinterseer: Horrorszenario direkter Wiederabstieg

Doch selbst, wenn der HSV wann auch immer in diesem Jahr noch die Rückkehr ins Oberhaus feiern könnte, wäre Hinterseers Arbeitsplatz im Volkspark noch immer nicht automatisch bis 2022 gesichert. Denn laut Sport Bild gilt die Vertragsverlängerung des Österreichers nur für die Erste Liga.

Bedeutet: Steigt Hinterseer mit dem HSV auf, in der Saison 2020/21 aber direkt wieder ab, wäre die Verlängerung hinfällig. So muss der 29 Jahre alte Nationalspieler in den kommenden Wochen und Monaten gleich in mehrfacher Hinsicht auf die Gnade der Fußballgötter hoffen.

( jdr )

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