Coronakrise

HSV führt Kurzarbeit ein – Gehaltsverzicht rückt näher

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Finanzvorstand Frank Wettstein hat Kurzarbeit beim HSV eingeführt.

Finanzvorstand Frank Wettstein hat Kurzarbeit beim HSV eingeführt.

Foto: Witters

Mitten in der Coronakrise muss sich auch der HSV mit Kurzarbeit behelfen, um die Liquidität zu sichern. Auch die Profis wollen helfen.

Hamburg. Um die Arbeitsplätze in der Coronakrise zu sichern, hat der HSV bis zum 31. Mai Kurzarbeit bei mehr als 100 Mitarbeitern der Fußball AG eingeführt. Alle Angestellten haben der freiwilligen Maßnahme zugestimmt, sie gilt seit dem heutigen Mittwoch. "Höchste Priorität für uns hat der langfristige Erhalt aller Arbeitsplätze unserer Stammbelegschaft", sagte Finanzvorstand Frank Wettstein, der die Verhandlungen mit dem Betriebsrat führte.

Kurzarbeit: HSV stockt die Summe auf

Bei der Einführung von Kurzarbeit unterscheidet der HSV in zwei Gruppen: Die Mitarbeiter der aktuell geschlossenen Fanshops werden auf null Prozent Arbeitszeit reduziert, andere Angestellte arbeiten wegen des eingeschränkten Geschäftsbetriebs noch auf einer Basis von 50 Prozent. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60 Prozent des Nettoeinkommens beziehungsweise 67 Prozent bei Angestellten mit Kindern. Wie der HSV mitteilte, stocke der Verein diese Summe zudem "deutlich auf", damit die Mitarbeiter nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

„Bei allen Überlegungen und Planungen steht für uns immer auch die Sozialverträglichkeit im Mittelpunkt“, ließ sich Wettstein in einer Vereinsmitteilung zitieren. Demnach würde es bei Mitarbeitern der untersten Lohnstufe nicht zu Gehaltseinbußen kommen. „Wir haben nun eine aus unserer Sicht sehr gute, soziale Lösung für alle betroffenen Beschäftigen, bei der auch ein Mindestlohn, der über dem gesetzlichen liegt, berücksichtigt wurde“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Dirk Mansen.

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Gehaltsverzicht bei HSV-Profis rückt näher

Auch die Profis wollen ihren Teil dazu beitragen, dass der Club die Coronakrise wirtschaftlich übersteht. Die Akteure des HSV sowie das Trainerteam um Chefcoach Dieter Hecking haben in den vergangenen Tagen einen Gehaltsverzicht signalisiert. In welcher Höhe und wie lange diese Maßnahme gelten soll, muss allerdings noch geklärt werden.

„Wir freuen uns sehr über diese Haltung und die sofortige Sensibilität für unsere Gesamtorganisation", sagt Sportvorstand Jonas Boldt, der sich nun mit dem Mannschaftsrat zusammensetzen wird. „Wir haben uns darauf verständigt, dass wir in detailliertere Gespräche treten werden, sobald noch etwas absehbarer ist, wann, wie und ob die aktuelle Saison beendet werden kann, was wir alle hoffen."

( wal )

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