Zweite Bundesliga

„Ein geiles Gefühl“: Jan Gyamerah gibt HSV-Comeback

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Jan Gyamerah (24) durfte sechs Monate nach seinem Wadenbeinbruch wieder mit der Mannschaft trainieren.

Jan Gyamerah (24) durfte sechs Monate nach seinem Wadenbeinbruch wieder mit der Mannschaft trainieren.

Foto: Witters

Der 24-Jährige ist im Augenblick wohl der glücklichste Profi des Hamburger SV – trotz der aktuellen sportlichen Krise.

Hamburg. Als Jan Gyamerah am Mittwoch um 11.35 Uhr vor der Mannschaft den Trainingsplatz verließ, dachte manch ein Besucher im Volkspark ganz kurz an einen kleinen Rückschlag. Doch Gyamerah lächelte und stellte klar: „Das war alles abgesprochen.“ Dann formte sich sein Lächeln zu einem großen Strahlen. „Es war ein geiles Gefühl“, sagte der Rechtsverteidiger nach seinem ersten richtigen Mannschaftstraining nach 174 Tagen Pause. „Darauf habe ich hingearbeitet“, so Gyamerah.

Es war der 11. September, als sich der Neuzugang bei einem Trainings­unfall das Wadenbein brach. Ein Schock für Gyamerah – und den ganzen HSV. Ein halbes Jahr später ist der 24-Jährige zurück. Zum ersten Mal durfte er im Training alle Zweikämpfe bestreiten. Ab sofort steht Gyamerah dem HSV wieder uneingeschränkt zur Verfügung. „Das Vertrauen in meinen Körper ist absolut zurück“, sagt er nach seinem Comeback.

Gyamerah ist optimistisch

Einen letzten Härtetest bestand er bereits am Dienstag. Da hatte er bei einer Übung den Stollen eines Kollegen draufbekommen. „Das ist ein Moment, wo man denkt: Hält alles? Es hält – und ich bin frei im Kopf.“ Gyamerah ist aktuell der wohl glücklichste HSV-Profi. Trotz der sportlichen Krise, die er zuletzt nur als Zuschauer miterlebte. „Man ist schon immer sehr angespannt, wenn man nur zugucken kann.“ Mit seiner positiven Art kann er nun helfen, die Mannschaft wieder zu beleben. „Wir haben zwei Spiele verloren. Aber es ist immer noch alles möglich. Wenn wir gegen Regensburg gewinnen, sieht die Situation schon wieder anders aus“, sagt Gyamerah.

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Wann er selbst wieder zum Kader gehören kann, ist noch unklar. In den kommenden drei Spielen gegen Regensburg, in Fürth und gegen Bielefeld dürfte er noch keine Option sein. In der anschließenden Länderspielpause könnte er in einem Testspiel Praxis sammeln. Läuft dann alles glatt, wird er im Topspiel gegen Stuttgart (6. April) womöglich sein Pflichtspielcomeback feiern.

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