HSV-News

HSV-Coach Hecking setzt vor dem Nordduell sein Pokerface auf

HSV-Trainer Dieter Hecking lässt sich vor dem Nordduell bei Hannover 96 nicht in die Karten schauen.

HSV-Trainer Dieter Hecking lässt sich vor dem Nordduell bei Hannover 96 nicht in die Karten schauen.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Trotz Papadopoulos: U21 verpasst Testspielsieg. Schaub: "Einen wie Jatta gab es in Köln nicht." Titz darf wieder hoffen.

Die HSV-News am Donnerstag, den 13. Februar 2020:

Belässt HSV-Trainer Hecking in Hannover alles beim Alten?

Wer sich vom HSV-Training am Donnerstagnachmittag Aufschlüsse über die Aufstellung beim Nordduell in Hannover (Sonnabend, 13 Uhr/Sky und Onefootball) erhoffte, wurde wohl enttäuscht. Anders gesagt: Es darf weiter spekuliert werden.

Passiert ist dies: Die Spieler, die am Sonnabend beim 2:0-Sieg gegen den Karlsruher SC auf dem Platz gestanden hatten, durften sich bei einer Partie Fußballtennis bei Laune halten. Die anderen bestritten derweil ein Trainingsspiel sieben gegen sieben.

Danach standen noch Torschüsse auf dem Stundenplan – wobei die Fußballtennisspieler früher in die Kabine durften als die Kollegen. Womit wir wieder so schlau wie vorher wären.

Vertraut HSV-Trainer Dieter Hecking nun also auch in Hannover seiner Karlsruhe-Startelf, nachdem er noch am Mittwoch mit dem Einsatz von Martin Harnik und Joel Pohjanpalo anstelle von Sonny Kittel und Lukas Hinterseer zu liebäugeln schien? Wollte er mit dem Manöver die Öffentlichkeit über seine Pläne im Unklaren lassen? Oder gewährte er den am stärksten beanspruchten Profis nur ein bisschen Schonung?

Antworten könnte es beim Abschlusstraining am Freitag geben. Das Dumme ist nur: Es ist nicht öffentlich.

Aufstieg in die 3. Liga? Ex-HSV-Trainer Titz darf wieder hoffen

Die Hoffnung des früheren HSV-Trainers Christian Titz, Rot-Weiss Essen in den bezahlten Fußball zurückzuführen, ist wieder konkret geworden. Der SV Rödinghausen, aktuell mit 53 Punkten Tabellenführer der Regionalliga West, wird im Falle des sportlichen Aufstiegs auf eine Teilnahme an der 3. Liga verzichten. „Wir haben die Anforderungen des DFB bis ins letzte Detail geprüft, gerechnet, diskutiert und sind zum Entschluss gekommen: Wir werden die Lizenz für Liga 3 nicht beantragen“, sagte Geschäftsführer Alexander Müller.

Für die 3. Liga setzt der Deutsche Fußball-Bund unter anderem ein Stadion mit Platz für 10.001 Zuschauer voraus. „Ein Umbau des derzeitigen Stadions ist nicht möglich, die Realisation eines Neubaus ist weder wirtschaftlich noch nachhaltig“, teilte der Club aus Ostwestfalen mit.

Essen hat als Tabellenvierter mit 41 Punkten fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Verl, der allerdings ein Spiel weniger ausgetragen hat. Mit einem Heimsieg gegen den Tabellendritten Oberhausen könnte Titz' Team am Sonntag nach Punkten mit dem Gegner gleichziehen.

Tschentscher stellt HSV Aufstiegsfeier im Rathaus in Aussicht

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher kann sich vorstellen, mit dem HSV den möglichen Aufstieg im Rathaus zu feiern. „Bei besonderen sportlichen Ereignissen sollte man das als Stadt würdigen. Und ein Aufstieg von der Zweiten in die Erste Liga ist etwas sehr Besonderes“, sagte der SPD-Politiker im Interview mit der "Hamburger Morgenpost".

Er lade Vereine und Sportler nach großen Erfolgen gern an seinen Amtssitz ein. Zuletzt wurden die Hamburg Towers nach dem Aufstieg in die Basketball-Bundesliga und die Beachvolleyballer Julius Thole/Clemens Wickler (Eimsbütteler TV) nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille mit einem Empfang im Rathaus gewürdigt.

Als bislang letzte Mannschaft durften die Handballer des HSV Hamburg nach dem Champions-League-Sieg 2013 auf dem Rathausbalkon feiern. HSV-Sympathisant Tschentscher hatte seinem Zweitligaclub vergangene Saison sogar die prominenteste Party-Location der Stadt in Aussicht gestellt. Daraus wurde bekanntlich nichts.

Ex-HSV-Profi Skjelbred kehrt in seine Heimat zurück

Nach mehr als sechs Jahren wird der frühere HSV-Profi Per Skjelbred den Bundesligisten Hertha BSC im kommenden Sommer verlassen. Der 32 Jahre alte Norweger wechselt nach dieser Saison zu seinem früheren Verein Rosenborg Trondheim in seine Geburtsstadt, wie die Berliner am Donnerstag mitteilten.

„Per ist mit dem Wunsch, in seine Heimat und zu seiner Familie zurückzukehren, auf uns zugekommen“, sagte Geschäftsführer Michael Preetz. „Wir legen einem verdienten Herthaner wie ihm selbstverständlich in einer solchen Situation keine Steine in den Weg.“

Skjelbred war im September 2013 vom HSV an die Berliner ausgeliehen worden und wechselte 2014/15 endgültig zur Hertha. „Mit der Rückkehr nach Norwegen zu meiner Familie schließt sich für mich persönlich jedoch auch ein Kreis“, sagte Skjelbred. „Bis dahin gebe ich bis zur letzten Sekunde natürlich wie immer alles für diesen Club.“ Sein Vertrag läuft ohnehin aus.

Hannover-Trainer Kocak hofft gegen HSV auf zwei Rückkehrer

Vor dem Nordduell gegen den HSV am Sonnabend kann Hannovers Trainer Kenan Kocak auf die Rückkehr der zuletzt verletzten Stürmer Hendrik Weydandt und John Guidetti hoffen. Beide sollen am Donnerstag und Freitag einem Belastungstest unterzogen werden, sagte Kocak bei der Pressekonferenz.

Innenverteidiger Marcel Franke konnte am Mittwoch erstmals mit der Mannschaft trainieren. Kocak: "Wir müssen mal schauen, inwieweit sein Knie das verkraftet hat und die Stabilität beibehält." Gerade Hannovers Innenverteidigung ist derzeit personell ausgedünnt: Josip Elez muss gegen den HSV aufgrund seiner Gelb-Roten Karte vom 3:1-Sieg in Fürth zuschauen, Felipe (starke Zerrung) fehlt sogar für zwei bis drei Spiele.

Vor dem HSV hat Kocak "großen Respekt. Man sieht, dass der HSV Ruhe hatte und gut gearbeitet hat, dass er mit Dieter Hecking und Jonas Boldt eine hohe Fachkompetenz erworben und die richtigen Entscheidungen gefällt hat." Aber seine Mannschaft habe "keine Angst" und wolle die Fans "zufrieden nach Hause schicken".

HSV-Neuling Schaub: "Einen wie Jatta gab es in Köln nicht"

Zweimal nacheinander in die Bundesliga aufzusteigen: HSV-Winterzugang Louis Schaub könnte das Kunststück in dieser Saison gelingen. Vergangene Saison trug der Österreicher mit drei Toren und 13 Vorlagen seinen Teil dazu bei, dass der 1. FC Köln jetzt wieder erstklassig ist. Am Ende seien sie damals weniger euphorisch als vielmehr erleichtert gewesen, "weil vorher natürlich alle gesagt haben, der FC und der HSV müssen hoch", sagte Schaub (25) in einem Interview mit dem aktuellen "Kicker". "Doch das Beispiel des HSV hat eben auch gezeigt, dass es nicht automatisch geht, dass es ein harter Weg ist durch diese Liga."

Seinen neuen Club sieht er dabei aber schon gut vorangekommen. Der HSV habe sowohl das nötige taktische Repertoire als auch "eine gute Mischung aus verschiedenen Charakteren". Auch Routinier Aaron Hunt (33), den Schaub vorerst aus der Startelf verdrängt hat, könne noch wichtig werden: "Aaron hat eine große Qualität, das wird in jedem Training sichtbar", sagte Schaub. "Vielleicht wird es auch Spiele geben, in denen er spielt und ich auf der Bank sitze."

Der HSV-Podcast mit Co-Trainer Dirk Bremser:

Überhaupt sei die Offensive des HSV nicht schwächer als die des 1. FC Köln um die Topstürmer Simon Terodde, Anthony Modeste und Jhon Córdoba. Als Beispiel nennt Schaub Linksaußen Bakery Jatta: "So einen Spieler mit dieser Wucht, Präsenz und dazu enormem Tempo hatten wir in Köln letztes Jahr nicht. Ein spezieller Spieler und ein richtig cooler Typ. Es macht Spaß mit ihm."

Mit Papadopoulos: HSV II verpasst Testspielsieg

Trotz prominenter Verstärkung ist der HSV II im Testspiel gegen den Oberligaclub 1. FC Phönix Lübeck am Volksparkstadion nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Maurice Maletzki brachte den Außenseiter nach zwölf Minuten in Führung, Gentrit Limani glich für den HSV II aus (74.), der erstmals wieder mit Profi Kyriakos Papadopoulos ins Spiel ging.

Papadopoulos (27) hatte den HSV im Herbst um seine Versetzung zur U-21-Mannschaft gebeten, nachdem seine Einsatzchancen beim Zweitligateam auf ein Minimum gesunken waren. Ein angestrebter Wechsel im Winter war nicht zustande gekommen.

Der HSV II steckt in der Regionalliga Nord im Abstiegskampf. Am Montag (20.15 Uhr) geht es zur punktgleichen zweiten Mannschaft von Hannover 96, Sport1 überträgt die Partie live.

Van Drongelen: "Diskussionen haben mich heiß gemacht"

Krise? Welche Krise? Rick van Drongelen wirkt wieder, als hätte es sein Formtief nie gegeben. In den ersten drei Punktspielen des Jahres stand der Niederländer wieder über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Zwischenzeitlich schien ihm Ewerton den Stammplatz in der Innenverteidigung weggeschnappt zu haben.

Aber das habe ihn noch mehr motiviert, gab van Drongelen (21) jetzt im Gespräch mit der "Hamburger Morgenpost" zu: "Ich kann sagen, dass mich die Diskussionen heiß gemacht haben. Vielleicht hat mich genau das noch mal ein Prozent mehr gepusht. Das ist gut, das brauche ich, um meinen Fokus und die Aggressivität zu behalten."

E-Sports-Team des HSV legt in Hannover vor

Am Sonnabend tritt der HSV in der 2. Bundesliga beim Namensvetter aus Hannover an. Virtuell wurde das Traditionsduell schon am Mittwoch vorempfunden. Am drittletzten Spieltag der Virtual Bundesliga trafen die Nordclubs an der Spielkonsole aufeinander – am Ende jubelten die Hamburger. Dank des 5:2-Sieges bei Hannover 96 haben die "eRothosen" den direkten Konkurrenten von den sechs Finalplätzen verdrängt und sind jetzt Tabellenfünfter.

Am vorletzten Spieltag der VBL Club Championship kommt es für den HSV zum E-Sport-Derby gegen den FC St. Pauli, der nach einer 2:5-Niederlage gegen Darmstadt 98 Tabellen-18. (von 22) ist. Der TV-Sender ProSieben Maxx berichtet live (Mittwoch, 19. Februar, 20.30 Uhr).