HSV

Das ist das neue Gesicht im Torhüterkarussell

Julian Pollersbeck muss nach seiner Degradierung zur Nummer drei beim HSV einen weiteren Rückschlag verarbeiten.

Julian Pollersbeck muss nach seiner Degradierung zur Nummer drei beim HSV einen weiteren Rückschlag verarbeiten.

Foto: imago images/Michael Schwarz

Nach dem Ausfall von Julian Pollersbeck darf der erst 19 Jahre alte Joshua Wehking wohl mit ins HSV-Trainingslager reisen.

Hamburg. Die bittere Nachricht erhielt Julian Pollersbeck am Mittwochmorgen. Nach einer Untersuchung im UKE hatte der HSV-Torhüter Gewissheit, dass er sich einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zugezogen hat. Dabei wusste der 25-Jährige bereits am Dienstagnachmittag, dass in seinem Fuß etwas kaputtgegangen war.

Bei einer Übung mit Torwarttrainer Kai Rabe war Pollersbeck nach einem Sprung unglücklich auf einem Trainingsmaterial gelandet und umgeknickt. Mit großen Schmerzen und einem dicken Verband wurde Pollersbeck direkt in die Kabine gefahren. Am Morgen danach war die Diagnose dann offiziell. Der Torhüter fällt vier bis sechs Wochen aus.

Pollersbeck wird den HSV vorerst wohl nicht verlassen

Für Pollersbeck ist die Verletzung gleich doppelt bitter. Erst am Montag hatte Trainer Dieter Hecking der Nummer drei aus der Hinrunde Hoffnungen gemacht, in der zweiten Saisonhälfte wieder eine wichtigere Rolle zu spielen. Den Kampf um die Nummer eins kann Pollersbeck nun erst einmal wieder vergessen. Und auch ein Wechsel in der Winterpause dürfte vom Tisch sein.

Pollersbeck hatte zumindest damit geliebäugelt, bei einem passenden Angebot den HSV noch in dieser Transferperiode zu verlassen. Seit Monaten hatte er mit dem Privattrainer Yannick Obenauer individuell gearbeitet, um sich körperlich in Form zu bringen.

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Pollersbecks Karriere steht nach der Degradierung zur Nummer drei im Sommer am Scheideweg. Am Ende der Saison wird der U-21-Europameister von 2017 erneut entscheiden müssen, wo er seine Zukunft sieht. Für den HSV wäre es dann auch die letzte Möglichkeit, für Pollersbeck noch eine Ablösesumme zu erzielen. Dessen Vertrag in Hamburg läuft noch bis Sommer 2021.

Joshua Wehking mit ins HSV-Trainingslager?

Stammtorhüter Daniel Heuer Fer­nandes muss sich durch Pollersbecks Pech keine Gedanken machen, seinen Platz in der Rückrunde zu verlieren. Erst am Dienstag hatte der 27-Jährige seine Ambitionen in einem Interview untermauert. Tom Mickel wird hinter Heuer Fer­nandes weiterhin die Nummer zwei bleiben.

Als dritter Torhüter wurde Joshua Wehking aus der U 21 für das Profitraining nominiert. Der 19-Jährige, der vor der Saison aus Bochum zum HSV gekommen war, wird voraussichtlich auch mit in das Trainingslager reisen. Am Sonntag fliegt der HSV für eine Woche ins portugiesische Lagos. Für Pollersbeck steht dann erst einmal Reha in Hamburg an.​