Einzelkritik

Heuer Fernandes rettet den HSV, Hunt bleibt enttäuschend

Torhüter Daniel Heuer Fernandes bewahrte den HSV mit mehreren starken Reaktionen im eins gegen eins vor einer Niederlage in Sandhausen.

Torhüter Daniel Heuer Fernandes bewahrte den HSV mit mehreren starken Reaktionen im eins gegen eins vor einer Niederlage in Sandhausen.

Foto: imago / Nordphoto

Leibold bleibt auch beim Remis in Sandhausen die Konstante im HSV-Spiel. Ewerton verliert das entscheidende Kopfballduell.

Sandhausen. Der HSV hinkt seinen hohen Ansprüchen weiter hinterher. Zwar verhinderten die Hamburger am Sonntag mit dem 1:1 (0:1) beim SV Sandhausen ihre dritte Niederlage in Serie. Sie laufen aber dennoch Gefahr, ihren zweiten Tabellenplatz an den VfB Stuttgart zu verlieren, wenn dieser am Montagabend bei Darmstadt 98 gewinnt. Die Einzelkritik der HSV-Profis:

Heuer Fernandes: Seine Paraden gegen Halimi und Biada retteten dem HSV zumindest einen Punkt. Sehr stark!

Narey: Wurde defensiv kaum gefordert. Hätte aus seinen vielen Offensivaktionen aber mehr machen müssen. Braucht mal wieder eine Torbeteiligung.

Letschert: Trotz Wackler klarer Punktsieger im Duell gegen Bouhaddouz.

Ewerton: Bei seiner Premiere gewann der Brasilianer alle Kopfballduelle – nur das entscheidende gegen Zhirov nicht.

Leibold: Bleibt die Konstante im HSV-Spiel. Hinten fehlerfrei und dazu ständiger Antreiber über links.

Jung (bis 59.): Erstmals unter Hecking auf der Sechs. Schmiss sich in jeden Zweikampf, doch an diesem Nachmittag wären Ideen gefragt gewesen.

Fein (ab 59.): Als er kam, wurde das HSV-Spiel wieder besser. Großen Einfluss hatte Fein darauf aber nicht.

Hunt (bis 59.): Nach einem erneut enttäuschenden Auftritt dürfte er seinen Stammplatz vorerst verlieren.

Kittel (ab 59.): Brachte die lang ersehnten Ideen in das Offensivspiel.

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Dudziak (bis 73.): Hatte wohl noch nie so viel Zeit bei seinen Aktionen im Strafraum, machte aber wohl auch noch nie so wenig aus seinen Möglichkeiten.

Jairo (ab 73.): Kaum drin, schon beim Jubeln dabei. Gute Läufe in die Tiefe.

HSV nur 1:1 in Sandhausen – die Bilder:

Harnik: Hätte sein Team zweimal in Führung bringen müssen. Traf dann mit einem Schuss zumindest den Fuß von Hinterseer.

Hinterseer: Nach fünf Wochen wieder in der Startelf. Fand lange Zeit keine Bindung zum Spiel und stand dann da, wo ein Mittelstürmer stehen muss.

Jatta: Lief dem schnellen Diekmeier immer wieder mal davon, stolperte aber immer wieder in die falschen Räume.

Die Statistik:

  • Sandhausen: Fraisl – Diekmeier, Nauber, Schirow, Paqarada – Paurevic – Frey (78. Türpitz), Linsmayer – Halimi (67. Biada) – Behrens, Bouhaddouz. – Trainer: Koschinat
  • HSV: Heuer Fernandes – Narey, Letschert, Ewerton, Leibold – Jung (59. Fein) – Dudziak (73. Jairo), Hunt (59. Kittel) – Harnik, Hinterseer, Jatta. – Trainer: Hecking
  • Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)
  • Tore: 1:0 Alexander Schirow (39.), 1:1 Hinterseer (75.)
  • Zuschauer: 12.958
  • Gelbe Karten: Halimi (2) – Jatta (2)
  • Torschüsse: 12:25
  • Ecken: 5:6
  • Ballbesitz: 43:57 %