HSV-Einzelkritik

Hunt wirkt wie der Weihnachtsmann in den Sommerferien

HSV-Kapitän Aaron Hunt (l.) versucht Heidenheims Konstantin Kerschbaumer abzuschütteln.

HSV-Kapitän Aaron Hunt (l.) versucht Heidenheims Konstantin Kerschbaumer abzuschütteln.

Foto: Tim Groothuis / WITTERS

Fein verteilt gegen Heidenheim Geschenke, Dudziak kann den Wunschzettel nicht erfüllen. Der HSV in der Einzelkritik.

Hamburg.  Wenn das nun die angekündigte Reaktion auf die Niederlage in Osnabrück gewesen sein soll, muss sich nicht nur Uwe Seeler Sorgen um den HSV machen. Bei der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim im letzten Heimspiel des Jahres blieben so ziemlich alle Weihnachtswünsche der Fans an ihre Mannschaft unerfüllt. Die Einzelkritik.

Heuer Fernandes: Nahezu beschäftigungslos, bis er kurz vor Schluss beim 0:1 eine ganz fiese Rute überreicht bekam.

Narey (bis 86.): Viel mutiger als zuletzt. Nutzte seine Geschwindigkeitsvorteile gegen den deutlich langsameren Schnatterer, ohne dabei für wirkliche Festtagsstimmung zu sorgen.

Jairo Samperio (ab 86.): Kam zu spät.

Letschert: Lange Zeit mehr oder weniger solide, schritt aber vor dem Lattenschuss vor dem 0:1 nicht energisch genug ein.

Van Drongelen: Ho, ho, ho! Rutschte beim Warmmachen von der Bank für den angeschlagenen Gideon Jung ins Team und machte seine Sache bis zum 0:1 deutlich besser als zuletzt. Aber: reagierte beim Gegentor zu langsam.

Leibold: Seine Seite war so dicht wie der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus. Konnte sich kaum in Szene setzen.

Fein (bis 86.): Ließ sich von den blitzeblank geputzten Schuhen der Heidenheimer blenden und verteilte zu viele Geschenke. In der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz so spendierfreudig.

HSV – Heidenheim: die Bilder des Spiels

Kinsombi (ab 86.): Kam, sah – und verlor mit dem Rest der Mannschaft.

Dudziak: Konnte den Trainer-Wunschzettel nicht wirklich erfüllen. Sollte sich spätestens zu Heiligabend eine Sondereinheit Schusstraining wünschen.

Hunt (bis 73.): Wirkte in der ersten Halbzeit ein wenig wie der Weihnachtsmann in den Sommerferien. Im zweiten Durchgang nur geringfügig besser.

Hinterseer (ab 73.): Kam zu spät, um noch für die große Bescherung zu sorgen. Wirkungslos.

Jatta: Hamburgs Renntier muss seinen Turbo während seiner Zwei-Spiele-Sperre verloren haben. Hätte zehn Minuten vor Schluss trotzdem zum Weihnachtsmann des Tages werden können.

Harnik: Hätte ein paar fleißige Weihnachtselfen gebrauchen können, die ihn in der Offensive unterstützen. Versuchte viel, aber nur wenig wollte gelingen.

Kittel: Lässt die Fans normalerweise froh und munter sein. Am Freitagabend ließ er aber nur Heidenheims eifrige Abwehrmannen froh und munter sein.