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Stadtderby: Schon mehr als 50.000 Tickets verkauft

Nach dem Stadtderby im September: HSV-Spieler gehen im Nebel der Pyrotechnik über den Platz.

Nach dem Stadtderby im September: HSV-Spieler gehen im Nebel der Pyrotechnik über den Platz.

Foto: picture alliance/Christian Charisius/dpa

Ex-HSV-Profi Beinlich kehrt zum FC Hansa zurück. Osnabrück-Trainer Thioune freut sich auf Wiedersehen mit Hecking.

Die HSV-News am Mittwoch, den 27. November 2019:

  • Ex-HSV-Profi Beinlich kehrt zum FC Hansa zurück
  • Osnabrück gegen HSV: Droht Verkehrschaos?
  • Osnabrück mit Personalsorgen gegen den HSV
  • Thioune freut sich auf Wiedersehen mit HSV-Coach Hecking
  • Legendäre HSV-Stadionuhr zieht nach Dortmund um
  • Stadtderby: Schon mehr als 50.000 Tickets verkauft

Stadtderby: Schon mehr als 50.000 Tickets verkauft

Das brisante Hamburger Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli elektrisiert erneut die Fans. Schon einen Tag nach Beginn des Vorverkaufs für das Zweitliga-Spiel im Volksparkstadion Ende Februar waren mehr als 50.000 Tickets vergeben, teilte der Hamburger SV am Mittwoch mit.

Ex-HSV-Profi Beinlich kehrt zum FC Hansa zurück

Der frühere HSV-Profi Stefan Beinlich (47) kehrt zum FC Hansa Rostock zurück. Der 47-Jährige übernimmt beim Drittligisten die Leitung des Nachwuchsleistungszentrums. Er tritt die Nachfolge von Stefan Karow an, der in der vergangenen Woche den Verein verlassen hatte.

"Die Nachwuchsarbeit war immer eines der großen Pfunde des FC Hansa Rostock, der deutschlandweit als eine der besten Talentschmiede galt", sagte Beinlich, der einen Vertrag bis 30. Juni 2022 erhielt. Rostocks Sportvorstand Martin Pieckenhagen, seinerseits von 2001 bis 2005 beim HSV, sagte: "Mit 'Paule' kehrt nicht nur eine der großen Identifikationsfiguren des Vereins zurück, sondern ein extrem gut vernetzter Fußballexperte, der auch nach seiner Zeit als Spieler und Manager nach wie vor engen Kontakt zu Hansa hatte und die Geschehnisse rund um den Verein immer verfolgt hat."

Der in Berlin geborene Beinlich spielte von 1994 bis 1997 und von 2006 und 2008 für Hansa. Für den HSV war "Paule" Beinlich von 2003 bis 2006 aktiv (92 Pflichtspiele, sieben Tore). Nach seiner Profi-Laufbahn war der ehemalige Nationalspieler zwei Jahre lang auch Hansa-Manager. Danach arbeitete er für den Leichtathletikverein 1. LAV Rostock.

Osnabrück gegen HSV: Droht Verkehrschaos?

Für den VfL Osnabrück wird der Freitag zum Feiertag: Zum ersten Mal seit 57 Jahren empfängt der Zweitliga-Aufsteiger den Tabellenführer HSV wieder zu einem Punktspiel (18.30 Uhr/Sky und Onefootball). Die Bremer Brücke ist mit gut 15.000 Zuschauern ausverkauft. Doch von Feiertagsruhe kann in der Stadt keine Rede sein, vielmehr dürfte die Stadt voll werden wie lange nicht mehr.

Denn neben dem Fußballspiel locken am Freitag weitere Events die Massen an.

  • Der sogenannte Black Friday eröffnet auch in Osnabrück offiziell die Weihnachtseinkaufssaison. Die Stadtverwaltung hat eigens aus diesem Anlass die Ladenöffnungszeiten bis 21 Uhr verlängert;
  • bereits um 19 Uhr trifft sich die Critical Mass an der Stadthalle zu ihrer monatlichen Protest-Radtour durch die Stadt;
  • die große Demonstration der Bewegung Fridays For Future dürfte Tausende Teilnehmer in die Stadt locken, wenn auch bereits am Vormittag;
  • zudem hat in der Innenstadt am Montag der Historische Weihnachtsmarkt begonnen, weshalb mehrere Straßen gesperrt sind – die Stände sind bis 21.30 Uhr geöffnet.

Der VfL empfiehlt allen Fans, frühzeitig und mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Aus Hamburg werden mindestens 1500 Besucher zu dem Spiel erwartet.

Osnabrück mit Personalsorgen gegen den HSV

Eine durchschnittliche Leistung wird dem VfL Osnabrück nicht genügen, um gegen den HSV am Freitag zu bestehen, das ist Trainer Daniel Thioune klar. "Die Einzelqualität des Gegners ist sicherlich höher. Wir müssen wieder Grenzen verschieben", sagte Thioune bei der Pressekonferenz des VfL am Mittwoch. Ganz werde seine Mannschaft die Klasse des HSV nicht überdecken können, aber: "Wir haben auch Ideen."

Stammtorwart Nils Körber könnte nach dreimonatiger Pause infolge einer Beckenverletzung in den Osnabrücker Kader zurückkehren. Thioune: "Er ist wieder voll im Training. Wir schauen heute, ob es reicht." Lukas Gugganig (Knochenödem) fällt noch bis Jahresende aus, auch sein Innenverteidiger-Kollege Thomas Konrad (Adduktorenbeschwerden) und der offensive Mittelfeldmann Sebastian Klaas (Oberschenkelzerrung) werden die Partie wohl verpassen. Rechtsverteidiger Konstantin Engel (Schien- und Wadenbeinbruch) und Innenverteidiger Maurice Trapp (Rückenprobleme) sind noch im Aufbautraining.

Thioune freut sich auf Wiedersehen mit HSV-Coach Hecking

Besonders freut sich Thioune (45) auf das Wiedersehen mit seinem HSV-Kollegen Dieter Hecking (45), der beim VfB Lübeck von 2002 bis 2004 sein Coach war. "Er ist der einzige Trainer, der es mit mir zwei Jahre ausgehalten hat", sagte Thioune schmunzelnd. "Sein Weg ist sehr weit nach oben gegangen. Ich bin beeindruckt von seinem Werdegang.“

Hecking schaffte mit Lübeck 2002 den Aufstieg in die 2. Bundesliga, stieg zwei Jahre später jedoch wieder ab und trat daraufhin zurück. Auch Thioune verließ den VfB nach dem Abstieg und wechselte zum damaligen Zweitligaclub Ahlen, bei dem er 2010 auch seine Trainerlaufbahn begann.

Legendäre HSV-Stadionuhr zieht nach Dortmund um

Die legendäre HSV-Stadionuhr aus dem Hamburger Volksparkstadion erhält im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund künftig ihren Stammplatz. Nach Aussage von Museumsdirektor Manuel Neukirchner in der „Sport-Bild“ wird die über 17,13 Meter lange und 1,09 Meter hohe Uhr von 2021 an in den Räumlichkeiten zu sehen sein – etwa 350 Straßenkilometer vom alten Standort entfernt.

„Die HSV-Stadionuhr ist ein wunderbares Exponat. Mit ihr können wir Bundesliga-Geschichte eindrucksvoll in Szene setzen“, sagte Neukirchner.Die Uhr lagert noch in Hamburg, soll aber schon bald nach Dortmund transportiert und dort erst einmal untergebracht werden.

Für das riesige Exponat wird im Rahmen des geplanten Umbaus der Ausstellung ein entsprechender Platz gesucht. „Angesichts ihres enormen Ausmaßes stellt die Einbringung der Uhr eine besondere Herausforderung dar“, sagte Neukirchner.

Die Stadionuhr hatte 17 Jahre lang im Volksparkstadion gehangen und wurde im vergangenen Sommer vor Beginn der Zweitliga-Saison demontiert. Für das HSV-Museum war die Uhr zu groß, das Deutsche Fußballmuseum meldete gleich nach der Deinstallation Interesse an.

Die Uhr hatte bis zum erstmaligen Abstieg der Hanseaten aus der Bundesliga nach fast 55 Jahren im Mai 2018 die Dauer der Erstliga-Zugehörigkeit des HSV und danach die Zeitspanne der Vereinsexistenz des 1887 gegründeten Clubs angezeigt. An der Stelle im Arena-Rund sind nun die GPS-Koordinaten des Anstoßpunktes im Volksparkstadion angebracht.