HSV-News

Warum Kerstin Hecking ihren Mann nicht zum HSV lassen wollte

HSV-Trainer Dieter Hecking und seine Frau Kerstin beim Frankfurter Sportpresseball 2015.

HSV-Trainer Dieter Hecking und seine Frau Kerstin beim Frankfurter Sportpresseball 2015.

Foto: imago/Hartenfelser

Panne beim HSV-Adventskalender. Training ohne drei "Geprellte". Harnik hat für Nach-Profi-Zeit zwei Clubs im Visier.

Die HSV-News am Dienstag, den 26. November 2019:

  • HSV-Trainer? Heckings Frau hätte Auszeit bevorzugt
  • Neue Panne bei HSV-Adventskalender
  • HSV-Training ohne drei "Geprellte"
  • Harnik hat für Zeit nach HSV zwei Clubs im Visier

HSV-Trainer? Heckings Frau hätte Auszeit bevorzugt

Wenn es nach Dieter Heckings Ehefrau Kerstin gegangen wäre, wäre er jetzt nicht Trainer des HSV. Sie habe sich im Sommer gewünscht, dass er sich eine Auszeit genommen hätte und nach seinem Aus in Mönchengladbach nicht nach Hamburg weitergezogen wäre, verriet Dieter Hecking (55) im "Bild"-Podcast "Phrasenmäher". "Aber ich weiß, dass sie immer hinter meinem Beruf gestanden hat, erst als Spieler, dann als Trainer." Und genauso gönne er ihr den Erfolg, den sie beruflich habe.

Kerstin Hecking ist als Yoga-, Pilates- und Meditationstrainerin tätig und führt ein Studio in der Nähe des gemeinsamen Zuhauses in Bad Nenndorf. Ihren Mann habe sie allerdings bislang nicht von einem ihrer Kurse überzeugen können. Er habe zwar die Männeryogastunde, die seine Frau jeden Mittwoch leitet, schon ein paarmal besucht, erzählte der HSV-Trainer: "Sie ist eine sehr gute Yogalehrerin. Aber wenn sie mich dann korrigiert, geht bei mir das No-Go los. Da kommt es dann zu kleinen Kabbeleien." Er wisse ja, dass er die Übungen nicht gut mache und ein "steifer Bock" sei. "Aber man kann es als Mann schlecht haben, von der eigenen Frau kritisiert zu werden."

Kerstin und Dieter Hecking sind seit 33 Jahren verheiratet und haben gemeinsam fünf Kinder.

Neue Panne bei HSV-Adventskalender

Alle Jahre wieder … passiert beim HSV zu Weihnachten offenbar eine Merchandising-Panne. Und wie schon im Vorjahr ist erneut der Adventskalender betroffen. "Mit großem Bedauern mussten wir feststellen, dass in der Charge L749252 … zum Teil falsche Fanposter enthalten sind. Dabei handelt es sich um einen Produktionsfehler“, schreibt das Unternehmen Fanshop Sweets. Es hatte die Kalender für den HSV produziert.

Wer einen der betroffenen Schokokalender öffnet, kann eine böse Überraschung erleben. In den Packungen ist ein Poster enthalten, das statt der Mannschaft des HSV die des Drittligisten Hansa Rostock zeigt.

Der Hersteller verspricht nun Abhilfe: Wer ein unerwünschtes Poster vorfindet, kann dieses kostenfrei zurücksenden oder eine E-Mail schicken und bekommt "schnellstmöglich" das HSV-Poster zugesandt.

Im Vorjahr waren in einigen HSV-Adventskalendern Rabattgutscheine für den Erzrivalen Werder Bremen zu finden. Dazu musste man die Frage richtig beantworten, wie hoch die Flutlichtmasten im Weser-Stadion sind. Eine ähnliche Merchandising-Panne war dem HSV 2015 unterlaufen. Damals rief der Club ein Fan-Shirt zurück, auf dem eine Choreografie aus der Fankurve von Hertha BSC im Berliner Olympiastadion zu sehen war.

Kleiner Trost: Auch Bayern München ist vor Adventskalender-Pannen nicht gefeit. 2017 bot der Rekordmeister einen Kalender an, auf dem der zu dieser Zeit bereits entlassene Trainer Carlo Ancelotti zu sehen war. Fans konnten einen Jupp Heynckes zum Überkleben beziehen.

HSV-Training ohne drei "Geprellte"

Da war Dieter Hecking wohl etwas zu optimistisch: Ohne die verletzten Daniel Heuer Fernandes, Lukas Hinterseer und Xavier Amaechi hat der HSV am Dienstag die Vorbereitung auf das Zweitligaspiel beim VfL Osnabrück (Freitag, 18.30 Uhr/Sky und Onefootball) aufgenommen.

Torwart Heuer Fernandes hatte am Sonnabend beim 2:1-Sieg gegen Dynamo Dresden eine schwere Prellung des Schienbeins erlitten. Bei Hinterseer und Amaechi ist es der Oberschenkel: Die beiden Angreifer hatten vor einer Woche bei Länderspielen jeweils einen Schlag abbekommen und standen deshalb für das Spiel gegen Dresden nicht zur Verfügung.

HSV-Trainer Hecking hatte sich noch am Sonntag zuversichtlich geäußert, dass zumindest Amaechi am Dienstag ins Training zurückkehren könnte. Immerhin: Alle drei "Geprellten" konnten individuelle Übungen machen. Dafür durfte sich wieder A-Jugend-Spieler Jonah Fabisch (18) unter die Profis mischen. Am Nachmittag fand eine zweite Einheit statt – allerdings nicht auf den Trainingsplätzen, wie der HSV kurzfristig bekannt gab.

Harnik hat für Zeit nach HSV zwei Clubs im Visier

Mit seiner Profilaufbahn hat Martin Harnik (32) noch lange nicht abgeschlossen. "Ich genieße jedes Jahr, das noch kommt", sagte der HSV-Stürmer der "Bild"-Zeitung und der "Hamburger Morgenpost". Am liebsten beim HSV. Sollte der Club in dieser Saison den Aufstieg schaffen, würde aus der Leihe von Werder Bremen eine verpflichtende Kaufoption werden, so ist es vertraglich festgelegt.

Aber eines ist für Harnik klar: Ganz mit dem Fußball aufhören kann und will er auch nach seiner aktiven Laufbahn nicht. "Die Liebe zum Spiel wird ein Leben lang bleiben. Solange der Körper es mitmacht, werde ich Fußball spielen."

Und zwar in seiner Heimatstadt Hamburg, in der er langfristig seine Zukunft sieht und sich im kommenden Jahr ein Haus bauen möchte. Zwei Clubs hat Harnik schon in die engere Auswahl genommen: die TuS Dassendorf, von 2014 bis 2018 Meister und aktuell Tabellenführer der Oberliga Hamburg, und den SC Vier- und Marschlande, bei dem er selbst einst das Fußballspielen erlernt hat. Harniks Jugendclub, zu dem er weiterhin gute Beziehungen führt, ist allerdings aktuell nur noch in der siebtklassigen Bezirksliga vertreten.

Am Montag brachte Harnik anlässlich des Hamburger-Weg-Weihnachtstags Wunschzettel von benachteiligten Kindern und Jugendlichen am Baum an und erinnerte sich bei der Gelegenheit an seinen eigenen größten Weihnachtswunsch – der ihm aber nie erfüllt wurde.