Heimspiel gegen Gladbach

Erster HSV-Fan wegen Pyro-Schande beim Abstieg vor Gericht

Bilder einer Schande: Beim bislang letzten Bundesligaspiel des HSV, ein 2:1-Sieg gegen Gladbach, drehten einige Fans durch.

Bilder einer Schande: Beim bislang letzten Bundesligaspiel des HSV, ein 2:1-Sieg gegen Gladbach, drehten einige Fans durch.

Foto: Witters

Die Beweise gegen den Zuschauer, der am 12. Mai 2018 im Volksparkstadion war, sind erdrückend. Nun kommt es zum Prozess.

Hamburg. Es waren Bilder einer Schande: Als der HSV trotz des 2:1-Erfolgs gegen Borussia Mönchengladbach am 12. Mai 2018 erstmals in seiner Clubhistorie aus der Fußball-Bundesliga abstieg, inszenierten sich einige Zuschauer auf der Nordtribüne im Volksparkstadion durch das Abbrennen von Pyrotechnik in einem zuvor nie da gewesenen Ausmaß. Knapp eineinhalb Jahre später steht nun der erste HSV-Fan wegen der damaligen Vorfälle vor Gericht.

24-jähriger HSV-Fan nach Pyro-Krawall identifiziert

Wie die Hamburger Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, muss sich der Angeklagte R. am Montag, den 4. November, vor dem Amtsgericht Altona wegen Landfriedensbruch verantworten.

Konkret wird dem 24-Jährigen vorgeworfen, einen pyrotechnischen Gegenstand angezündet und aufs Spielfeld geworfen zu haben. Dabei soll R. wie rund 50 weitere Personen, die ebenfalls Rauchbomben und Feuerwerkskörper auf den Platz warfen, vermummt gewesen sein.

Pyrotechnik: Polizisten sagen gegen HSV-Fan aus

Wie das Abendblatt erfuhr, sind vier Zeugen zu dem Prozess geladen – zwei Polizeibeamte und zwei zivile Zuschauer der Partie. Außerdem dienen Videoaufnahmen einer Kamera im Stadion als Beweismaterial. Der Angeklagte, der nicht in Hamburg wohnt, hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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Obwohl das Volksparkstadion an jenem 12. Mai 2018 in Rauchbomben und Fackeln eingehüllt war, sodass die Partie kurz vor dem Abbruch stand, ist R. der erste mutmaßliche Täter, gegen den handfeste Beweise vorliegen.

HSV hat Stadionverbote gegen Fans zurückgestuft

Nach Abendblatt-Informationen hatte der HSV nach den Vorfällen zwar einige Stadionverbote ausgesprochen. Doch der Club hat diese inzwischen auf Bewährung zurückgestuft, da die Straftaten nicht zu beweisen waren.

Nun könnte es die erste Verurteilung der gespenstischen Abstiegsshow geben.