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Ralf Becker: "In diesem HSV steckt ein Teil von mir"

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Ex-Sportvorstand lobt St.-Pauli-Trainer Luhukay. Amaechi und Moritz vor Doppeleinsatz. Holtby gewinnt in Blackburn ersten "Titel".

Die HSV-News am 21. Oktober 2019:

Becker verbucht HSV-Erfolg auch für sich und lobt Luhukay

Der frühere Sportvorstand Ralf Becker sieht den HSV auf einem guten Weg. Mit seinem Nachfolger Jonas Boldt, Sportdirektor Michael Mutzel und Trainer Dieter Hecking sei der Zweitligaclub bestens aufgestellt: „Es sind gute Leute, denen man Zeit geben sollte. Und zwar unabhängig davon, ob es im Sommer zurück in die Bundesliga geht“, sagte Becker in einem Interview dem „Kicker“.

Das Ende beim HSV im Mai sei für ihn überraschend gekommen und habe ihn auch getroffen: „Natürlich ist so etwas persönlich erst mal nicht einfach zu verarbeiten“, sagte der 49-Jährige. Letztlich wisse aber jeder, „dass wir solche Entscheidungen in diesem Geschäft akzeptieren müssen“. Er bedauere, dass er nicht mehr Zeit als das eine Jahr hatte, um die Veränderungen nach dem ersten Bundesliga-Abstieg der Hamburger voranzutreiben. Zumal der HSV anders als der 1. FC Köln wirtschaftlich "kein gesunder Absteiger" gewesen sei.

Trotz des geringen finanziellen Spielraums sei es richtig gewesen, den Wiederaufstieg anzupeilen. "Ich mag ehrgeizige Ziele. Mir hat Jos Luhukay imponiert, wie er auf St. Pauli zunächst das Ziel Bundesliga innerhalb von zwei Jahren formuliert hat. Das finde ich super."

Den momentanen Erfolg des HSV verbucht Becker, der Mutzel geholt und die Verpflichtung von Hecking vorbereitet hatte, auch auf seinem Konto: „Ich sehe es tatsächlich auch so, dass schon ein Teil von mir in diesem HSV steckt.“ Deshalb fiebere er weiter mit dem Club. Im Nachhinein würde er aber bestimmte Dinge anders machen. Becker: "Ich hätte manchmal besser mit den Gremien kommunizieren können. Das gehört eben auch dazu. Ich wollte aber vor allem über Inhalte überzeugen."

HSV-Nachwuchsteams legen mit guten Ergebnissen vor

Die Nachwuchsmannschaften des HSV haben den Profis für das heutige Topspiel der 2. Bundesliga bei Arminia Bielefeld (20.30 Uhr/Sky und Onefootball, Liveticker bei Abendblatt.de) eine Steilvorlage geliefert. Die U21 setzte sich in der Regionalliga Nord beim SSV Jeddeloh mit 3:1 durch. Vor 507 Zuschauern in Edewecht besorgte Profi-Leihgabe Xavier Amaechi mit seinem ersten Tor für den HSV die Führung (22. Minute). Khaled Mohssen erhöhte auf 0:2 (56.). Jeddeloh konnte zwar in Unterzahl durch Thilo Töpken verkürzen (85.) – Muhittin Bastürk hatte wegen groben Foulspiels die Rote Karte gesehen (70.). Doch Tobias Fagerström sorgte kurz darauf für die Entscheidung (87.). In der Tabelle setzte sich der HSV mit jetzt 17 Punkten als Zwölfter von den Abstiegsrängen ab.

Wichtige Punkte gegen den Abstieg sammelte auch die U19 in der A-Junioren-Bundesliga dank eines 2:0-Sieges gegen RB Leipzig. Anssi Suhonen (51./Elfmeter) und Peter Beke (90.+1) stellten den dritten Saisonsieg für die Mannschaft von Trainer Daniel Petrowsky sicher. In der Tabelle der Gruppe Nord/Nordost festigte der HSV (elf Punkte) damit seinen zehnten Tabellenplatz.

Einen Dämpfer musste die U17 des HSV in der B-Junioren-Bundesliga hinnehmen. Nach einer Serie von sechs gewonnenen Punktspielen kam die Mannschaft von Trainer Pit Reimers beim VfL Wolfsburg nicht über ein 0:0 hinaus und verlor dadurch die Tabellenführung an RB Leipzig (24 Punkte). Auch Hertha BSC (23) zog vorbei, der HSV folgt nun punktgleich auf Rang drei.

Amaechi und Moritz gegen Arminia Bielefeld im Kader

Für Amaechi (18) und den wieder genesenen Christoph Moritz (29) könnte es ein arbeitsreiches verlängertes Wochenende werden. Nachdem beide noch am Sonnabend im Spiel beim SSV Jeddeloh über die vollen 90 Minuten für den HSV II auf dem Platz gestanden und überzeugt hatten, wurden sie von Cheftrainer Dieter Hecking in seinen Kader für das Spiel in Bielefeld berufen. Beide kamen in der 2. Bundesliga bislang nur auf jeweils einen Kurzeinsatz.

Kapitän Aaron Hunt, den immer noch muskuläre Probleme im Oberschenkel plagen, und der rechte Verteidiger Jan Gyamerah (Wadenbeinbruch) stehen Hecking in Bielefeld nicht zur Verfügung.

Diekmeier lässt es krachen

Anlässlich seines 30. Geburtstages am Sonntag bekam der langjährige HSV-Profi Dennis Diekmeier (jetzt SV Sandhausen) von seiner Frau Dana eine Überraschungsparty organisiert. Unter dem Motto "Ballermann" kamen 40 Gäste, darunter viele Freunde aus Hamburg. Gefeiert wurde auf einem Schiff in Heidelberg.

„Eine krasse Überraschung! Ich kam hier im Anzug an, wusste von nix", sagte Diekmeier der "Bild"-Zeitung. Seine Eltern hatten sich einst am Ballermann kennengelernt.

Holtby trifft und wird "Mann des Spiels"

Bei seinem ersten Startelfeinsatz für die Blackburn Rovers ist Lewis Holtby das erste Tor für seinen neuen Club gelungen. Im Spiel der zweiten englischen Liga gegen Absteiger Huddersfield Town traf der frühere HSV-Publikumsliebling in der 20. Minute zum 1:1-Ausgleich. Am Ende wurde Holtby sogar zum "Spieler des Spiels" gewählt.

Allerdings reichte es am Ende für die Rovers nur zu einem 2:2-Unentschieden. Nach vier Spielen ohne Sieg rutschte der Club auf Platz 15 der Tabelle ab, Huddersfield ist 22.