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Festung Volkspark? Hecking erklärt Zusammenspiel mit Fans

Hecking versucht, humorvoll auf Fragen zu reagieren und gibt einen Ausblick, was er von der Partie gegen Greuther Fürth erwartet.

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Können HSV-Torhüter Heuer Fernandes und Verteidiger Jung gegen Fürth etwa doch spielen? Sonderlob für Vertreter Jonas David.

Die HSV-News am Donnerstag, den 3. Oktober 2019:

  • Hecking freut sich über Heimserie
  • HSV-Coach rechnet mit Einsatz von Heuer Fernandes
  • Chancen bei Jung stehen bei 50:50
  • Extralob für ersten Jung-Vertreter Jonas David
  • Mavraj spricht über Rückkehr nach Hamburg
  • Wie geht HSV gegen schläfrige Anfangsphasen vor?
  • Ehefrau von Bernd Wehmeyer gestorben

Festung Volkspark? Hecking ist erfreut

Zehn Punkte holte der HSV aus den bisherigen vier Heimspielen und zeigte dabei vor allem bei den jüngsten Erfolgen gegen Hannover (3:0) und Aue (4:0) überzeugende Leistungen. Eine solche Punkteausbeute gekrönt mit einer ansehnlichen Spielweise ist man in Hamburg nicht mehr gewohnt. Wohl auch deshalb ist der bisherige Zuschauerschnitt von 46.241 Stadionbesuchern noch ausbaufähig. Die Fans wollen erstmal abwarten, ob der positive Trend auch anhält. Für das anstehende Heimspiel gegen Greuther Fürth (13 Uhr/Sky und im Abendblatt-Liveticker) sind bislang 41.000 Tickets verkauft, davon 300 an die Gästefans.

Trainer Dieter Hecking sieht die Leistung auf dem Platz als Schlüssel für den Zusammenhalt mit den Zuschauern. Mit der bisherigen Ausbeute im Volksparkstadion ist er zufrieden. „Die Zwischenbilanz ist erfreulich, wir können uns aber nicht sicher sein, dass es so weitergeht. Wir werden sicherlich auch irgendwann ein Heimspiel verlieren."

Aber nicht gegen Fürth, oder etwa doch? „Fürth ist ein guter Gegner. Es ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. In Stuttgart haben sie das sehr, sehr gut gemacht. Sie hätten das Spiel nicht verlieren müssen. Fürth ist keine Aufgabe, die wir mal eben im Vorbeigehen lösen können", mahnt Hecking, der aber zugleich an die eigene Stärke appelliert. "Wir sind zu Hause sehr stabil und wollen unsere Serie ausbauen. Es wird wie immer ein Zusammenspiel sein zwischen den Zuschauern und dem, was wir auf dem Platz zeigen. Wenn wir es schaffen, den Funken überspringen zu lassen, bin ich optimistisch, dass wir gewinnen werden.“

Hecking schürt Hoffnung bei zwei Verletzten

Dieter Hecking überraschte am Donnerstag gleich mit zwei Personalien. „Bei Heuer Fernandes sieht es gut aus", sagte der HSV-Trainer zu Beginn der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Greuther Fürth. "Er wird heute individuell trainieren. Die medizinische Abteilung hat mir gesagt, dass er spielen kann.“

Die Oberschenkelprobleme (Hecking: "Er hat eine leichte Zerrung") von Torhüter Daniel Heuer Fernandes, der zuletzt beim 2:2 in Regensburg folgenschwer patzte, scheinen also nicht so schlimm zu sein wie befürchtet. Nachdem der Portugiese die Einheit am Dienstag abgebrochen hatte und am Mittwoch auf dem Platz fehlte, sah es zunächst nicht gut aus um seinen Einsatz.

Nun gibt Hecking aber grünes Licht bei seinem Stammtorwart. „Er hat gestern beschwerdefrei im Kraftraum gearbeitet. Im Moment spricht nichts dagegen, dass er morgen mit der Mannschaft trainiert und dann wird er spielen.“

Hecking hofft noch bei verletztem Jung

Ein ähnliches Belastungsmuster erhofft sich der HSV-Coach auch bei Abwehrspieler Gideon Jung, bei dem es Anfang der Woche noch hieß, er werde wegen einer Oberschenkelzerrung gegen Fürth ausfallen. Nun aber überraschte Hecking mit seiner Einschätzung: „Eine Zerrung kann auch schnell auskuriert sein. Der Einsatz steht auf der Kippe, aber es gibt Chancen, dass er spielen kann." Und wie hoch sind diese Chancen? „Sie stehen bei 50:50.“ Ah ha.

Getreu nach dem guardiolaschen Motto "Gideon – und sonst nichts" ergänzte der erfahrene Coach: „Über einen möglichen Ersatz mache ich mir erst Gedanken, wenn ich weiß, dass er nicht spielen kann.“

Fällt Jung aus, wäre David bereit

Auch ohne konkrete Worte ist natürlich klar, wer für den Fall der Fälle spielen könnte. Am Mittwoch hatte Hecking Youngster Jonas David konstant im Training an der Seite des gesetzten Innenverteidigers Rick van Drongelen getestet. „Jonas hat sich in den vergangenen Wochen stetig weiterentwickelt. Er ist eine von drei Alternativen", sagte der 55-Jährige, der im nächsten Atemzug wenig überraschend Kyriakos Papadopoulos und Timo Letschert als weitere Optionen nannte.

Doch Eigengewächs David scheint den Abwehrrecken aus Griechenland beziehungsweise der Niederlage momentan den Rang abgelaufen zu haben. "Wenn Jonas spielt, dann weil wir davon überzeugt sind, dass er gut spielt. Und dafür hat er in den zurückliegenden Wochen viel Eigenwerbung betrieben", fuhr Hecking vielsagend fort.

Mavraj spricht über Rückkehr nach Hamburg

Vor knapp zwei Jahren verabschiedete sich Mergim Mavraj wenig ruhmreich vom HSV. Mit einer Abfindung in Höhe von 250.000 Euro und einigen Provokationen im Gepäck suchte er das Weite. Zuvor war der Verteidiger vom Club aussortiert worden. Nun kehrt er als Spieler von Greuther Fürth zurück in den Volkspark. Für das Abendblatt hat er sich Zeit für ein paar Fragen genommen. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie HIER.

Wie geht HSV gegen schläfrige Anfangsphasen vor?

In den jüngsten beiden Auswärtsspielen beim FC St. Pauli (0:2) und in Regensburg (2:2) verschlief der HSV die Anfangsphase, was zu Punktverlusten führte. Wie wollen die Hamburger diesen Schlendrian bekämpfen? „Es gibt dafür keine besonderen Maßnahmen, das sehe ich nicht als großes Bedürfnis an", sagte Trainer Hecking. „Wir sind mit unserer umformierten Mannschaft immer noch im Lernprozess. In Regensburg haben wir den Gegner durch leichte Ballverluste ins Spiel gebracht. Das müssen wir abstellen."

Denn dann kann der HSV-Express schon mal ins Rollen geraten. Hecking: „Wenn uns das gelingt, sind wir auch sofort in der Lage, einen Gang höherzuschalten. Wichtig ist, dass die Mannschaft von ihrer Qualität überzeugt ist und ihr Spiel durchzieht."

Wehmeyer trauert um seine Ehefrau

HSV-Clubmanager Bernd Wehmeyer trauert um seine Ehefrau. Almuth Wehmeyer starb am Mittwoch im Alter von 65 Jahren an den Folgen eines plötzlichen Einrisses der Hauptschlagader. „Almuth wurde aus der Blüte ihres Lebens gerissen“, wird Bernd Wehmeyer auf der HSV-Homepage zitiert. Wehmeyer hatte als einstiger Linksverteidiger mit dem HSV 1983 den Pokal der Landesmeister gewonnen. Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie HIER.