Menschlich gesehen

Adrian Fein ist der Taktgeber aus dem Süden

Der HSV-Leihspieler ist in München verwurzelt. Dass der Familienmensch bei den Bayern landete, hat er seinem Vater zu verdanken.

Dass Adrian Fein (20) ein Kind des Südens ist, fiel am Montagabend vielen TV-Zuschauern auf. Ein großflächiges Tattoo mit dem Münchner Kindl, dem Wappen der bayerischen Landeshauptstadt und seines Geburtsorts, prangt auf dem linken Unterarm des HSV-Profis, der für ein Jahr vom FC Bayern ausgeliehen ist. Dass Fein beim Spiel in Nürnberg auffiel, lag vor allem daran, dass der Fußballer Fein auffällt: Mit zarten 20 Jahren ist der gebürtige Münchner schon der Taktgeber im Hamburger Mittelfeld.

Fein, dessen erstes Wort als Kind „Ball“ gewesen sein soll, ist aber nicht nur leidenschaftlicher Fußballer, sondern auch ein echter Familienmensch. Auch das dokumentieren seine tätowierten Arme, auf denen alle seine vier Geschwister und seine Eltern verewigt sind. Die Initialen seines Opas hat er sich auf die Brust stechen lassen. Dass der Abiturient künftig wieder für den FC Bayern spielen wird, hat er allerdings seinem Vater Oliver zu verdanken. Der ist zwar Fan von 1860 München, stellte aber einst den Kontakt zu den Bayern her.