HSV

Bernd Hoffmann gibt Trainer Hannes Wolf eine Jobgarantie

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bei einem Auftritt im Hotel Grand Elysee am 20. März.

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann bei einem Auftritt im Hotel Grand Elysee am 20. März.

Foto: Valeria Witters / WITTERS

Im Übersee-Club spricht der Vorstandschef über den Kader, die Lizenzfrage – und den Erzrivalen als Vorbild für den Aufstieg.

Hamburg.  Die Halle im Amsinck-Haus an der Außenalster war am Mittwochabend nicht nur bis auf den letzten Platz besetzt, als der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann und Vereinspräsident Marcell Jansen über die Zukunft des HSV sprechen wollten. Der Raum war regelrecht überfüllt. Doch die 200 Mitglieder des Hamburger Übersee-Clubs, die ein Ticket ergattern konnten, sollten weder ihr Kommen noch den verspäteten Start der Diskussionsrunde bereuen, nachdem Jansen – im traditionsbewussten Übersee-Club ausnahmsweise ganz ohne Krawatte – das akademische Viertel ausgekostet hatte.

Während der eine oder andere anfangs noch auf das Handy schaute, um beim parallel stattfindenden Pokalspiel der Bayern auf dem Laufenden zu bleiben, zentrierte sich das Interesse der Zuhörer schon bald auf die Hamburger Protagonisten.

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HSV-Chef Hoffmann verspricht Lizenz für kommende Saison

So überraschte Hoffmann bereits zu Beginn des Gesprächs, als er die Lizenz für die neue Saison versprach: „Wir werden zu 100 Prozent sicher eine Lizenz für die Bundesliga und für die Zweite Liga bekommen – ohne eine Art von Bedingungen und Auflagen.“

Im Falle eines Aufstiegs rechnet der Clubboss mit einem Gehaltsetat von 40 bis 50 Millionen Euro. Mit Clubs wie Mainz 05 könne der HSV damit aber nur bedingt mithalten. „Aktuell sind wir sportlich nicht wettbewerbsfähig mit Clubs wie Mainz. Wenn wir uns um einen Spieler streiten, dann würde der derzeit eher nach Mainz gehen.“ Seine überraschende Lösung: sich ein wenig mehr am Nordrivalen Werder Bremen orientieren. „Die machen einen exzellenten Job.“

Jobgarantie für Trainer Wolf

Diesen mache laut Hoffmann auch Trainer Hannes Wolf, den der 56-Jährige selbst für den Fall einer echten Krise in der kommenden Saison eine ligaunabhängige Jobgarantie aussprach: „Wir werden im Oktober in der Bundesliga oder in der Zweiten Liga eine Krise haben. Und anders als sonst werden wir den Trainer dann nicht wechseln.“

Nicht ganz festlegen wollte sich Hoffmann, ob es in Zukunft nicht doch noch einen weiteren Anteilsverkauf geben könnte. Zunächst werde es hier kein neues Ergebnis geben, sagte er, kündigte aber gleichzeitig eine „Neustrukturierung von Anteilen“ an. Wie diese genau aussehen soll, blieb offen.

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