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HSV bestätigt ersten Profi-Neuzugang für kommende Saison

Hannes Wolf: Sichere Pyro? Eine sehr gute Idee!

Trainer Hannes Wolf spricht vor dem Spiel beim 1. FC Heidenheim über den Kader, den Gegner und den Pyro-Vorstoß des HSV.

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Termin für Pokal-Viertelfinale steht fest. Hwang vor Comeback. Pollersbeck fehlt im Trainingssspiel. HSV "ineffizientester Club".

Offiziell: HSV holt Gyamerah

Der HSV-Kader der kommenden Saison nimmt weiter Gestalt an. Zwei Tage nachdem sich der Zweitliga-Tabellenführer die Dienste des Dortmunder Angriffstalents Ware Pakia (17) gesichert hat – er soll allerdings zunächst in den Nachwuchsmannschaften zum Einsatz kommen –, steht nun auch die Verpflichtung von Jan Gyamerah fest. Der 23 Jahre alte Außenverteidiger des VfL Bochum unterschrieb einen ligaunabhängigen Dreijahresvertrag.

„Jan ist ein Spieler, der absolut in unser Anforderungsprofil passt. Er ist ein junger Spieler, der vom Alter her zu uns passt und sich weiterentwickeln möchte“, sagte HSV-Sportvorstand Ralf Becker. Der Deutschghanaer Gyamerah spielt seit 2011 für Bochum und bestritt für den Revierclub bislang 70 Spiele in der 2. Bundesliga. Er kann als rechter Verteidiger, aber auch in der Innenverteidigung und im Mittelfeld eingesetzt werden.

Hwang vor Comeback

Hee-Chan Hwang kann im Spitzenspiel der 2. Bundesliga beim 1. FC Heidenheim am Sonnabend (13 Uhr/Sky, Liveticker bei Abendblatt.de) sein Comeback beim HSV geben. Der südkoreanische Angreifer absolvierte das Training des Tabellenführers am Donnerstagvormittag beschwerdefrei. "Er hat voll trainiert und ist einsatzbereit. Das gibt uns eine sehr gute Option", sagte Trainer Hannes Wolf.

Ob er Hwang von Anfang an aufstellt oder zunächst auf der Bank lässt, habe er noch nicht entschieden. "Hee-Chan kann sicher noch nicht 90 Minuten durchspielen", sagte Wolf. Hwang hatte nach seiner Rückkehr von der Asienmeisterschaft wegen Beschwerden im Hüftbeuger den Beginn der zweiten Saisonhälfte verpasst.

Pollersbeck fehlt im Trainingsspiel

Muss der HSV im Spiel beim 1. FC Heidenheim am Sonnabend um den Einsatz von Torwart Julian Pollersbeck bangen? Statt am Donnerstag am Trainingsspiel teilzunehmen, absolvierte der U-21-Europameister individuelle Übungen. Wegen einer Magenschleimhautentzündung hatte Pollersbeck bereits die beiden vorangegangenen Einheiten verpasst.

Trainer Hannes Wolf gab in der Pressekonferenz am Nachmittag aber vorsichtig Entwarnung: "Wir wollten, dass Julian torwartspezifische Übungen macht."

In der A-Elf wurde Pollersbeck bei herrlichem Sonnenschein von HSV-II-Stammkraft Morten Behrens vertreten. Aus der A-Jugend durfte der offensive Mittelfeldspieler Anssi Suhonen (18) am Profitraining teilnehmen.

"Sponsors": HSV ineffizientester Club

Dass beim HSV finanzieller Aufwand und sportlicher Ertrag in den vergangenen Jahren in einem Missverhältnis standen, ist keine kühne Behauptung. Jetzt gibt es den empirischen Beleg: In der vom Magazin "Sponsors" berechneten "Effizienztabelle" der vergangenen Bundesligasaison landeten die Hamburger auf dem letzten Platz.

Der HSV hatte für seine Profis 55 Millionen Euro ausgegeben, die gesamten Personalkosten beliefen sich sogar auf 74,8 Millionen Euro. Damit hätten die Hamburger "in der oberen Tabellenhälfte landen müssen", schreibt "Sponsors". Gleichzeitig waren die Medienerlöse wegen der schlechten Platzierungen die drittniedrigsten der Liga (39,711 Millionen Euro), Pokaleinnahmen gab es kaum.

Ähnlich dürftig ist demnach das Ergebnis des VfL Wolfsburg. Den deutschen Meister Bayern München sieht "Sponsors" bei Personalausgaben von insgesamt 302,5 Millionen Euro, davon 220 Millionen Euro für die Profis, auf Relegationsplatz 16. Effizientester Club war der FC Augsburg, gefolgt vom SC Freiburg und dem FSV Mainz 05.

Zur gesamten "Sponsors"-Auswertung gelangen Sie über diesen Link.

Caiuby wechselt zu Fink

Der frühere HSV-Trainer Thorsten Fink kann sich bei Grasshoppers Zürich über namhafte Verstärkung freuen. Der beim FC Augsburg aussortierte Caiuby wird bis Saisonende an den Schweizer Rekordmeister ausgeliehen. Der 30 Jahre alte Brasilianer war beim Bundesligisten nach wiederholten Eskapaden Ende des vergangenen Monats suspendiert worden. Über die finanziellen Modalitäten der Leihe hätten beide Vereine Stillschweigen vereinbart, teilte der FCA mit.

Das Transferfenster der Schweiz hat noch bis Freitag geöffnet. Zuletzt hatte Caiuby nicht nur Ärger mit dem Club durch Undiszipliniertheiten wegen eines verlängerten Winterurlaubs, sondern auch mit der Justiz. Das Amtsgericht Augsburg hatte einen Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung erlassen. Ob Caiuby den Strafbefehl akzeptiert hat, ist unbekannt.

Die Grasshoppers stehen aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz der Super League. Fink (51), von Oktober 2011 bis September 2013 HSV-Trainer, hatte den Traditionsclub im April vergangenen Jahres übernommen.

HSV tritt am 2. April im Pokal in Paderborn an

Der ganz große Auftritt bleibt dem HSV auch im Viertelfinale des DFB-Pokals beim SC Paderborn verwehrt. Die ARD entschied sich gegen eine Liveübertragung des Duells der beiden Zweitligaclubs. Die Partie am Dienstag, den 2. April (18.30 Uhr) ist somit nur im Pay-TV-Sender Sky in voller Länge zu sehen.

Das Erste hatte wohl ohnehin keine Wahl. Die Betriebserlaubnis für das Paderborner Stadion endet um 22 Uhr, seit 2009 nach dem Ostwestfalen-Derby gegen Arminia Bielefeld drei Anwohner in Stadionnähe erfolgreich gegen eine Sonderregelung klagten. Kleiner Trost: Auch vom Spiel von Rekordmeister Bayern München beim 1. FC Heidenheim tags darauf (18.30 Uhr) zeigt die ARD nur eine späte Zusammenfassung.

Frei empfangbar sind dagegen die Viertelfinalspiele FC Augsburg gegen RB Leipzig (2. April) und FC Schalke gegen Werder Bremen (3. April, jeweils 20.45 Uhr). Ticketinformationen will der HSV "in den kommenden Tagen" bekannt geben. Der Zweitliga-Tabellenführer hatte sich durch einen 1:0-Sieg über Nürnberg für die Runde der letzten acht qualifiziert.

Bilder des Achtelfinalsiegs gegen Nürnberg:

Ex-HSV-Kapitän Hoogma schwärmt vom FC St. Pauli

Der frühere HSV-Kapitän Nico Hoogma (50) ist glücklich, dass sein Sohn Justin jetzt für den FC St. Pauli spielt. "Ich habe nie etwas gegen St. Pauli gehabt. Das ist ein geiler Verein mit eigener Identität", sagte der Niederländer der "Hamburger Morgenpost". Die Rivalität sei "mehr was für die Fans". Verteidiger Justin Hoogma (20) war im Januar von Hoffenheim an den Zweitligaclub verliehen worden.

Besonders gefreut hat sich Nico Hoogma auch darüber, dass Deutschland sein EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande am 6. September im Volksparkstadion austrägt. Hoogma ist seit einem Jahr als Sportdirektor des niederländischen Fußballverbands für die Nationalmannschaften zuständig. "Mit Holland in mein altes Wohnzimmer zurückzukommen, das ist fantastisch. Mehr geht nicht."

Den HSV hat Hoogma d. Ä. weiterhin im Blick – besonders seinen Landsmann Rick van Drongelen (20). Dass der Verteidiger in absehbarer Zeit vom U-21- zum A-Nationalspieler aufsteigen wird, sieht Hoogma allerdings nicht: "Rick steht zurzeit nicht auf dem Zettel. Er hat das Herz, das du brauchst, ist ein echter Verteidiger. Aber er muss fußballerisch besser werden, um für das A-Team infrage zu kommen." An seinen Mitbewerbern Virgil van Dijk (Liverpool), Matthijs de Ligt, Daley Blind (beide Amsterdam) und Stefan de Vrij (Inter Mailand) ist für van Drongelen derzeit kein Vorbeikommen.

… und Heidenheims Trainer von der HSV-Flügelzange

Vor dem Spiel gegen den HSV am Sonnabend warnt Heidenheims Trainer Frank Schmidt besonders vor den Hamburger Außenbahnspielern. "Mit Khaled Narey und Bakery Jatta hat Hamburg zwei Hochgeschwindigkeitszüge auf den Gleisen", sagte der 45-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Hoffnung macht dem gebürtigen Heidenheimer und dienstältesten Trainer des deutschen Profifußballs (seit 2007 im Amt) allerdings, dass der HSV die letzten beiden Auswärtsspiele in Kiel und Bielefeld verloren hat. Zudem muss HSV-Trainer Hannes Wolf möglicherweise Narey in die Defensive zurückbeordern. Er könnte in Heidenheim den gesperrten Rechtsverteidiger Gotoku Sakai vertreten.

Das Hinrundenspiel in Hamburg hatten die Heidenheimer unglücklich mit 2:3 verloren. Schmidt: "Wir haben dort viel auf die Wiese gebracht, hatten zahlreiche gute Einschusschancen. Zwei, drei Tage hatte ich danach daran zu knabbern." Inzwischen ist seine Mannschaft als bestes Rückrundenteam der 2. Bundesliga bis auf vier Punkte an Spitzenreiter HSV herangerückt und dank eines sensationellen 2:1-Siegs über Leverkusen wie die Hamburger für das Pokalviertelfinale qualifiziert.

Glatzel: Heidenheim ist kein Spitzenteam

Heidenheims Stürmer Robert Glatzel (zehn Saisontore) sieht seine Mannschaft trotz Platz vier nicht auf der Höhe der Konkurrenz an der Tabellenspitze. "Wir haben uns bisher nur auf uns konzentriert, stets von Spiel zu Spiel gedacht. Wenn wir uns als Spitzenteam bezeichnen würden, fliegt uns das um die Ohren", sagte der 25-Jährige dem Fachmagazin "Kicker".

Vergangene Saison war der FCH dem Abstieg nur knapp entronnen. Glatzel: "Wir haben uns alle vorgenommen, dass so etwas nicht noch mal passieren darf. Jeder musste einen Schritt nach vorne machen – und das hat jeder kapiert." Auch die Spielweise habe man umgestellt: weniger lange Bälle nach vorn, mehr spielerische Lösungen. Zudem sei die Mannschaft gut verstärkt worden.