HSV-Einzelkritik

Özcan glänzt bei Startelfdebüt, Santos sorgte für Raunen

Sakai überzeugte mit fehlerfreier Leistung gegen Nürnberg. Mangala spielte mit angezogener Handbremse. Holtby zurecht zufrieden.

Der HSV zieht mit einem hochverdienten 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg ins Pokalviertelfinale ein. Neuzugang Özcan erzielt das Tor des Tages. Hier sind die Hamburger Profis in der Einzelkritik.

Pollersbeck: Hatte noch weniger zu tun als vor einer Woche gegen Sandhausen. Das hätte beinahe Folgen gehabt, als er einen harmlosen Ball fallen ließ.

Sakai: Schüttelte seinen Bielefelder Rot-Frust schnell ab und überzeugte mit einer fehlerfreien Leistung.

Bates: Der BBC-Report über den Schotten vor dem Spiel schien ihn zusätzlich gestärkt zu haben. Verlor gefühlt nicht einen einzigen Zweikampf.

Der HSV steht im Viertelfinale – die Abendblatt-Analyse

Van Drongelen: Nürnbergs Topstürmer Ishak dürfte noch einige Nächte unter Verfolgungswahn leiden. Der Niederländer ließ den Schweden keine Zehntelsekunde aus den Augen.

Santos: Seine geschmeidigen Bewegungen sorgten mehrfach für ein Raunen im Rund. Der Pass auf Jatta vor dem 1:0 darf in keinem Jahresrückblick fehlen.

Mangala (bis 45.): Spielte mit angezogener Handbremse. Die Erklärung zur Halbzeit: Der Belgier hatte einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen.

Janjicic (ab 46.): Machte im zweiten Durchgang alles richtig, was er richtig machen konnte. Kompliment!

Narey: Unter vielen richtig guten Hamburgern war der Rechtsaußen nicht so richtig gut. Manchmal reicht eben auch ein befriedigend.

Holtby: Sein Arme-Hochreißen vor den Zuschauern ist in der Regel ein Indiz dafür, dass er ein gutes Spiel gemacht hat. Hat er.

Özcan (bis 70.): Was für eine Startelfpremiere. Sprühte vor Spielfreude und setzte mit seinem Tor selbst die Kirsche auf die Sahnetorte.

Ito (ab 70.): Fügte sich ordentlich ein, ohne dabei zu glänzen.

Jatta (bis 85.): Der Forrest Gump vom Volkspark war erneut nicht einzufangen. Da darf man dann auch mal ins Toraus sprinten. Bei seiner Auswechslung gab es zu Recht Standing Ovations.

Vagnoman (ab 85.): Zeigte sofort, dass er ähnlich schnell sprinten kann wie sein Vorgänger.

Arp: Bis auf einen hübschen Zidane-Gedächtnis-Trick wirkten seine Aktionen erneut etwas unglücklich.