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Wer wird Präsident? Jansen stellt sich beim Beirat vor

Ex-HSV-Profi Marcell Jansen wirbt für sich. Hunt und Hwang bereiten Sorgen. Wintzheimer verliert mit der U20.

Marcell Jansen stellt sich beim Beirat vor

Wird Marcell Jansen neuer HSV-Präsident? Nach Abendblatt-Informationen hatte der Ex-Profi am Dienstag seinen Vorstellungstermin beim Beirat, der einer Kandidatur zustimmen muss. Bislang hatte sich Jansen nicht aus der Deckung locken lassen, ob er sich um das Ehrenamt im e.V. bemühen will. Neben Jansen hatten auch Rechtsanwalt Rainer Ferslev und Ex-Präsident Jürgen Hunke ihren Termin beim Beirat.

Uwe-Seeler-Kumpel Heinrich Höper stellt sich am Mittwoch beim fünfköpfigen Gremium um den Vorsitzenden Jan Wendt vor. Auch der frühere Vizepräsident Ralph Hartmann sowie Ex-Aufsichtsrätin Katrin Sattelmair, die als Wunschkandidatin von Clubboss Bernd Hoffmann gilt, beschäftigen sich mit einer Kandidatur.

Die Bewerbungsfrist läuft am 30. November ab, die endgültigen Kandidaten will der Beirat am 17. Dezember bekannt geben. Voraussichtlich wird das Gremium die Mitglieder zwischen zwei bis drei Präsidentschaftsanwärtern wählen lassen.

Hwang und Jung trainieren wieder – ein bisschen

Teilentwarnung bei Hee-Chan Hwang: Nachdem der Koreaner das Mannschaftstraining am Dienstagvormittag aufgrund seiner Adduktorenprobleme ausgelassen hatte, war er am Nachmittag wieder auf dem Platz anzutreffen. Etwa eine Stunde lang mischte Hwang mit, dann schloss er sich der Kleingruppe von Reha-Trainer Sebastian Capel an, der nebenan schon mit Matti Steinmann (Zyste an der Hüfte) und Gideon Jung (Knorpelschaden im Knie) übte.

Jung hatte am Montag erstmals nach seiner Verletzung wieder eine halbe Stunde mit der Mannschaft trainiert. Am Dienstag erhöhte er sein Pensum auf 40 Minuten. Auch Nachwuchsangreifer Aaron Opoku, der das Training am Montag abgebrochen hatte, konnte wieder mitwirken.

Nationalspieler sind zurück

Trainer Hannes Wolf bittet heute zur Doppelschicht in den Volkspark (10 und 15.30 Uhr). Mit dabei ist auch Nationalspieler Léo Lacroix, die Youngster Fiete Arp, Jonas David und Josha Vagnoman pausieren dagegen noch. Orel Mangala und Vasilije Janjicic waren bereist am Montag von ihren Nationalteams zurückgekehrt. Der Rest reist die kommenden Tage zurück nach Hamburg.

Wolf nimmt die Situation gelassen. "Freitag sind alle im Training. Mehr Zeit hatten wir zuletzt auch nicht für die Spielvorbereitung." Am Montag (20.30 Uhr) empfängt der HSV Union Berlin zum Topspiel in der Zweiten Liga.

Sorgen um Hunt und Hwang

Weiterhin pausieren muss Kapitän Aaron Hunt. Der Offensivspieler laboriert an einem grippalen Infekt und soll in den kommenden Tagen wieder ins Training einsteigen. Nach seinem 30-minütigen Comeback am Vortag fehlte auch Hee-Chan Hwang bei der Vormittagseinheit. Der Koreaner soll im Laufe der Woche wieder voll belastet werden.

Arslan in der Türkei suspendiert

Ärger für den Ex-Hamburger Tolgay Arslan: Der Mittelfeldspieler von Besiktas Istanbul ist von seinem Verein suspendiert worden, weil er in der Halbzeit beim Spiel gegen Basaksehir (0:1) etwas gegessen hatte, anstatt sich aufzuwärmen. Möglicherweise könnte sein spontaner Hunger jedoch nicht der einzige Grund sein, warum er beim Tabellen-Siebten der Süper Lig in Ungnade gefallen ist. Zuvor hatte Arslan den türkischen Verband auf ausstehende Gehaltszahlungen aufmerksam gemacht. Das Geld hat er inzwischen bekommen. Nun soll Arslan mit dem Fitness-Trainer auf dem Nachwuchsgelände Übungen absolvieren.

Wintzheimer verliert mit U20 in England

Bitterer Abend für HSV-Talent Manuel Wintzheimer: Der Stürmer verlor am Montagabend in Colchester mit der deutschen U20-Auswahl beim amtierenden Weltmeister England 0:2. Wintzheimer stand zunächst in der Startelf und wurde nach 62 Minuten durch den Bremer Johannes Eggestein ersetzt. Danach fielen die Tore: In der 66. und 69. Minute schlugen die Briten mit einem Doppelschlag zu.

Waldschmidt-Doppelpack bei U21-Sieg

Doppeltorschütze Luca Waldschmidt freute sich nach dem Jubiläumserfolg der deutschen U21 im EM-Härtetest besonders. „Ich bin sowohl mit der Mannschaftsleistung als auch mit meiner eigenen zufrieden“, sagte der Ex-Hamburger nach dem 2:1 (1:1) in Italien. Waldschmidt wendete per Handelfmeter (43. Minute) und mit einer feinen Einzelleistung (48.) das Spiel nach einem 0:1-Rückstand durch Vittorio Parigini (21.) zugunsten des Europameisters. „Dass wir den Rückstand auswärts gedreht haben, spricht für unseren guten Teamgeist“, befand der 22-Jährige.

Waldschmidt war im Sommer für die vertraglich festgeschriebene Ablöse von fünf Millionen Euro nach Freiburg gewechselt. Mit zwei Toren und drei Vorlagen hat er maßgeblichen Anteil am soliden Saisonstart der Breisgauer (Platz 10). Damit hat er jetzt schon so viele Scorerpunkte gesammelt wie in seinen 35 Einsätzen in zwei Jahren beim HSV.