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HSV-Fans attackieren Hoffmann für Titz-Aus

Die HSV-Fans sind noch immer sauer über die Entlassung von Trainer Christian Titz. Für sie heißt der Schuldige: Bernd Hoffmann.

Die HSV-Fans sind noch immer sauer über die Entlassung von Trainer Christian Titz. Für sie heißt der Schuldige: Bernd Hoffmann.

Foto: imago/JanHuebner

Sturmtalent postet Bild mit jubelndem Neu-Trainer Wolf. Sportvorstand Becker zollt Mannschaft Respekt für Sieg nach Chaos-Woche.

HSV-Fans "drohen" Vorstandsvorsitzenden Hoffmann

Der Jubel über den Sieg in Magdeburg war groß bei den mitgereisten HSV-Fans. Doch ungetrübt war diese Freude wahrlich nicht. Als die Mannschaft in die Kurve ging, um sich nach dem Spiel für die Unterstützung zu bedanken, skandierten die Anhänger den Namen von Ex-Trainer Christian Titz.

Die Entlassung des Publikumslieblings nagt noch immer an den Fans, die auf einem Plakat eine deutliche Botschaft in Richtung des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann sendeten. "Hoffmann, du wirst von uns hören", stand in großen Lettern in der Kurve. Auch dazu wird Hoffmann sicher am Sonntag (22.50 Uhr) bei seinem Besuch im "NDR Sportclub" Stellung beziehen. Moderiert wird die Sendung von Ben Wozny.

Arp freut sich bei Facebook über Sieg in Magdeburg

Mit seinen Social-Media-Auftritten hatte sich Fiete Arp zuletzt wenig Freunde gemacht. Nach seinem Post vor dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli (Fuck FCSP) und seiner emotionalen Verabschiedung von Ex-Trainer Christian Titz, die beim HSV durchaus auch als Kritik an der Entscheidung von seinem sportlichen Ziehvater gewertet wurde, hat sich der 18-Jährige nun erneut in den Sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet. „Ich denke, das Bild spricht für sich“, schrieb der Publikumsliebling bei Facebook unter ein Foto, das ihn mit Trainer Hannes Wolf unmittelbar nach dem Tor zum 1:0 beim 1. FC Magdeburg beim Jubel zeigt.

Arp hatte zuletzt deutlich gemacht, dass vor allem der an Christian Titz gerichteten Post falsch interpretiert wurde. Trotzdem wird der emotionale Youngster, der sich mit dem HSV identifiziert wie kaum ein anderer, wohl um eine Geldstrafe nicht herumkommen.

"Mr. Auswärts" Narey sorgt gerne für Erfolge in der Fremde

Es scheint so, als würde sich Khaled Narey besonders wohl in der Fremde fühlen. Der Offensivspieler erzielte alle seine drei Treffer auswärts. Mit seinen beiden Toren am zweiten Spieltag in Sandhausen (3:0) sowie dem Siegtreffer in Magdeburg sicherte der 24-Jährige dem HSV quasi im Alleingang sechs wichtige Punkte. Auf sein erstes Pflichtspieltor im Volkspark wartet der Offensivallrounder noch. Wir wollten diesen Sieg unbedingt!“, sagte Narey nach der Partie. „Wir wollen diesen Erfolg nun in unsere Heimspiele mit reinnehmen und auch dort erfolgreich sein.“ Doch erst einmal will Narey im DFB-Pokalspiel am Dienstag wieder zuschlagen. Dann muss der Bundesliga-Absteiger beim Drittligacluib SV Wehen Wiesbaden antreten.

Becker lobt Mentalität des HSV

Ralf Becker atmete nach dem Abpfiff tief durch. Der Sportvorstand des HSV war sichtlich zufrieden, als er nach und nach jeden seiner Spieler abklatschte und herzte. Vor allem die Reaktion nach dem Platzverweis von David Bates gefiel dem ehemaligen Profi. „Ich fand es wirklich beeindruckend, nach dieser Woche, nach diesem Spielverlauf und in diesem Hexenkessel in einer solchen Situation in Unterzahl so zu reagieren und so zu spielen. Ganz großes Kompliment! Der Sieg ist absolut verdient und tut nach dieser Woche sehr gut“, sagte der 48-Jährige, der für seine Entscheidung, Christian Titz zu beurlauben von Teilen der Fans viel Kritik einstecken musste.