HSV

Santos: Der Dauerbrenner sorgte für Zungenschnalzer

Vor allem die eingewechselten Ito, Hwang und Arp brachten Schwung. Bei Hunt blieb eine Reaktion auf das 0:5 aus. Die Einzelkritik.

Hamburg. Was brachte dieses 0:0 bei Greuther Fürth an Erkenntnissen für den HSV und seinen nach dem 0:5 gegen Jahrn Regensburg leidgeplagten Trainer Christian Titz? Dass Fiete Arp möglicherweise eine Alternative zu Pierre-Michel Lasogga ist, der als Joker beim Derby gegen den FC St. Pauli (13.30 Volksparkstadion) eingewechselt werden könnte? Dass die Defensive immerhin zu null spielte, aber auch mal wackelte? Die Einzelkritik des Hamburger Abendblatts.

Pollersbeck: Vier Tage nach seinem Patzer gegen Regensburg beschränkte sich der Torhüter darauf, keinen Fehler zu machen. Hat geklappt.

Sakai: Warum der Routinier auch in einem Zweitligaspiel in Fürth noch nervös wirkt, bleibt ein Rätsel. Schüttelte die Nervosität erst spät ab.

Bates: Raus, rein, raus, rein. Der rotierende Schotte spielte in Fürth erstmals konstant solide.

Van Drongelen: Stabiler als zuletzt, aber noch immer nicht richtig gut.

Santos (bis 45.): Der brasilianische Dauerbrenner sorgte offensiv immer wieder für Zungenschnalzer, defensiv aber auch mehrfach für Kopfweh. Musste gelb-rot-gefährdet raus.

Ito (ab 46.): Brachte neues Leben in das HSV-Spiel. Bitte wieder kommen.

Janjicic: Ruhig und zuverlässig wie ein Schweizer Uhrenwerk. Es könnte möglicherweise einen Zusammenhang zu seiner Nationalität geben.

Mangala: Am Ball eine Augenweide – und der Chef im Mittelfeld.

Narey: Zwei Jahre rannte er am Ronhof die Linie rauf und runter. Zeigte nun auch im HSV-Trikot, dass er sich in Fürth recht wohl fühlt.

Hunt (bis 62.): Wollte auf die persönlichen Pfiffe gegen Regensburg eine persönliche Reaktion zeigen. Sie blieb aus.

Hwang (ab 62.): Von seiner Bänderdehnung im Knie war nichts zu spüren. Hatte gute Aktionen, die er aber nicht zu Ende brachte.

Holtby: Vom Unsichtbaren zum Halb-Unsichtbaren in nur vier Tagen.

Lasogga (bis 77.): „Diesen Tag werde ich nie vergessen“ sagte der Stürmer – über das 1:1 vor vier Jahren. Der 27. September 2018 wird in seinen Erinnerungen künftig keine Rolle spielen.

Arp (ab 77.): Ein bisschen Spielpraxis – und eine verdammt gute Chance.