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Ex-Präsident Jürgen Hunke macht sich für Felix Magath stark

Van Drongelen unterliegt Bates. Neuzugang Hwang spielt 85 Minuten gegen Chile. Ito verpasst Länderspieldebüt.

Van Drongelen verliert gegen Bates

HSV vs. HSV 1:2: Rick van Drongelen verlor das EM-Qualifikationsspiel der U21-Mannschaft der Niederländer gegen Schottland. Bei den Gästen spielte HSV-Kollege David Bates. Dadurch überflügelten die Schotten (Platz drei) die Niederländer (Platz vier). Gruppenführender ist England vor der Ukraine. Beim Spiel der Schweizer gegen Liechtenstein (3:0) kam Vasilije Janjicic nicht zum Einsatz.

Fünf Spiele binnen 15 Tagen – HSV vor heißem Herbst

Bislang war es ein sehr ruhiger September für den HSV. Mehr als ein Test gegen Drittligist Eintracht Braunschweig stand nicht auf dem Spielplan. Umso dicker kommt es in der zweiten Monatshälfte: Binnen 15 Tagen geht es fünfmal um Punkte in der 2. Bundesliga: gegen Heidenheim (15. September), in Dresden (18.), gegen Regensburg (23.), in Fürth (27.) und schließlich im Stadtderby gegen den FC St. Pauli (30.). Nur weitere fünf Tage später geht es schon nach Darmstadt. Hinzu kommt der Stress von mehr als 3000 Reisekilometern.

Für den Absteiger gilt es somit, in den Europapokalmodus zu finden. Trainer Christian Titz hat schon vor Beginn des heißen Herbsts damit begonnen, die Belastung zu dosieren. Für den morgigen Mittwoch hat er der Mannschaft freigegeben. „Wir werden zwischen den Begegnungen viel regenerieren und Videoanalysen machen“, sagte Titz der "Bild"-Zeitung. Der Trainer spricht von einer "Reifeprüfung" für die Mannschaft.

Für die Spieler aus der zweiten Reihe dürften die Einsatzchancen steigen. Entsprechend empfiehlt Sportvorstand Ralf Becker, die Situation als Chance zu begreifen: "Wir haben einen guten Kader und Selbstvertrauen und werden uns reinkämpfen. Wir freuen uns auf die Spiele und wollen uns behaupten, damit wir Ende September eine gute Position haben."

Ito erlebt Japans Sieg auf der Bank

Der Wunsch nach dem ersten A-Länderspiel hat sich für HSV-Profi Tatsuya Ito noch nicht erfüllt. Den 3:0-Sieg der japanischen Nationalmannschaft im Testspiel gegen Costa Rica erlebte der Linksaußen am Dienstagmittag (MESZ) auf der Ersatzbank. Sho Sasaki (16. Minute), Takumi Minamino (66.) und Namensvetter Junya Ito (90.+3) erzielten in Suita die Tore für die Mannschaft von Hajime Moriyasu.

Für den neuen Nationaltrainer, der Tatsuya Ito bereits in seinem bisherigen Job als U-21-Coach berufen hatte, war es ein gelungenes Debüt. Ein für vergangenen Freitag geplantes Länderspiel gegen Chile war aufgrund des schweren Erdbebens auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido abgesagt worden.

Da Ito nicht zum Zuge kam, entfiel auch der Fernvergleich mit seinem neuen HSV-Konkurrenten. Hee-chan Hwang traf beinahe gleichzeitig mit der Nationalmannschaft Südkoreas in einem Testspiel auf Chile und stand dabei wie auch der frühere HSV-Star Heung-min Son in der Anfangsformation. Allerdings reichte es gegen den Copa-América-Sieger um den früheren Bayern-Profi Arturo Vidal nur zu einem 0:0-Unentschieden.

Hwang wurde in der 86. Minute ausgewechselt. Beim 2:0-Heimsieg im Testspiel gegen Costa Rica am Freitag war er noch geschont worden.

Hwang trainiert Donnerstag erstmals mit

Hwang soll nach seiner Länderspielreise am Mittwochabend in Hamburg eintreffen und am Donnerstag erstmals beim HSV trainieren. Dann wird sich zeigen, ob der 22 Jahre alte Leihspieler von Red Bull Salzburg schon für das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Sonnabend (13 Uhr, Volksparkstadion/Sky, Liveticker auf Abendblatt.de) eine Alternative ist. „Ich möchte mir erst im Training einen Eindruck verschaffen“, sagte HSV-Trainer Christian Titz, „aber ich kann mir vorstellen, dass es passt.“

Der HSV hatte sich vergeblich bemüht, beim südkoreanischen Verband eine vorzeitige Freigabe Hwangs zu erwirken, um dessen Belastung in Grenzen zu halten und ihn schneller in die Mannschaft integrieren zu können. Erst vor zehn Tagen hatte Hwang mit der U-23-Auswahl seines Landes die Asienspiele gewonnen.

Becker verteidigt Transferpolitik

Sportvorstand Ralf Becker hat seinen Wechsel vom Zweitligisten Holstein Kiel zum HSV nicht bereut. „Der HSV ist eine tolle Aufgabe. Der Verein erfährt eine riesige Unterstützung. Nach dem Abstieg sind die Leute noch enger zusammengerückt“, sagte der 47-Jährige in einem „Bild“-Interview.

Dass die Hamburger auf dem Transfermarkt viele Leihgeschäfte abgeschlossen haben, habe daran gelegen, „dass unsere Möglichkeiten begrenzt sind. Natürlich würde ich junge, entwicklungsfähige Spieler mit großem Potenzial lieber für vier Jahre fest verpflichten. Mittelfristig wollen wir wieder in die Situation kommen, dass wir solche Jungs kaufen, weiterentwickeln und langfristig etwas von ihnen haben.“

Jarolims Vater gibt auf

Karel Jarolim, Vater des früheren HSV-Kapitäns David Jarolim, muss sein Amt als tschechischer Nationaltrainer nach zwei Jahren abtreten. Die Entscheidung sei im beiderseitigen Einvernehmen erfolgt, teilte der nationale Verband FACR am Dienstag mit. Karel Jarolim zieht damit die Konsequenzen aus dem 1:5-Debakel im Freundschaftsspiel gegen Russland vom Montag. Das Team brauche einen neuen Impuls, erklärte der 62-Jährige. Auf dem Rückflug aus Rostow am Don soll sich der Coach Medienberichten zufolge drastisch ausgedrückt haben: „Ich hätte eine öffentliche Hinrichtung verdient.“

Eine Rolle bei der Entscheidung dürfte auch die jüngste 1:2-Niederlage gegen die Ukraine in der Uefa Nations League gespielt haben. „Die Situation war nicht länger tragbar und musste sofort gelöst werden“, teilte der FACR-Vorsitzende Martin Malik mit. Als mögliche Nachfolger sind unter anderen Ex-Slavia-Trainer Jaroslav Silhavy und U-21-Nationaltrainer Vitezslav Lavicka im Gespräch.

Hunke wirbt für Magath

Der frühere Präsident Jürgen Hunke hat sich für einen Einstieg von Felix Magath beim HSV starkgemacht. "Ich glaube schon, dass er in seinem Alter einen Reiz dafür verspürt. Das Entscheidende aber wird sein, dass er nicht nur über die nötigen Mittel, sondern auch über die Kontakte verfügt, diese Mittel zur Verfügung zu stellen", sagt Hunke (75) im Gespräch mit dem Portal "Sport1". Hunke empfahl der Vereinsführung, sich mit Magaths Konzept zu beschäftigen.

Vereinsidol Magath (65) hatte im Januar das Gespräch mit HSV-Investor Klaus-Michael Kühne gesucht mit dem Ziel, bei der Fußball-AG einzusteigen – ohne Erfolg. Nun hat Kühne (81) angekündigt, seine Anteile von gut 20 Prozent abstoßen zu wollen. Als Grund hatte Kühne genannt, dass der Verein ihm eine Aufstockung seiner Anteile verwehrt habe.

Um seine Aktien verkaufen zu können, benötigt der Logistikunternehmer allerdings die Zustimmung des Vereins. Kritik übte Hunke in diesem Zusammenhang am Präsidenten und Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann, der auf Kühnes Ausstiegsankündigung gelassen reagiert hatte. "Vielleicht weiß er selbst nicht, wie es weitergeht. Wenn man wie er so viele Ämter mit Verantwortung innehat, dann muss er jetzt aus der Deckung kommen und seine Perspektive erklären, anstatt nur zu sagen, man sei in Gesprächen", sagte Hunke.

Sorgen um Holtby

Kein HSV-Training ohne Aufreger: Am Dienstagmorgen war es Lewis Holtby, der die Fans aufschrecken ließ. Schon kurz nach Beginn der Einheit humpelte der Offensivstar mit dick bandagiertem Sprunggelenk vom Feld. Holby hatte sich bei Passübungen ohne Fremdeinwirkung den Fuß vertreten.

Muss man sich Sorgen machen? "Ich hoffe nicht", sagte Holtby noch, bevor er in der Kabine verschwand. Trainer Christian Titz gab später aber Entwarnung. Es gebe kein ernsthaftes Problem. Dass sein früherer Privatschützling die Einheit abgebrochen habe, sei eine Vorsichtsmaßnahme.

Dabei hatte der Morgen eigentlich mit guten Nachrichten für den HSV-Angriff begonnen. Die angeschlagenen Pierre-Michel Lasogga und Khaled Narey konnten ihr Trainingspensum weiter steigern. Wie schon am Vortag absolvierten sie eine individuelle Einheit. Ihrem Einsatz im Zweitliga-Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Sonnabend sollte aber nichts im Wege stehen.

Auch Arp angeschlagen

Es liegt nahe, dass Lasogga dann im vierten Pflichtspiel nacheinander zur Startformation gehört. Dafür spricht schon seine aktuelle Saisonquote: vier Einsätze, vier Tore, dazu eine Vorlage. Durchschnittlich schießt der Stürmer alle 61 Minuten ein Tor.

Hinzu kommt, dass Mitbewerber Fiete Arp über leichte Knieprobleme klagt. Der 18-Jährige hatte am Montag im Training einen Schlag auf das Gelenk bekommen.

Arp erschien am Dienstag erst gar nicht auf den Trainingsplatz, sondern blieb im Kraftraum. Dort wird sich um 15 Uhr auch der Rest der Mannschaft am Nachmittag zur zweiten Einheit des Tages einfinden. Zuschauer sind dabei nicht zugelassen.

Neuer Dynamo-Trainer Walpurgis gibt Heimdebüt gegen HSV

Maik Walpurgis wird am kommenden Dienstag sein Heimdebüt als Trainer von Dynamo Dresden im Nachholspiel gegen den HSV geben. Der 44-Jährige wurde am Dienstagmittag als Nachfolger des entlassenen Uwe Neuhaus präsentiert.

"Ich freue mich auf die Herausforderung. Es ist ein fantastischer und sehr emotionaler Club. Ich habe selber hier mit Mannschaften gespielt und weiß um die besondere Atmosphäre. Das macht es umso reizvoller", sagte Walpurgis, bevor er am Nachmittag erstmals das Mannschaftstraining beim Tabellen-14. leitete. Den früheren Bundesliga-Profi Massimilian Porcello und seinen langjährigen Assistenten Ovid Hajou bringt Walpurgis als Co-Trainer mit.

Bisher arbeitete Walpurgis als Trainer beim FC Ingolstadt in der Bundesliga, beim VfL Osnabrück (3. Liga) und bei den Sportfreunden Lotte (Regionalliga). Dynamo wird derzeit noch vom früheren Kapitän Cristian Fiél betreut. Bereits am Freitag steht beim SSV Jahn Regensburg ein Auswärtsspiel an.