HSV-Einzelkritik

DJ Khaled hatte den falschen Song zum Spiel aufgelegt

Narey hätte zum Helden werden können, Steinmann zerstörte mit einer Bewegung das Spiel. Die Einzelkritik zum 0:3 gegen Kiel.

Hamburg. 0:3 gegen Holstein Kiel verloren – das erste Zweitligaspiel in der Geschichte des HSV war wahrlich historisch. Und er tat sehr weh – zumal das Spiel durchaus anders hätte laufen können. Die Einzelkritik.

Pollersbeck: Hatte früh Probleme mit der Hüfte. Mit den Kielern hatte er dagegen lange keine Probleme. An den drei Gegentoren am Ende schuldlos.

Sakai: Räumte bei der WM in Russland fleißig die Kabinen auf und gegen Holstein seine linke Abwehrseite ab. Wurde am Ende aber doch weggeputzt.

Bates (bis 57.): Erlaubte sich nach wenigen Sekunden einen (folgenlosen) Wackler und ließ sich nach knapp einer Stunde (folgenschwer) austanzen. Die direkte Folge: Der Schotte musste raus.

David (ab 57.): Noch kein Goliath.

Van Drongelen: Ist trotz des 0:3 der legitime Nachfolger von Papadopoulos als Abwehrchef und Mentalitätsmonster.

Santos: Deutete viel zu selten an, warum Schalke 04 über den Brasilianer nachdachte. Ist wahrscheinlich der beste Fußballer der Zweiten Liga, was er im Laufe der kommenden 33 Spiele gerne auch mal zeigen darf.

Steinmann: Kann mit einer einzigen Bewegung ein ganzes Spiel aufreißen. Kurz vor dem 0:2 machte eine falsche Bewegung ein ganzes Spiel endgültig kaputt.

Narey: Kurz vor dem Spiel wurde noch sein Motivationssong „All I do is win“ von DJ Khaled gespielt. Im Spiel hätte der Neuzugang seine Hamburger schon früh auf die Gewinnerstraße führen können, ließ aber eine ganze Reihe von Großchancen ungenutzt. Unter dem Strich steht nach einem Spiel in der Zweiten Liga: All I do is lose.

Janjicic (bis 83.): Der Verlierer der Vorsaison darf sich als Gewinner der Vorbereitung fühlen. Das reichte aber bei Weitem nicht, um Gewinner gegen Kiel zu sein.

Das ändert sich für den HSV in der zweiten Liga
Das ändert sich für den HSV in der zweiten Liga

Moritz (ab 83.): Verlor mit.

Holtby: Ließ im Stadionheft ausrichten, dass man nicht glücklich wird, wenn man ohne Spaß Fußball spielen würde. Machte dann nur bedingt Spaß und dürfte unglücklich ins Bett gegangen sein.

Ito: Bei jeder Ballannahme hat man ein lautes „Ah“ auf den Lippen. Doch wer A sagt, muss bekanntlich auch B sagen. Wird in der langen Zweitligasaison lernen müssen, seine herausragenden Qualitäten in Effizienz umzuwandeln.

Jairo (bis 57.): Viva España geht anders. Ganz anders.

Lasogga (ab 57.): Ignorierte das Drehbuch, das ihn als Matchwinner vorsah.