HSV gegen Werder

Hätte, hätte, Fehlerkette – die Einzelkritik zum HSV

Einer hatte schon Probleme beim Schuhebinden, einer gibt nur beim Stolpern 100 Prozent. Und ein Novum in der Abendblatt-Einzelkritik.

Bremen. Mathenia: Hätte die ganze Abseitsdiskussion nach dem Spiel verhindern können, wenn er im Spiel einfach mal die Beine zugemacht hätte. Hätte, hätte, Fehlerkette.

Sakai: Seine Fußspitze löste die Abseitssituation auf. An viel mehr entscheidenden Szenen war der Japaner nicht beteiligt.

Papadopoulos: Beim Zeus. Geizte nicht mit seinen speziellen Papa-Gedächtnis-Grätschen, die das 0:1 allerdings auch nicht verhindern konnten.

Van Drongelen: Ließ sich von Papadopoulos‘ Kompromisslosigkeit anstecken – bis er den Ball in der entscheidenden Szene des Spiels selbst über die Linie drückte.

Santos: Müsste dringend für eine Woche ans Kopfballpendel. Aber mit dem Füßchen weiß der Brasilianer schon etwas anzufangen.

Jung (bis 90.): Eklig und fies in der Defensive, aber auch eklig und fies im Spiel nach vorne.

Arp (ab 90.): Im Hinspiel durfte er erstmals Bundesligaluft schnuppern. Nun droht bald Zweitligaluft - oder ein Vereinswechsel.

Walace: Puh. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man fast meinen, dass der Brasilianer erst am Vortag aus dem Heimaturlaub angereist war.

Jatta (bis 77.): Das Schuhebinden muss man ihm noch beibringen, aber ansonsten wusste Hollerbachs Überraschungsgast in der Startelf zumindest in der ersten Halbzeit zu überzeugen.

Wood (ab 77.): Kam für Heldentaten zu spät – für den entscheidenden Ballverlust vor dem 0:1 reichte die Zeit aber locker.

Hunt: Schien an alter Wirkungsstätte Beißhemmungen zu haben. Man fragt sich allerdings auch, was der Ex-Bremer immer am Freitag macht, wenn Hollerbach im Stadion ganz geheime Standardvarianten einstudiert.

Kostic: Auf der Außenbahn im Vergleich zu den letzten Spielen ein bisschen außen vor.

Hahn: Selbst beim Stolpern gibt er noch 100 Prozent.

Die „Fans“: Aus aktuellem Anlass zum ersten Mal in der Geschichte des Hamburger Abendblatts an dieser Stelle auch eine Einzelkritik zu den sogenannten „Fans“. Denn wenn immer die Rede davon ist, dass die Anhänger der zwölfte Mann einer Mannschaft sein sollen, dann war Hamburgs zwölfter Mann am späten Sonnabend der mit Abstand schwächste Akteur beim Nordderby.