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Uwe Seeler kritisiert Transferpolitik des HSV

HSV Hangouts: Wie ist die Stimmung beim FC? Was wird aus Gisdol? Abendblatt-Reporter Stefan Walther und Lars Werner vom Kölner Stadtanzeiger suchen nach Antworten.

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Der Vater von Jann-Fiete Arp spricht über dessen Zukunft – und stellt eine Bedingung. Marco Drawz bleibt länger.

Drawz bleibt mindestens bis Sommer '19

Der HSV hat den Profivertrag mit dem 18 Jahre alten polnischen Junioren-Nationalspieler Marco Drawz um ein Jahr bis Sommer 2019 verlängert. „Marco hat sehr großes Potenzial“, sagte Sportchef Jens Todt am Freitag über den talentierten Mittelstürmer.

Der in Bad Segeberg geborene Angreifer spielt seit 2010 für den HSV und hat seither alle Altersklassen-Teams des Vereins durchlaufen. In dieser Saison erzielte Drawz in der A-Junioren-Bundesliga neun Treffer und gab drei Torvorlagen. Damit hat er großen Anteil an der Tabellenführung der U19-Mannschaft.

Seeler kritisiert Transferpolitik

Uwe Seeler hat die Transferpolitik des HSV kritisiert. „Die Mannschaft hätte schon im Sommer richtig verstärkt werden müssen. Auch im Winter hätte etwas gemacht werden müssen, denn man hat ja gesehen, wie die Hinrunde gelaufen ist“, monierte das 81 Jahre alte Vereinsidol in der „Hamburger Morgenpost“. Der seit Jahren andauernde Abstiegskampf macht Seeler schwer zu schaffen: „Es nimmt mich sehr mit, dass der HSV nichts auf die Beine gestellt bekommt.“

Dass der Tabellenvorletzte (15 Punkte) im Heimspiel am Sonnabend (18.30 Uhr, Volksparkstadion/Sky, Liveticker auf Abendblatt.de) gegen den Letzten 1. FC Köln (9) unter Zugzwang steht, sei eindeutig. „Klar ist, dass man gegen Köln gewinnen muss. Sonst wird es ganz eng“, betonte Seeler. Ob auch der Job von Trainer Markus Gisdol auf dem Spiel steht, wollte der einstige HSV-Torjäger nicht beurteilen: „Das sollen die Verantwortlichen des Vereins tun.“

Vater spricht über Arps Zukunft

Im Falle des Abstiegs droht dem HSV der Abgang von Sturmjuwel Jann-Fiete Arp (18). „Wenn der HSV absteigen sollte, muss man sich fragen, ob es sinnvoll ist, in die 2. Liga mitzugehen“, sagte Falko Arp, Vater des Angreifers, dem Onlineportal „Sportbuzzer“. Grundsätzlich sieht der Stürmer offenbar aber seine Zukunft auch über sein Vertragsende im Sommer 2019 hinaus an der Elbe.

„Eigentlich soll es der HSV sein“, sagte Vater Arp, der seinen Sohn gemeinsam mit dem ehemaligen HSV-Spieler Jürgen Milewski berät: „Fietes Traum ist, den Klassenerhalt zu schaffen und den HSV weiter zu unterstützen, solange es geht. Sein Herz hängt am HSV. Vor dem Kellerkrimi gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln am Sonnabend sind die Hamburger mit 15 Punkten Vorletzter.

Nur Chelsea hat sich nicht gemeldet

Zudem bestätigte Vater Arp, dass sein Sohn auch bei internationalen Topclubs auf dem Einkaufszettel steht. „Alle attestieren Fiete eine große Zukunft. Es sind große Clubs hinter ihm her. Kaum einer will ihn nicht haben“, sagte er: „Nur Chelsea hat sich nie bei uns gemeldet, obwohl das so oft kolportiert wurde.“ Erst am Donnerstag hatte der "Kicker" berichtet, dass Bayer Leverkusen an Fiete Arp interessiert sei.

Die Hamburger wollen unbedingt mit ihrem 18 Jahre alten Eigengewächs verlängern. Für das Spiel gegen Köln steht der Abiturient aufgrund einer hartnäckigen Erkältung voraussichtlich nicht zur Verfügung.

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