Nachruf

Hubert Stapelfeldt – Trauer um einen eisenharten HSVer

Dieter Matz

Der frühere Mittelläufer starb im Alter von 76 Jahren. Sein größter Erfolg war der Gewinn des DFB-Pokals.

Hamburg. Der HSV trauert um Hubert Stapelfeldt, der am Wochenende im Alter von 76 Jahren in Hamburg nach langer und schwerer Krankheit starb. Der frühere Mittelläufer war ein Mann der ersten Bundesliga-Stunde, denn er gehörte zu jener Mannschaft, die am 24. August 1963 unter der Regie von Trainer Martin Wilke mit einem 1:1 im Auswärtsspiel bei Preußen Münster in die neu geschaffene Elite-Liga startete.

Stapelfeldt war einst Jugendnationalspieler (vier Einsätze), und er bestritt für Deutschland ein U-23-Länderspiel. In seinen Mannschaften war der eisenharte Abwehrspieler stets ein beliebtes Element, denn er war nicht nur in den Spielen konsequent, er ging auch privat seinen Weg mit Disziplin, mit Herz und Humor, immer geradeaus.

DFB-Pokal-Sieg als Höhepunkt

Für den HSV bestritt Hubert Stapelfeldt von 1960 bis 1965 insgesamt 23 Oberligaspiele, stand in Endrundenbegegnungen um die deutsche Meisterschaft und dreimal im Europapokal auf dem Rasen, er brachte es auf 15 Bundesligapartien. Sportlicher Höhepunkt seiner Karriere war am 14. August 1963 der Gewinn des DFB-Pokals, als der HSV in Hannover durch drei Uwe-Seeler-Tore 3:0 gegen Borussia Dortmund gewann.

In der Saison 1965/66 wechselte Stapelfeldt dann zu Eintracht Trier, musste dort aber seine Laufbahn nach nur wenigen Spielen wegen einer schweren Verletzung beenden.

Stationen als Trainer

Danach wurde der Betriebsratsvorsitzende von Edeka Hamburg noch Amateurtrainer beim Elmshoner MTV, bei Altona 93, TuS Neu-Steilshoop und Komet Blankenese. Der HSV verliert mit dem Tod von Hubert Stapelfeldt einen äußerst beliebten und kernigen Mann.

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