HSV-Verteidiger

Brasilianer machen ernst bei Cléber und reisen nach Hamburg

Sieht sich Cléber schon nach einem neuen Arbeitgeber um?

Sieht sich Cléber schon nach einem neuen Arbeitgeber um?

Foto: UweSpeck / Witters

Gisdol outet sich als Cléber-Fan, doch die Zeichen stehen auf Abschied. Macht sein Abgang den Weg für ein neues Abwehrzentrum frei?

Hamburg. Zieht es Cléber zurück in seine Heimat? Der Verteidiger hat bekanntlich das Interesse des FC Santos sowie Atlético Mineiro auf sich gezogen. Wie Hamburger Medien übereinstimmend berichten, sollen Vertreter des FC Santos bereits in der Hansestadt sein, um mit dem HSV über einen Transfer im Winter zu verhandeln.

Dem Vernehmen nach sollen die Brasilianer bereit sein, zwei Millionen Euro für den 26-Jährigen zu zahlen. Der HSV, an den Cléber noch bis Sommer 2018 vertraglich gebunden ist, soll aber auf drei Millionen Euro pochen. So viel Geld ließen sich die Hamburger 2014 die Dienste Clébers kosten.

Gisdol bleibt ein Fan von Cléber

Für viel weniger wird der HSV den robusten Innenverteidiger wohl nicht abgeben. Auf der gestrigen Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Augsburg outete sich Trainer Markus Gisdol erneut als Fan des Brasilianers. „Grundsätzlich finde ich Cléber nach wie vor gut“, sagte Gisdol am Donnerstag. Er habe eine schwierige Phase gehabt, in der er trotz mangelnder Fitness habe spielen müssen. „Jetzt wollen wir ihn wieder richtig aufbauen“, sagte Gisdol.

Sind das nur die üblichen Aussagen mitten im Ablöse-Poker, um den Wert des Spielers zu steigern? Für Gisdol scheint ein Transfer nicht unbedingt notwendig. Klar ist aber auch: Geht Cléber, hätte der HSV mehr finanziellen Spielraum für dringend benötigte Neuzugänge für die Defensive. Der Tabellen-Vorletzte würde dann versuchen, zwei Abwehrspieler im Winter zu verpflichten.

Das Risiko mit „Papa“ und Kirchhoff

Leipzigs Reservist Kyriakos Papadopoulos (24) und der ehemalige Bayern-Verteidiger Jan Kirchhoff (26) vom AFC Sunderland sollen ganz oben auf dem Wunschzettel stehen. Allerdings fielen beide Spieler in den vergangenen Jahren vor allem durch ihre Verletzungsanfälligkeit auf.