HSV-Splitter

KSC-Präsident bezieht Stellung zu Gerüchten über Jens Todt

Termin für Pokalspiel gegen Köln steht – mit einer Enttäuschung für die Fans. Netzer drischt auf den HSV ein. Todt kein Thema mehr?

Gisdol macht Sakai zum neuen Kapitän

HSV-Trainer Markus Gisdol greift durch und setzt Johan Djourou als Kapitän ab. Sein Nachfolger wird Gotoku Sakai. Lesen Sie HIER die Hintergründe dieser Personalentscheidung.

KSC-Präsident dementiert Todt-Kontakte

Er selbst hatte noch Anfang der Woche dementiert, dass es Gespräche mit dem HSV gegeben habe. Dennoch hielt sich der Name Jens Todt nach der Absage Christian Hochstätters in der Sportchef-Frage weiter hartnäckig. Doch jetzt betonte auch Todts Chef, dass an der Lesart eines Wunschkandidaten aus Karlsruhe nichts dran sei. Zumindest dementierte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther jeglichen Kontakt von Dietmar Beiersdorfers Intimus Todt zum HSV.

Auch Bayer Leverkusens Manager Jonas Boldt ist kein Thema mehr: "Dietmar Beiersdorfer wollte die geringe Chance nicht ungenutzt lassen, noch einmal bei mir nachzufragen“, sagte Boldt dem „Express“.

HSV gegen Köln um 18.30 Uhr

Die zarte Hoffnung auf ein Live-Spiel im DFB-Pokal hat sich zerschlagen. Am Donnerstag verkündete die ARD ihre Entscheidung, im Achtelfinale lieber Bayern München gegen Wolfsburg (dienstags) sowie Borussia Dortmund gegen Hertha BSC (mittwochs) zu übertragen. Dazu tragen natürlich die vom DFB festgesetzten Anstoßzeiten bei, nach denen der HSV sein Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Dienstag, 7. Februar, um 18.30 austrägt. Die Live-Spiele werden dagegen jeweils um 20.45 Uhr angepfiffen. Trostpflaster für HSV-Fans ohne Eintrittskarte: Der Bezahlsender "Sky" wird das Duell gegen den FC in jedem Fall übertragen.

Auch Netzer haut drauf

Als nächster Experte hat Günter Netzer scharfe Kritik an Hamburgs Verantwortlichen geübt. "Der HSV ist ein einziges Trauerspiel“, sagte der Ex-Manager der "Bild“-Zeitung. "Es sind total unverständliche Dinge, die da gemacht werden.“ Kein Mensch solle sich einbilden, dass durch einen Abstieg eine Selbstreinigung passiere. Man müsse überlegen, wie man den Zustand aus der Ersten Liga heraus verändern könne. "Nicht erst absteigen und dann anfangen zu denken“, ergänzte der 72-Jährige.

Der Ex-Nationalspieler war von 1978 bis 1986 sportlicher Leiter bei den Norddeutschen. In dieser Phase gewann der HSV einmal den Europapokal der Landesmeister, stand ein weiteres Mal im Endspiel um die wichtigste europäische Clubtrophäe und wurde dreimal deutscher Meister. Zu den Entdeckungen des einstigen Mittelfeldstrategen gehörte übrigens auch Dietmar Beiersdorfer. Netzer holte den heutigen Vorstandsvorsitzenden 1986 als damals 22 Jahre alten Jungprofi von der SpVgg Greuther Fürth an die Elbe.

Gisdol will TSG und Nagelsmann wehtun

Markus Gisdol kehrt ohne große Sentimentalitäten zu 1899 Hoffenheim zurück. "Ich hatte eine spannende und schöne Zeit in Hoffenheim, und freue mich darauf, alte Wegbegleiter wieder zu treffen. Aber dieses sportliche Kapitel ist abgeschlossen, der Fokus liegt ganz klar auf der schwierigen Aufgabe, die uns dort mit dem HSV erwartet“, sagte der 47-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Gisdol lobte die Arbeit seines 29 Jahre alten Kollegen Julian Nagelsmann, der als jüngster Erstliga-Coach den Hoffenheimern zu einem Höhenflug verholfen hat. "Julian hat ein gutes Team geformt, das stabil und gereift wirkt“, sagte er. "Wir als HSV müssen es schaffen, ihnen weh zu tun und an dieser Stabilität zu rütteln.“

Arp sammelt Länderpunkte

Zu Beginn der Länderspielpause hatte Markus Gisdol Jann-Fiete Arp noch bei den Profis mittrainieren und beim 8:0-Sieg gegen Teutonia auch spielen lassen, jetzt befindet sich der 16-Jährige selbst auf Länderspieltour. In Island bestreitet der Stürmer mit der deutschen U17 heute und am Sonnabend zwei Test gegen die Gastgeber. Arps bisherige Bilanz beim DFB: Drei Spiele, zwei Treffer. Damit ist der Angreifer gemeinsam mit Nicolas Kühn (RB Leipzig) der aktuell beste Schütze seines Jahrgangs.

Hier sendet Jann-Fiete Arp Grüße über den neuen Instagram-Account der HSV-Nachwuchsabteilung:

Voller Block auch in Hoffenheim

Beim letzten Gastspiel war der Auswärtsblock in Hoffenheim ausverkauft, und auch dieses Mal werden den HSV mehr als 3000 Fans im Kraichgau unterstützen. Stand Donnerstagvormittag wurden in Hamburg 2600 Karten abgesetzt, dazu werden etliche Anhänger aus Süddeutschland hinzustoßen. Die Reiselust ist also ungebrochen, die Fanbetreuung macht noch keinen negativen Trend aus. "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist ja auch unsere Stärke", sagt Fanbetreuer Cornelius Göbel.

Mut dürfte dem Anhang auch die letzte Fahrt nach Sinsheim machen: Am 24. Oktober 2015 durfte er über einen 1:0-Sieg durch ein spätes Tor von Pierre-Michel Lasogga jubeln. Es war das letzte Spiel des heutigen HSV-Trainers Markus Gisdol auf der Hoffenheimer Bank. Ansonsten ist die Auswärtsbilanz gegen die TSG mit zwei Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen (6:19 Tore) deutlich negativ.

Demirbay erneuert seine Aussagen

Ähnlich wie bereits im Abendblatt hat sich Kerem Demirbay nun auch noch einmal im "Kicker" über seine Zeit als HSV-Profi geäußert. "Ich habe dort keine Chance bekommen“, sagte der jetzige Hoffenheimer in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. "Speziell in meiner Zeit in Düsseldorf hat sich nie jemand aus Hamburg nach mir erkundigt. Wie es mir geht oder wie es läuft“, sagte Demirbay. "Sie gaben mir nie das Gefühl, ihnen wichtig zu sein.“

Am Ende habe man sich aber im Guten getrennt. Er sei dem HSV dankbar für die Chance, als junger Spieler Profi zu werden. Für die Türkei hat der 23-Jährige bereits in der U21-Mannschaft gespielt, allerdings stand er auch schon im Kader der deutschen Junioren-Auswahl. "Wir haben entschieden, dass ich meinen deutschen Pass nicht abgeben werde, aber die doppelte Staatsbürgerschaft beantrage.“ Wenn das genehmigt werde, sei er "offen für alles“.