HSV

Favorit Hoogma hat Dietmar Beiersdorfer abgesagt

Nico-Jan Hoogma ist nicht mehr bereit, in Hamburg zu arbeiten

Nico-Jan Hoogma ist nicht mehr bereit, in Hamburg zu arbeiten

Foto: Witters

Rückschlag für den HSV auf der Suche nach einem neuen Sportdirektor. Positive Nachrichten gibt es dafür aus dem Hamburger Tor.

Hamburg. Auf der Suche nach einem neuen Sportchef muss sich HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer offenbar umorientieren: "Ich habe meine Bereitschaft am Donnerstagabend in einem Gespräch mit Dietmar Beiersdorfer zurückgezogen", sagte Nico-Jan Hoogma gegenüber dem Matz-ab-Blog.

Der Niederländer galt bis zuletzt als aussichtsreichster Kandidat für die Neu-Besetzung des Postens, der nach der Beurlaubung von Peter Knäbel noch immer von Beiersdorfer selbst ausgefüllt wird.

Über die Gründe seiner Absage schweigt sich Hoogma noch aus, deutete aber an, "mit dem Prozess nicht einverstanden" gewesen zu sein. Möglicherweise missfiel dem 48 Jahre alten Ex-Profi, dass sein früherer Verein auch mit Horst Heldt verhandelte. Der ehemalige Schalker dürfte damit der neue Favorit sein. Mit Karlsruhes Sportdirektor Jens Todt soll jedoch noch ein weiterer Kandidat im Rennen sein.

Hoogma sagte schon einmal ab

Es ist bereits Hoogmas zweite Absage an den HSV in jüngster Vergangenheit. 2010 scheiterten die Verhandlungen um die Nachfolge von Beiersdorfer an den von Hoogma geforderten Prämien - etwa für das Erreichen des internationalen Geschäfts. Sportchef wurde damals schließlich Newcomer Bastian Reinhardt, der nur wenige Monate später wiederum von Frank Arnesen abgelöst wurde.

Hoogma blieb stattdessen in seiner niederländischen Heimat bei Heracles Almelo, das er bis heute weiter in der Eredivise etablierte. Für den HSV bestritt der Abwehrspieler zwischen 1998 und 2004 insgesamt 177 Bundesligaspiele sowie sechs Partien in der Champions League. Bei den Hamburger Fans blieb er beliebt. Auch in einer Abendblatt-Umfrage hatten sich die Anhänger für Hoogma als neuen Sportchef ausgesprochen.

Adler trainiert wieder

Eine gute Nachricht aus dem sportlichen Bereich gab es für die Anhänger am Freitag dann aber doch noch: René Adler stand nach seinen Rückenproblemen ebenso wieder auf dem Platz wie sein Stellvertreter Christian Mathenia. Beide sollen auch am Sonnabend gegen Borussia Dortmund einsatzbereit sein.

Am Donnerstag war die Anspannung auf der Torhüterposition noch extrem, nachdem sich neben Adler die Ersatzmänner Mathenia mit einem Magen-Darm-Virus sowie Andreas Hirzel mit einem Muskelfaserriss abgemeldet hatten.

Vor dem Tor testete Trainer Markus Gisdol im Abschlusstraining am Freitag derweil eine Dreierkette mit Cléber, Emir Spahic und Douglas Santos.